{"content_id":"42xg3ycwy5","slug":"chronic-kidney-disease-exercise-and-bed-rest","locale":"de","schema_type":"Article","category":"knowledge_base","category_name":"Wissensdatenbank","title":"Müssen Nierenkranke ruhen? Bewegung und strikte Bettruhe","summary":"Allein wegen einer stabilen chronischen Nierenerkrankung ist es nicht nötig, ständig zu Hause im Bett zu liegen. Angemessene körperliche Aktivität hilft, Kondition und körperliche Funktionsfähigkeit zu erhalten. Es lässt sich jedoch nicht mit Sicherheit sagen, dass sie die Verschlechterung der Nierenfunktion direkt verhindert; sie muss an den Zustand des Patienten und die Behandlungsphase angepasst werden.","sponsorship_disclosure":null,"author":{"name":"injoys","url":"https://injoys.com/ko/about"},"key_points":["Eine stabile chronische Nierenerkrankung allein ist kein Grund für eine langfristige strikte Bettruhe.","Längere Inaktivität kann Muskelkraft, Herz-Lungen-Leistungsfähigkeit, Gleichgewicht und die Fähigkeit zur Bewältigung des Alltags beeinträchtigen.","Internationale Behandlungsleitlinien empfehlen regelmäßige Aktivitäten mittlerer Intensität, soweit der Herz-Kreislauf-Zustand und die körperliche Leistungsfähigkeit des Patienten dies zulassen.","Die klinische Evidenz reicht nicht aus, um mit Sicherheit zu sagen, dass Bewegung die Verschlechterung der Nierenfunktion oder den Beginn einer Dialyse zwangsläufig verzögert.","Bei akuten Erkrankungen, instabilen Herzbeschwerden, starker Atemnot oder Problemen mit dem Dialysezugang hat die ärztliche Beurteilung Vorrang vor körperlicher Aktivität."],"content_markdown":"Die Annahme, dass man sich bei einer chronischen Nierenerkrankung möglichst wenig bewegen sollte, ist in der Regel falsch. Bei Patienten in stabilem Zustand kann eine langfristige Bettruhe Muskeln und Kondition abbauen und dadurch ein selbstständiges Leben sogar erschweren. Allerdings ist nicht für alle Patienten das gleiche Bewegungspensum sicher. Bei akuten Erkrankungen oder instabilen Komplikationen sind vorübergehende Ruhe und eine ärztliche Behandlung erforderlich.\n\n## Irrtum und Wahrheit\n\n**Irrtum: Wenn die Nieren nicht gesund sind, muss man zu Hause strikte Bettruhe einhalten.**\n\n**Wahrheit: Bei einer stabilen chronischen Nierenerkrankung ist es im Allgemeinen besser, sich im Rahmen der eigenen Möglichkeiten weiter zu bewegen.** Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt Erwachsenen regelmäßige aerobe Aktivität und Krafttraining, und auch die KDIGO-Leitlinie zur Behandlung chronischer Nierenerkrankungen empfiehlt ein Aktivitätsniveau, das die kardiovaskuläre Gesundheit und die körperliche Leistungsfähigkeit zulassen.\n\nPauschale Aussagen wie „Ruhe beschleunigt zwangsläufig das Nierenversagen“ oder „Bewegung stellt die Nierenfunktion wieder her“ sind jedoch ebenfalls nicht korrekt. In Bewegungsstudien werden relativ konsistent Verbesserungen der Kondition, Muskelkraft, Gehfähigkeit und gesundheitsbezogenen Lebensqualität beobachtet. Die Auswirkungen auf langfristige Ergebnisse wie den Zeitpunkt des Dialysebeginns oder das Sterberisiko sind jedoch noch teilweise unklar.\n\n## Warum übermäßige Schonung problematisch ist\n\nWenn die Aktivität stark abnimmt, fehlen den Muskeln die notwendigen Belastungsreize. Wer längere Zeit nur liegt oder sitzt, kann folgende Probleme entwickeln:\n\n- Abnahme von Muskelmasse und Muskelkraft\n- Verschlechterung der Herz-Lungen-Fitness und Gehfähigkeit\n- Verschlechterung des Gleichgewichts und erhöhtes Sturzrisiko\n- Teufelskreis aus Müdigkeit und zunehmender Vermeidung von Aktivität\n- Abnahme der Fähigkeit, alltägliche Tätigkeiten wie Essen, Baden und Ausgehen auszuführen\n- Ungünstige Veränderungen der Insulinsensitivität und kardiovaskulären Gesundheit\n\nDiese Veränderungen betreffen nicht nur die Nierenwerte. Sie beeinflussen auch die Fähigkeit des Patienten, Behandlungen zu verkraften und ein selbstständiges Leben zu führen.\n\n### Warum die Muskulatur bei chronischer Nierenerkrankung besonders anfällig sein kann\n\nPatienten mit chronischer Nierenerkrankung können neben der verminderten körperlichen Aktivität durch das Zusammenwirken verschiedener Faktoren besonders anfällig für Muskelverlust sein.\n\n- Appetitmangel und unzureichende Energiezufuhr\n- Metabolische Azidose\n- Chronische Entzündungen und Begleiterkrankungen\n- Anämie und eingeschränkte Herz-Lungen-Funktion\n- Krankenhausaufenthalte und wiederholte akute Erkrankungen\n- Müdigkeit vor und nach der Dialyse sowie lange Sitzzeiten\n- Hohes Alter, Diabetes und neurologische oder vaskuläre Komplikationen\n\nDa die Ursachen von Patient zu Patient unterschiedlich sind, darf ein Muskelabbau nicht allein mit Bewegungsmangel erklärt werden. Bei Gewichtsverlust, nachlassender Griffkraft oder deutlich verlangsamter Gehgeschwindigkeit sollten Ernährungszustand, Anämie, Azidose und Begleiterkrankungen gemeinsam beurteilt werden.\n\n## Realistische Vorteile von Bewegung\n\nDas Ziel von Bewegung bei Patienten mit chronischer Nierenerkrankung besteht nicht darin, eine geschädigte Niere allein durch Training wiederherzustellen. Realistischere Ziele sind:\n\n1. Muskelkraft und Mobilität erhalten.\n2. Die für den Alltag erforderliche körperliche Leistungsfähigkeit steigern.\n3. Die Kontrolle von Blutdruck, Blutzucker und Gewicht unterstützend verbessern.\n4. Zur Senkung des Sturz- und Gebrechlichkeitsrisikos beitragen.\n5. Die Wahrscheinlichkeit erhöhen, Müdigkeit und gesundheitsbezogene Lebensqualität zu verbessern.\n\nDa sich Blutdruck, Puls oder Laborwerte nach dem Training vorübergehend verändern können, darf aus einer einmaligen Veränderung eines Untersuchungsergebnisses nicht geschlossen werden, dass Bewegung die Nieren geschädigt habe. Umgekehrt können regelmäßige Blut- und Urinuntersuchungen sowie medikamentöse Behandlungen nicht durch Bewegung ersetzt werden.\n\n## Wie viel Bewegung ist angemessen?\n\nDie KDIGO-Leitlinie 2024 empfiehlt Patienten mit chronischer Nierenerkrankung mindestens 150 Minuten körperliche Aktivität mittlerer Intensität pro Woche oder ein entsprechendes Aktivitätsniveau, sofern der kardiovaskuläre Zustand und die körperliche Belastbarkeit dies zulassen. Das bedeutet nicht, dass alle Patienten von Anfang an 150 Minuten erreichen müssen.\n\nWer erstmals trainiert oder eine stark eingeschränkte Kondition hat, kann realistischerweise mit einem bewältigbaren Umfang beginnen, etwa 5∼10 Minuten Gehen, und Dauer sowie Häufigkeit schrittweise erhöhen. Kurze Aktivitätseinheiten können auch mehrmals über den Tag verteilt werden.\n\n| Bewegungselement | Beispiele für den Einstieg | Methode zur Beurteilung der Intensität | Hauptziel |\n|---|---|---|---|\n| Aerobe Aktivität | Gehen auf ebener Strecke, Ergometer | Unterhaltung ist möglich, Singen jedoch schwierig | Herz-Lungen-Fitness und Gehausdauer |\n| Krafttraining | Aufstehen von einem Stuhl, leichtes Training mit einem Band | Mehrere Wiederholungen sind bei korrekter Haltung möglich | Erhalt von Muskelkraft und Alltagsbewegungen |\n| Gleichgewichtstraining | Mit Festhalten auf einem Bein stehen, Fersen anheben | Eine Stütze in unmittelbarer Nähe platzieren, um Stürze zu vermeiden | Sturzprävention |\n| Beweglichkeitstraining | Sanftes Dehnen von Waden, Oberschenkeln und Schultern | Spürbare Dehnung ohne Schmerzen | Erhalt des Bewegungsumfangs der Gelenke |\n\nBeim Krafttraining werden die großen Muskelgruppen üblicherweise an nicht aufeinanderfolgenden Tagen gleichmäßig beansprucht. Übungen, bei denen man lange die Luft anhält und stark presst, oder das plötzliche Heben sehr schwerer Gewichte können den Blutdruck abrupt erhöhen und sollten ohne entsprechende Erfahrung vermieden werden.\n\n## So lässt sich die passende Trainingsintensität bestimmen\n\nZielwerte für den Puls können durch Betablocker, Herzrhythmusstörungen, autonome Neuropathie und andere Faktoren beeinflusst werden. Daher sind bei Patienten mit chronischer Nierenerkrankung der Sprechtest und das subjektive Belastungsempfinden praktisch.\n\n- **Leichte Intensität:** Eine Unterhaltung ist problemlos möglich.\n- **Mittlere Intensität:** Eine Unterhaltung in kurzen Sätzen ist möglich, die Atmung ist jedoch stärker als gewöhnlich.\n- **Übermäßige Intensität:** Selbst wenige Worte lassen sich nur schwer sprechen, oder es treten Schwindel und Beschwerden im Brustkorb auf.\n\nWenn starke Müdigkeit und Muskelschmerzen bis zum Tag nach dem Training anhalten oder alltägliche Aktivitäten erschwert sind, war der Trainingsumfang möglicherweise zu hoch. Sicherer ist es, jeweils nur einen Faktor – Dauer, Geschwindigkeit oder Widerstand – schrittweise anzupassen.\n\n## Hinweise je nach Dialyse- und Behandlungsphase\n\n| Situation | Zu berücksichtigende Punkte |\n|---|---|\n| Chronische Nierenerkrankung vor der Dialyse | Die Intensität wird an Blutdruck, Anämie, Ödeme, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabeteskomplikationen angepasst. |\n| Hämodialyse | Bewegung während der Dialyse erfolgt nur, wenn in der jeweiligen Dialyseeinrichtung entsprechende Aufsicht und Abläufe vorhanden sind. Auf den Arm mit dem Gefäßzugang dürfen kein übermäßiger Druck und keine schwere Belastung ausgeübt werden. |\n| Peritonealdialyse | Bei Beschwerden durch die Dialyselösung im Bauchraum oder bei einem Hernienrisiko sind die Art der Bewegung und der Zustand der Dialyselösung mit dem medizinischen Personal abzustimmen. |\n| Nach einer Nierentransplantation | Unmittelbar nach der Operation ist ein Rehabilitationsplan einzuhalten, der die Wunde und das Infektionsrisiko berücksichtigt. Nach der Genesung wird der Aktivitätsumfang schrittweise erhöht. |\n| Akute Nierenschädigung | Da Ursachen und Allgemeinzustand stark variieren, dürfen die Bewegungsgrundsätze für chronische Nierenerkrankungen nicht unverändert angewendet werden. Maßgeblich ist die Beurteilung des behandelnden medizinischen Personals. |\n\nUnmittelbar nach einer Hämodialyse können niedriger Blutdruck oder Müdigkeit auftreten. Je nach Patient können dialysefreie Tage angenehmer sein; bei anderen kann hingegen ein vom medizinischen Personal betreutes Bewegungsprogramm während der Dialyse geeignet sein.\n\n## Wann vor dem Training medizinischer Rat eingeholt werden sollte\n\nIn folgenden Fällen empfiehlt es sich, vor Beginn einer neuen sportlichen Aktivität oder vor einer Steigerung der Intensität einen Arzt, eine Pflegekraft oder einen Rehabilitationsexperten zu konsultieren:\n\n- Kürzlich aufgetretene Brustschmerzen, Ohnmacht oder unerklärliche starke Atemnot\n- Unkontrollierter Bluthochdruck oder instabile Herzrhythmusstörungen\n- Plötzliche Zunahme von Ödemen oder Körpergewicht in Verbindung mit Atemnot\n- Schwere Anämie, Fieber, Infektion oder akute Erkrankung\n- Diabetisches Fußgeschwür, schwere periphere Neuropathie oder Sehkomplikationen\n- Kürzlich erfolgte Operation oder Auffälligkeiten am Gefäßzugang\n- Wiederholte Unterzuckerungen oder Probleme mit der Blutzuckerkontrolle während des Trainings\n\n## Warnzeichen, bei denen das Training sofort beendet werden muss\n\nWenn während des Trainings folgende Symptome auftreten, ist die Aktivität sofort zu beenden und an einem sicheren Ort auszuruhen. Bei Brustschmerzen, Ohnmacht, starker Atemnot oder Anzeichen eines möglichen Schlaganfalls ist eine medizinische Notfallbeurteilung erforderlich.\n\n- Schmerzen oder Druckgefühl im Brustkorb oder kalter Schweiß\n- Plötzlich auftretende starke Atemnot\n- Ohnmacht oder Schwindel mit dem Gefühl, gleich zusammenzubrechen\n- Neu aufgetretener unregelmäßiger und schneller Herzschlag\n- Plötzliche Lähmung eines Arms oder Beins auf einer Körperseite oder Schwierigkeiten beim Sprechen\n- Blutung, starke Schmerzen oder Schwellung am Gefäßzugang für die Hämodialyse\n- Anzeichen einer möglichen Unterzuckerung bei Patienten mit Diabetes\n\n## Ein weiterer Irrtum, der bei Bewegung und Ernährung vermieden werden sollte\n\nZur Steigerung der Muskelmasse eigenmächtig große Mengen an Proteinpräparaten einzunehmen, kann ungeeignet sein. Der Proteinbedarf von Patienten vor der Dialyse und von Dialysepatienten unterscheidet sich und hängt zudem vom Vorliegen einer Mangelernährung sowie von der Nierenfunktion ab. Vor Beginn einer proteinreichen Ernährung oder der Einnahme von Sportpräparaten einschließlich Kreatin sollte das nephrologische Behandlungsteam oder ein auf Nierenerkrankungen spezialisierter Ernährungsberater konsultiert werden.\n\nAuch die Flüssigkeitszufuhr darf nicht allein wegen des Trainings pauschal erhöht werden. Patienten, die aufgrund einer verminderten Urinmenge, Herzinsuffizienz, Ödemen oder einer Dialysebehandlung ihre Flüssigkeitszufuhr begrenzen müssen, sollten ihre individuellen Vorgaben befolgen.\n\n## Beobachtungsmerkmale zur frühzeitigen Erkennung von Muskelverlust\n\nDer Zustand der Muskulatur lässt sich nur schwer allein anhand des Körpergewichts beurteilen. Bei Ödemen kann das Gewicht trotz Muskelabbau gleich bleiben oder zunehmen. Die gemeinsame Dokumentation folgender Veränderungen kann bei der medizinischen Beurteilung hilfreich sein:\n\n- Das Aufstehen vom gleichen Stuhl fällt schwerer als zuvor\n- Auf der gewohnten Gehstrecke sind häufiger Pausen erforderlich\n- Die Fähigkeit, Treppen zu steigen oder Gegenstände zu heben, nimmt ab\n- In letzter Zeit kommt es wiederholt zu Stürzen oder die Gehgeschwindigkeit verlangsamt sich\n- Unbeabsichtigter Gewichtsverlust und verminderte Nahrungsaufnahme\n- Die Müdigkeit bleibt nicht nur an Dialysetagen, sondern auch an dialysefreien Tagen stark ausgeprägt\n\nSolche funktionellen Veränderungen lassen sich möglicherweise nicht allein anhand des Serumkreatinins oder der glomerulären Filtrationsrate erkennen. Beim Arzttermin kann danach gefragt werden, ob eine Beurteilung der Gehgeschwindigkeit, des Aufstehens vom Stuhl, der Griffkraft und des Ernährungszustands erforderlich ist.\n\n## Zentrale Schlussfolgerung\n\nBei Patienten mit stabiler chronischer Nierenerkrankung gehört eine langfristige strikte Bettruhe nicht zur Standardbehandlung. Eine Kombination aus aerober Aktivität, Kraft- und Gleichgewichtstraining im Rahmen der eigenen Möglichkeiten kann dazu beitragen, die Kondition und ein selbstständiges Leben zu erhalten. Bewegung ersetzt jedoch weder Medikamente und Ernährungstherapie noch die Kontrolle von Blutdruck und Blutzucker oder regelmäßige Untersuchungen. Ebenso kann nicht garantiert werden, dass sie eine Verschlechterung der Nierenfunktion verlangsamt. Am sichersten ist es, entsprechend der aktuellen Kondition und den bestehenden Komplikationen mit einem geringen Umfang zu beginnen und bei Warnzeichen eine medizinische Beurteilung einzuholen.","content_html":"\u003cp\u003eDie Annahme, dass man sich bei einer chronischen Nierenerkrankung möglichst wenig bewegen sollte, ist in der Regel falsch. Bei Patienten in stabilem Zustand kann eine langfristige Bettruhe Muskeln und Kondition abbauen und dadurch ein selbstständiges Leben sogar erschweren. Allerdings ist nicht für alle Patienten das gleiche Bewegungspensum sicher. 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Daher sind bei Patienten mit chronischer Nierenerkrankung der Sprechtest und das subjektive Belastungsempfinden praktisch.\u003c/p\u003e\n\u003cul\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cstrong\u003eLeichte Intensität:\u003c/strong\u003e Eine Unterhaltung ist problemlos möglich.\u003c/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cstrong\u003eMittlere Intensität:\u003c/strong\u003e Eine Unterhaltung in kurzen Sätzen ist möglich, die Atmung ist jedoch stärker als gewöhnlich.\u003c/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cstrong\u003eÜbermäßige Intensität:\u003c/strong\u003e Selbst wenige Worte lassen sich nur schwer sprechen, oder es treten Schwindel und Beschwerden im Brustkorb auf.\u003c/li\u003e\n\u003c/ul\u003e\n\u003cp\u003eWenn starke Müdigkeit und Muskelschmerzen bis zum Tag nach dem Training anhalten oder alltägliche Aktivitäten erschwert sind, war der Trainingsumfang möglicherweise zu hoch. Sicherer ist es, jeweils nur einen Faktor – Dauer, Geschwindigkeit oder Widerstand – schrittweise anzupassen.\u003c/p\u003e\n\u003ch2\u003e\n\u003ca href=\"#hinweise-je-nach-dialyse--und-behandlungsphase\" class=\"anchor\" id=\"hinweise-je-nach-dialyse--und-behandlungsphase\"\u003e\u003c/a\u003eHinweise je nach Dialyse- und Behandlungsphase\u003c/h2\u003e\n\u003cdiv class=\"overflow-x-auto\"\u003e\u003ctable\u003e\n\u003cthead\u003e\n\u003ctr\u003e\n\u003cth\u003eSituation\u003c/th\u003e\n\u003cth\u003eZu berücksichtigende Punkte\u003c/th\u003e\n\u003c/tr\u003e\n\u003c/thead\u003e\n\u003ctbody\u003e\n\u003ctr\u003e\n\u003ctd data-label=\"Situation\"\u003eChronische Nierenerkrankung vor der Dialyse\u003c/td\u003e\n\u003ctd data-label=\"Zu berücksichtigende Punkte\"\u003eDie Intensität wird an Blutdruck, Anämie, Ödeme, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabeteskomplikationen angepasst.\u003c/td\u003e\n\u003c/tr\u003e\n\u003ctr\u003e\n\u003ctd data-label=\"Situation\"\u003eHämodialyse\u003c/td\u003e\n\u003ctd data-label=\"Zu berücksichtigende Punkte\"\u003eBewegung während der Dialyse erfolgt nur, wenn in der jeweiligen Dialyseeinrichtung entsprechende Aufsicht und Abläufe vorhanden sind. Auf den Arm mit dem Gefäßzugang dürfen kein übermäßiger Druck und keine schwere Belastung ausgeübt werden.\u003c/td\u003e\n\u003c/tr\u003e\n\u003ctr\u003e\n\u003ctd data-label=\"Situation\"\u003ePeritonealdialyse\u003c/td\u003e\n\u003ctd data-label=\"Zu berücksichtigende Punkte\"\u003eBei Beschwerden durch die Dialyselösung im Bauchraum oder bei einem Hernienrisiko sind die Art der Bewegung und der Zustand der Dialyselösung mit dem medizinischen Personal abzustimmen.\u003c/td\u003e\n\u003c/tr\u003e\n\u003ctr\u003e\n\u003ctd data-label=\"Situation\"\u003eNach einer Nierentransplantation\u003c/td\u003e\n\u003ctd data-label=\"Zu berücksichtigende Punkte\"\u003eUnmittelbar nach der Operation ist ein Rehabilitationsplan einzuhalten, der die Wunde und das Infektionsrisiko berücksichtigt. Nach der Genesung wird der Aktivitätsumfang schrittweise erhöht.\u003c/td\u003e\n\u003c/tr\u003e\n\u003ctr\u003e\n\u003ctd data-label=\"Situation\"\u003eAkute Nierenschädigung\u003c/td\u003e\n\u003ctd data-label=\"Zu berücksichtigende Punkte\"\u003eDa Ursachen und Allgemeinzustand stark variieren, dürfen die Bewegungsgrundsätze für chronische Nierenerkrankungen nicht unverändert angewendet werden. Maßgeblich ist die Beurteilung des behandelnden medizinischen Personals.\u003c/td\u003e\n\u003c/tr\u003e\n\u003c/tbody\u003e\n\u003c/table\u003e\u003c/div\u003e\n\u003cp\u003eUnmittelbar nach einer Hämodialyse können niedriger Blutdruck oder Müdigkeit auftreten. Je nach Patient können dialysefreie Tage angenehmer sein; bei anderen kann hingegen ein vom medizinischen Personal betreutes Bewegungsprogramm während der Dialyse geeignet sein.\u003c/p\u003e\n\u003ch2\u003e\n\u003ca href=\"#wann-vor-dem-training-medizinischer-rat-eingeholt-werden-sollte\" class=\"anchor\" id=\"wann-vor-dem-training-medizinischer-rat-eingeholt-werden-sollte\"\u003e\u003c/a\u003eWann vor dem Training medizinischer Rat eingeholt werden sollte\u003c/h2\u003e\n\u003cp\u003eIn folgenden Fällen empfiehlt es sich, vor Beginn einer neuen sportlichen Aktivität oder vor einer Steigerung der Intensität einen Arzt, eine Pflegekraft oder einen Rehabilitationsexperten zu konsultieren:\u003c/p\u003e\n\u003cul\u003e\n\u003cli\u003eKürzlich aufgetretene Brustschmerzen, Ohnmacht oder unerklärliche starke Atemnot\u003c/li\u003e\n\u003cli\u003eUnkontrollierter Bluthochdruck oder instabile Herzrhythmusstörungen\u003c/li\u003e\n\u003cli\u003ePlötzliche Zunahme von Ödemen oder Körpergewicht in Verbindung mit Atemnot\u003c/li\u003e\n\u003cli\u003eSchwere Anämie, Fieber, Infektion oder akute Erkrankung\u003c/li\u003e\n\u003cli\u003eDiabetisches Fußgeschwür, schwere periphere Neuropathie oder Sehkomplikationen\u003c/li\u003e\n\u003cli\u003eKürzlich erfolgte Operation oder Auffälligkeiten am Gefäßzugang\u003c/li\u003e\n\u003cli\u003eWiederholte Unterzuckerungen oder Probleme mit der Blutzuckerkontrolle während des Trainings\u003c/li\u003e\n\u003c/ul\u003e\n\u003ch2\u003e\n\u003ca href=\"#warnzeichen-bei-denen-das-training-sofort-beendet-werden-muss\" class=\"anchor\" id=\"warnzeichen-bei-denen-das-training-sofort-beendet-werden-muss\"\u003e\u003c/a\u003eWarnzeichen, bei denen das Training sofort beendet werden muss\u003c/h2\u003e\n\u003cp\u003eWenn während des Trainings folgende Symptome auftreten, ist die Aktivität sofort zu beenden und an einem sicheren Ort auszuruhen. Bei Brustschmerzen, Ohnmacht, starker Atemnot oder Anzeichen eines möglichen Schlaganfalls ist eine medizinische Notfallbeurteilung erforderlich.\u003c/p\u003e\n\u003cul\u003e\n\u003cli\u003eSchmerzen oder Druckgefühl im Brustkorb oder kalter Schweiß\u003c/li\u003e\n\u003cli\u003ePlötzlich auftretende starke Atemnot\u003c/li\u003e\n\u003cli\u003eOhnmacht oder Schwindel mit dem Gefühl, gleich zusammenzubrechen\u003c/li\u003e\n\u003cli\u003eNeu aufgetretener unregelmäßiger und schneller Herzschlag\u003c/li\u003e\n\u003cli\u003ePlötzliche Lähmung eines Arms oder Beins auf einer Körperseite oder Schwierigkeiten beim Sprechen\u003c/li\u003e\n\u003cli\u003eBlutung, starke Schmerzen oder Schwellung am Gefäßzugang für die Hämodialyse\u003c/li\u003e\n\u003cli\u003eAnzeichen einer möglichen Unterzuckerung bei Patienten mit Diabetes\u003c/li\u003e\n\u003c/ul\u003e\n\u003ch2\u003e\n\u003ca href=\"#ein-weiterer-irrtum-der-bei-bewegung-und-ern%C3%A4hrung-vermieden-werden-sollte\" class=\"anchor\" id=\"ein-weiterer-irrtum-der-bei-bewegung-und-ernährung-vermieden-werden-sollte\"\u003e\u003c/a\u003eEin weiterer Irrtum, der bei Bewegung und Ernährung vermieden werden sollte\u003c/h2\u003e\n\u003cp\u003eZur Steigerung der Muskelmasse eigenmächtig große Mengen an Proteinpräparaten einzunehmen, kann ungeeignet sein. Der Proteinbedarf von Patienten vor der Dialyse und von Dialysepatienten unterscheidet sich und hängt zudem vom Vorliegen einer Mangelernährung sowie von der Nierenfunktion ab. Vor Beginn einer proteinreichen Ernährung oder der Einnahme von Sportpräparaten einschließlich Kreatin sollte das nephrologische Behandlungsteam oder ein auf Nierenerkrankungen spezialisierter Ernährungsberater konsultiert werden.\u003c/p\u003e\n\u003cp\u003eAuch die Flüssigkeitszufuhr darf nicht allein wegen des Trainings pauschal erhöht werden. Patienten, die aufgrund einer verminderten Urinmenge, Herzinsuffizienz, Ödemen oder einer Dialysebehandlung ihre Flüssigkeitszufuhr begrenzen müssen, sollten ihre individuellen Vorgaben befolgen.\u003c/p\u003e\n\u003ch2\u003e\n\u003ca href=\"#beobachtungsmerkmale-zur-fr%C3%BChzeitigen-erkennung-von-muskelverlust\" class=\"anchor\" id=\"beobachtungsmerkmale-zur-frühzeitigen-erkennung-von-muskelverlust\"\u003e\u003c/a\u003eBeobachtungsmerkmale zur frühzeitigen Erkennung von Muskelverlust\u003c/h2\u003e\n\u003cp\u003eDer Zustand der Muskulatur lässt sich nur schwer allein anhand des Körpergewichts beurteilen. Bei Ödemen kann das Gewicht trotz Muskelabbau gleich bleiben oder zunehmen. Die gemeinsame Dokumentation folgender Veränderungen kann bei der medizinischen Beurteilung hilfreich sein:\u003c/p\u003e\n\u003cul\u003e\n\u003cli\u003eDas Aufstehen vom gleichen Stuhl fällt schwerer als zuvor\u003c/li\u003e\n\u003cli\u003eAuf der gewohnten Gehstrecke sind häufiger Pausen erforderlich\u003c/li\u003e\n\u003cli\u003eDie Fähigkeit, Treppen zu steigen oder Gegenstände zu heben, nimmt ab\u003c/li\u003e\n\u003cli\u003eIn letzter Zeit kommt es wiederholt zu Stürzen oder die Gehgeschwindigkeit verlangsamt sich\u003c/li\u003e\n\u003cli\u003eUnbeabsichtigter Gewichtsverlust und verminderte Nahrungsaufnahme\u003c/li\u003e\n\u003cli\u003eDie Müdigkeit bleibt nicht nur an Dialysetagen, sondern auch an dialysefreien Tagen stark ausgeprägt\u003c/li\u003e\n\u003c/ul\u003e\n\u003cp\u003eSolche funktionellen Veränderungen lassen sich möglicherweise nicht allein anhand des Serumkreatinins oder der glomerulären Filtrationsrate erkennen. Beim Arzttermin kann danach gefragt werden, ob eine Beurteilung der Gehgeschwindigkeit, des Aufstehens vom Stuhl, der Griffkraft und des Ernährungszustands erforderlich ist.\u003c/p\u003e\n\u003ch2\u003e\n\u003ca href=\"#zentrale-schlussfolgerung\" class=\"anchor\" id=\"zentrale-schlussfolgerung\"\u003e\u003c/a\u003eZentrale Schlussfolgerung\u003c/h2\u003e\n\u003cp\u003eBei Patienten mit stabiler chronischer Nierenerkrankung gehört eine langfristige strikte Bettruhe nicht zur Standardbehandlung. Eine Kombination aus aerober Aktivität, Kraft- und Gleichgewichtstraining im Rahmen der eigenen Möglichkeiten kann dazu beitragen, die Kondition und ein selbstständiges Leben zu erhalten. Bewegung ersetzt jedoch weder Medikamente und Ernährungstherapie noch die Kontrolle von Blutdruck und Blutzucker oder regelmäßige Untersuchungen. Ebenso kann nicht garantiert werden, dass sie eine Verschlechterung der Nierenfunktion verlangsamt. Am sichersten ist es, entsprechend der aktuellen Kondition und den bestehenden Komplikationen mit einem geringen Umfang zu beginnen und bei Warnzeichen eine medizinische Beurteilung einzuholen.\u003c/p\u003e\n","tags":["Chronische Nierenkrankheit","Dialyse","Sport","Sarkopenie","Nierengesundheit"],"faqs":[{"question":"Muss man bei einer chronischen Nierenerkrankung Bettruhe einhalten?","answer":"Wenn der Zustand stabil ist, besteht allein aufgrund einer chronischen Nierenerkrankung keine Notwendigkeit, längere Zeit im Bett zu liegen. Da längere Inaktivität die Muskelkraft und Gehfähigkeit beeinträchtigen kann, wird im Allgemeinen empfohlen, sich in dem Maß zu bewegen, das die körperliche Leistungsfähigkeit und der Herz-Kreislauf-Zustand des Patienten zulassen."},{"question":"Kann sich eine eingeschränkte Nierenfunktion durch Bewegung erholen?","answer":"Es ist kaum davon auszugehen, dass sich eine geschädigte Nierenfunktion allein durch Bewegung erholt. Bewegung kann die körperliche Leistungsfähigkeit, Muskelkraft, Mobilität und Lebensqualität verbessern und unterstützend zur Kontrolle von Blutdruck und Blutzucker beitragen. Es gibt jedoch keine ausreichenden Belege dafür, dass sie den Beginn einer Dialyse zwangsläufig verzögert."},{"question":"Welche Bewegung ist für Patienten mit einer Nierenerkrankung am besten geeignet?","answer":"Gehen auf ebener Strecke, Training auf dem Heimtrainer und leichte Übungen zum Aufstehen von einem Stuhl sind häufige Ausgangspunkte. Man beginnt mit einer Intensität, bei der man sich noch in kurzen Sätzen unterhalten kann, und steigert Dauer und Häufigkeit allmählich, sofern keine Schmerzen oder übermäßige Erschöpfung auftreten."},{"question":"Muss man unbedingt 150 Minuten pro Woche erreichen?","answer":"150 Minuten pro Woche sind ein kumulatives Ziel für Patienten, deren Zustand dies zulässt, und keine Vorgabe, die jeder sofort erfüllen muss. Wer gebrechlich ist oder keine Trainingserfahrung hat, kann mit jeweils 5∼10 Minuten beginnen und die Bewegung auf mehrere Einheiten verteilen."},{"question":"Können auch Hämodialysepatienten Krafttraining machen?","answer":"Je nach individuellem Zustand und den Richtlinien des Dialysezentrums ist dies möglich. Der Arm mit dem Gefäßzugang sollte jedoch keinem übermäßigen Druck oder schweren Belastungen ausgesetzt werden, und Bewegung während der Dialyse darf nur im Rahmen eines von der jeweiligen medizinischen Einrichtung betreuten Programms erfolgen."},{"question":"Bei welchen Symptomen muss man das Training sofort abbrechen?","answer":"Bei Brustschmerzen, starker Atemnot, Schwindel mit dem Gefühl, gleich ohnmächtig zu werden, plötzlich auftretenden Herzrhythmusstörungen, einseitigen Lähmungserscheinungen, Blutungen am Gefäßzugang oder Symptomen, die auf eine Unterzuckerung hindeuten, muss das Training sofort abgebrochen werden. Bei schweren oder anhaltenden Symptomen ist eine medizinische Notfallabklärung erforderlich."},{"question":"Darf man Proteinpräparate einnehmen, um die Muskulatur zu erhalten?","answer":"Proteinreiche Nahrungsergänzungsmittel sollten nicht eigenmächtig eingenommen werden. Da der Proteinbedarf vor Beginn der Dialyse und während einer Dialyse unterschiedlich ist und auch der Ernährungszustand, die Urinmenge und Begleiterkrankungen berücksichtigt werden müssen, ist es sicherer, sich mit dem nephrologischen Behandlungsteam oder einer auf Nierenerkrankungen spezialisierten Ernährungsfachkraft abzusprechen."},{"question":"Muss man beim Training viel Wasser trinken?","answer":"Nicht unbedingt. Patienten mit geringer Urinmenge, Ödemen oder Herzinsuffizienz sowie Dialysepatienten müssen möglicherweise ihre Flüssigkeitszufuhr einschränken. Daher sollte die Trinkmenge nicht allein wegen des Trainings erhöht werden; vielmehr sind die individuellen Vorgaben zur Flüssigkeitszufuhr einzuhalten."}],"sources":[{"url":"https://kdigo.org/wp-content/uploads/2024/03/KDIGO-2024-CKD-Guideline.pdf","title":"KDIGO 2024 Leitlinie für die klinische Praxis zur Beurteilung und Behandlung chronischer Nierenerkrankungen","type":"source"},{"url":"https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/physical-activity","title":"Weltgesundheitsorganisation: Körperliche Aktivität","type":"source"},{"url":"https://doi.org/10.1002/14651858.CD003236.pub3","title":"Bewegungstraining für Erwachsene mit chronischer Nierenerkrankung","type":"source"}],"images":[{"id":644,"url":"https://injoys.com/rails/active_storage/blobs/proxy/eyJfcmFpbHMiOnsiZGF0YSI6NzkyMCwicHVyIjoiYmxvYl9pZCJ9fQ==--008013a01b3342973996311b924ec0843f2dc819/ai-eab47b73.webp","is_representative":true,"generation_method":"ai_image","license":"ai_generated","mime_type":"image/webp","translations":{"ko":{"alt":"침대와 안락의자, 콩팥 그림, 걷는 사람과 운동기구가 함께 있는 일러스트","caption":"콩팥병 환자의 휴식과 걷기·실내 자전거 같은 운동 사이의 균형을 나타낸다.","description":null},"en":{"alt":"Illustration of a bed, armchair, kidneys, a walking person, and exercise equipment","caption":"The scene represents the balance between rest and exercise for people with kidney disease.","description":null},"ja":{"alt":"ベッドと椅子、腎臓、歩く人、運動器具を描いたイラスト","caption":"腎臓病患者における休養とウォーキングなどの運動のバランスを表している。","description":null},"es":{"alt":"Ilustración con cama, sillón, riñones, una persona caminando y aparatos de ejercicio","caption":"La escena representa el equilibrio entre el descanso y el ejercicio para pacientes con enfermedad renal.","description":null},"id":{"alt":"Ilustrasi tempat tidur, kursi, ginjal, orang berjalan, dan peralatan olahraga","caption":"Adegan ini menggambarkan keseimbangan antara istirahat dan olahraga bagi pasien penyakit ginjal.","description":null},"pt":{"alt":"Ilustração com cama, poltrona, rins, pessoa caminhando e equipamentos de exercício","caption":"A cena representa o equilíbrio entre repouso e exercício para pessoas com doença renal.","description":null},"zh-hant":{"alt":"床鋪、扶手椅、腎臟、步行者與運動器材的插畫","caption":"畫面呈現腎臟病患者在休息與步行、騎室內單車等運動之間的平衡。","description":null},"de":{"alt":"Illustration mit Bett, Sessel, Nieren, einer gehenden Person und Trainingsgeräten","caption":"Die Szene veranschaulicht das Gleichgewicht zwischen Ruhe und Bewegung bei Nierenerkrankungen.","description":null}}},{"id":645,"url":"https://injoys.com/rails/active_storage/blobs/proxy/eyJfcmFpbHMiOnsiZGF0YSI6NzkyNiwicHVyIjoiYmxvYl9pZCJ9fQ==--8ef399c211b98d8a30aa7025b6a3b437211c025f/ai-9eb5323f.webp","is_representative":false,"generation_method":"ai_image","license":"ai_generated","mime_type":"image/webp","translations":{"ko":{"alt":"콩팥을 중심으로 안전한 운동과 흉통·호흡곤란·부종 등 위험 신호를 나눈 안내 그림","caption":"콩팥병 환자의 적절한 활동과 운동을 멈추고 쉬어야 할 증상을 대비해 보여준다.","description":null},"en":{"alt":"Kidneys flanked by safe activities and warning signs such as chest pain, breathlessness, dizziness, and swelling","caption":"The graphic contrasts suitable activity with symptoms that signal a need to stop and rest.","description":null},"ja":{"alt":"腎臓を中心に、安全な運動と胸痛・息切れ・めまい・むくみなどの危険サインを示す図","caption":"腎臓病患者に適した活動と、運動を中止して休むべき症状を対比している。","description":null},"es":{"alt":"Riñones entre actividades seguras y señales de alarma como dolor torácico, falta de aire, mareo e hinchazón","caption":"El gráfico contrasta la actividad adecuada con los síntomas que indican que se debe parar y descansar.","description":null},"id":{"alt":"Ginjal di antara aktivitas aman dan tanda bahaya seperti nyeri dada, sesak napas, pusing, dan bengkak","caption":"Ilustrasi ini membandingkan aktivitas yang sesuai dengan gejala yang menandakan perlu berhenti dan beristirahat.","description":null},"pt":{"alt":"Rins entre atividades seguras e sinais de alerta como dor no peito, falta de ar, tontura e inchaço","caption":"O gráfico compara atividades adequadas com sintomas que indicam a necessidade de parar e descansar.","description":null},"zh-hant":{"alt":"以腎臟為中心，對比安全活動與胸痛、呼吸困難、頭暈和水腫等警訊","caption":"圖中對比腎臟病患者適合的活動，以及應停止運動並休息的症狀。","description":null},"de":{"alt":"Nieren zwischen geeigneten Aktivitäten und Warnzeichen wie Brustschmerz, Atemnot, Schwindel und Schwellungen","caption":"Die Grafik stellt geeignete Bewegung den Symptomen gegenüber, bei denen man aufhören und ruhen sollte.","description":null}}}],"published_at":"2026-08-15T04:00:50+09:00","updated_at":"2026-08-15T04:00:50+09:00","license":"cc_by","translation_status":"reviewed","available_locales":["ko","en","ja","es"],"data_locales":["ko","en","ja","es","id","pt","zh-hant","de"],"url":"https://injoys.com/en/articles/chronic-kidney-disease-exercise-and-bed-rest"}