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title: "Nierengesundheit: 3-Monats-Regel, Alter und Tests"
locale: de
category: knowledge_base
category_name: "Wissensdatenbank"
translation_status: reviewed
license: cc_by
author: "injoys"
source_url: https://injoys.com/en/articles/kidney-health-aging-egfr-albumin-test-guide
published_at: 2026-09-12T16:05:01+09:00
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# Nierengesundheit: 3-Monats-Regel, Alter und Tests

> Die Nierenfunktion kann mit zunehmendem Alter abnehmen, doch eine chronische Nierenkrankheit wird nicht allein anhand des Alters diagnostiziert. eGFR im Blut und Albumin im Urin sollten gemeinsam untersucht werden. Zudem ist zu prüfen, ob Auffälligkeiten mindestens drei Monate bestehen bleiben.

## Key Points

- Die Nieren sind für die Ausscheidung von Abfallstoffen sowie das Gleichgewicht von Flüssigkeit, Elektrolyten und Säuren und Basen verantwortlich.
- Eine chronische Nierenkrankheit liegt vor, wenn strukturelle oder funktionelle Auffälligkeiten der Nieren mindestens drei Monate bestehen.
- Die eGFR im Blut und Albumin im Urin zeigen unterschiedliche Arten von Nierenschäden.
- Altersbedingte Funktionseinbußen und behandlungsbedürftige Nierenkrankheiten müssen durch Untersuchungen voneinander unterschieden werden.
- Auch bei unveränderter Urinmenge kann die Nierenfunktion eingeschränkt sein.

Die Nierengesundheit betrifft nicht nur die Ausscheidung von Abfallstoffen, sondern auch die Regulierung von Körperflüssigkeit, Elektrolyten und Blutdruck. Die Funktion kann mit zunehmendem Alter abnehmen, doch allein aufgrund des Alters wird keine chronische Nierenkrankheit diagnostiziert. Dazu müssen die eGFR im Blut und das Albumin im Urin gemeinsam betrachtet und geprüft werden, ob die Veränderungen mindestens 3 Monate lang bestehen.

Grundlage: KDIGO-Leitlinie 2024 zur Behandlung chronischer Nierenkrankheiten

## Aufgaben der Nieren

Die Nieren filtern Abfallstoffe und überschüssiges Wasser aus dem Blut. Die herausgefilterten Stoffe werden über den Urin aus dem Körper ausgeschieden. Benötigte Stoffe werden in den Nierenkanälchen wieder aufgenommen. Dieser Vorgang ist komplexer als die bloße Funktion eines Wasserfilters.

Die Nieren regulieren Elektrolyte wie Natrium und Kalium. Sie sind auch am Säure-Basen-Haushalt des Körpers beteiligt. Über Renin wirken sie an der Blutdruckregulation mit. Zudem spielen sie bei Hormonen eine Rolle, die für die Bildung roter Blutkörperchen und die Knochengesundheit benötigt werden.

- Ausscheidung von Abfallstoffen und Arzneimittelmetaboliten
- Regulierung von Flüssigkeitsmenge und Blutdruck
- Regulierung von Elektrolyten wie Natrium und Kalium
- Aufrechterhaltung des Säure-Basen-Gleichgewichts
- Steuerung der Signale zur Bildung roter Blutkörperchen
- Aktivierung von Vitamin D und Unterstützung des Knochenstoffwechsels

Bei stark eingeschränkter Nierenfunktion können sich Abfallstoffe ansammeln. Auch das Gleichgewicht von Flüssigkeit und Elektrolyten kann gestört werden. Wird dies jedoch unmittelbar als „verunreinigtes Blut“ bezeichnet, kann es zu Missverständnissen kommen. In der klinischen Praxis wird die Funktionseinschränkung anhand von Messwerten und Symptomen beurteilt.

## Vergleich zwischen Nierenalterung und chronischer Nierenkrankheit

Altersbedingte Veränderungen und eine chronische Nierenkrankheit sind nicht dasselbe. Mit zunehmendem Alter kann die durchschnittliche Filtrationsleistung abnehmen. Das Ausmaß der Veränderung unterscheidet sich je nach individuellem Gesundheitszustand. Allein anhand des Alters lässt sich nicht feststellen, ob eine Erkrankung vorliegt.

| Kategorie | Altersbedingte Veränderung | Auffälligkeiten bei chronischer Nierenkrankheit |
|---|---|---|
| Filtrationsleistung | Kann mit zunehmendem Alter allmählich abnehmen | Eine niedrige eGFR besteht fort oder verschlechtert sich rasch |
| Albumin im Urin | Kann im Normalbereich liegen | Die Albuminausscheidung kann erhöht sein |
| Dauer | Große individuelle Unterschiede | Die Auffälligkeit besteht mindestens 3 Monate lang |
| Begleitbefunde | Möglicherweise keine deutlichen Symptome | Kann von Blut im Urin, strukturellen Veränderungen oder Elektrolytstörungen begleitet sein |
| Beurteilungsmethode | Alter und Krankengeschichte werden gemeinsam geprüft | Gesamtbeurteilung von Blut- und Urinuntersuchungen sowie bildgebenden Untersuchungen |

Nephrone sind die Funktionseinheiten der Nieren, die das Blut filtern. Die Anzahl der Nephrone unterscheidet sich bereits bei der Geburt von Mensch zu Mensch. Alterung und Erkrankungen können die Zahl der funktionsfähigen Nephrone verringern. Die verbleibenden Nephrone können die Filtrationsleistung eine Zeit lang ausgleichen.

In manchen Gesundheitserklärungen findet sich die Angabe, dass Menschen in ihren 60ern nur halb so viele Nephrone hätten wie Menschen in ihren 20ern. Dies ist kein klinischer Maßstab, der für alle Menschen gilt. Auch Messmethoden und individuelle Unterschiede müssen berücksichtigt werden. Ebenso müssen bei Prävalenzangaben nach Altersgruppe die untersuchte Population und die zugrunde gelegte Definition geprüft werden.

## Untersuchungskriterien für chronische Nierenkrankheiten

Eine chronische Nierenkrankheit liegt vor, wenn strukturelle oder funktionelle Veränderungen mindestens 3 Monate lang bestehen. Eine zentrale Untersuchung ist die auf dem Kreatininwert im Blut basierende eGFR. Zusätzlich wird das Albumin-Kreatinin-Verhältnis im Urin verwendet. Beide Untersuchungen liefern unterschiedliche Informationen zum Risiko.

### eGFR-Stadien

| Stadium | eGFR-Einheit: mL/min/1.73㎡ | Bedeutung |
|---|---:|---|
| G1 | mindestens 90 | Normaler oder hoher Bereich |
| G2 | 60–89 | Leichte Abnahme |
| G3a | 45–59 | Leichte bis mäßige Abnahme |
| G3b | 30–44 | Mäßige bis starke Abnahme |
| G4 | 15–29 | Starke Abnahme |
| G5 | unter 15 | Bereich des Nierenfunktionsversagens |

Allein anhand von G1 oder G2 wird keine chronische Nierenkrankheit festgestellt. Dafür sind Hinweise auf eine Schädigung wie Albuminurie oder strukturelle Veränderungen erforderlich. Auch eine einmalig niedrige eGFR reicht nicht für eine gesicherte Diagnose aus. Einflüsse durch eine akute Erkrankung oder Dehydrierung müssen geprüft werden.

### Stadien des Urinalbumins

| Stadium | Urin-ACR-Einheit: mg/g | Bedeutung |
|---|---:|---|
| A1 | unter 30 | Normal oder leicht erhöht |
| A2 | 30–300 | Mäßig erhöht |
| A3 | mehr als 300 | Stark erhöht |

Die Definitionen und Klassifikationen der Untersuchungen können in der KDIGO-Leitlinie 2024 zur Behandlung chronischer Nierenkrankheiten nachgelesen werden. Der Originaltext ist auf der KDIGO-Leitlinienseite und in der veröffentlichten PDF enthalten. Untersuchungsergebnisse müssen zusammen mit den Referenzbereichen des jeweiligen Labors interpretiert werden. Ein amtlicher Wortlaut für ein direktes Zitat wurde nicht gesondert angegeben.

## Übersicht zur Notwendigkeit von Untersuchungen nach Bedingungen

Die Notwendigkeit einer Untersuchung hängt stärker von Risikofaktoren und bisherigen Ergebnissen als vom Alter ab. Liegen Risikofaktoren vor, kann der Untersuchungszeitpunkt auch ohne Symptome mit medizinischem Fachpersonal besprochen werden. Wurde bereits eine Auffälligkeit festgestellt, ist der Zeitpunkt der Wiederholungsuntersuchung entscheidend. Bei Verdacht auf eine akute Veränderung wird nicht 3 Monate lang abgewartet.

| Bedingung | Zu prüfende Punkte | Bei der Interpretation zu beachten |
|---|---|---|
| Diabetes liegt vor | eGFR, Urin-ACR | Blutzuckerkontrolle und Albuminurie gemeinsam prüfen |
| Bluthochdruck liegt vor | Blutdruck, eGFR, Urin-ACR | Blutdruckmedikamente und Flüssigkeitshaushalt gemeinsam prüfen |
| Herz-Kreislauf-Erkrankung liegt vor | eGFR, Elektrolyte, Urin-ACR | Risiken für Herz und Nieren beeinflussen sich gegenseitig |
| Nierenkrankheiten in der Familie | Krankengeschichte, Blut- und Urinuntersuchungen | Möglichkeit einer erblichen Erkrankung gesondert beurteilen |
| Häufige Einnahme von Schmerzmitteln | Medikamentenliste, eGFR | Medizinisches Fachpersonal über Dosis und Einnahmedauer informieren |
| Hohes Alter oder geringe Muskelmasse | eGFR und klinischer Zustand | Kreatininbasierte Schätzwerte können ungenau sein |
| Plötzliche Verschlechterung der Untersuchungswerte | Wiederholungsuntersuchung, Urinmenge, Elektrolyte | Rasche Abklärung auf eine akute Nierenschädigung |

## Reihenfolge zur Überprüfung von Nierenuntersuchungen

Bei Nierenuntersuchungen werden die Ergebnisse aus Blut und Urin zusammen betrachtet. Wird nur ein einzelner Wert isoliert betrachtet, kann die Ursache übersehen werden. Durch den Vergleich mit früheren Ergebnissen lässt sich die Geschwindigkeit der Veränderung erkennen. Die Vorbereitung auf den Arzttermin kann in folgender Reihenfolge erfolgen.

1. Auf dem Vorsorgeuntersuchungsbogen nach Serumkreatinin und eGFR suchen.
2. In der Urinuntersuchung die Ergebnisse zu Proteinurie oder ACR prüfen.
3. Datum und Werte früherer Untersuchungen nebeneinander notieren.
4. Informationen zu Diabetes, Bluthochdruck und eingenommenen Medikamenten zusammenstellen.
5. Bei Auffälligkeiten medizinisches Fachpersonal nach dem Zeitpunkt der Wiederholungsuntersuchung und der Ursache fragen.
6. Durch Folgeuntersuchungen prüfen, ob die Auffälligkeit mindestens 3 Monate lang besteht.

## Rechenbeispiel

Anteile nach Altersgruppen lassen sich nur dann einfach vergleichen, wenn der Nenner gleich ist. „Eine von drei Personen in ihren 70ern“ entspricht etwa 33,3 %. „Eine von zwei Personen in ihren 80ern“ entspricht 50 %. Der Unterschied zwischen beiden Anteilen beträgt etwa 16,7 Prozentpunkte.

Diese Berechnung ist ein Beispiel dafür, wie die angegebenen Brüche in Prozentwerte umgerechnet werden. Sie ist keine Berechnung des individuellen Erkrankungsrisikos. Das Land und die Stichprobe der Untersuchung, aus der diese Zahlen stammen, wurden nicht bestätigt. Vor einer Zitierung als offizielle Statistik muss zunächst der ursprüngliche Bericht gefunden werden.

## Häufige Fehler und Missverständnisse

Ein besonders häufiges Missverständnis ist die Annahme, dass die Nieren normal funktionieren, solange Urin ausgeschieden wird. Die Urinmenge kann auch bei eingeschränkter Funktion erhalten bleiben. Umgekehrt können auch Dehydrierung oder ein Verschluss der Harnwege zu einer verminderten Urinmenge beitragen. Allein anhand der Urinmenge lässt sich die Ursache nicht unterscheiden.

- Nach einem einmalig niedrigen eGFR-Wert wird vorschnell eine chronische Nierenkrankheit angenommen.
- Bei normaler eGFR wird nicht auf Albuminurie geprüft.
- Allein anhand von schaumigem Urin wird eine Proteinurie festgestellt.
- Sämtliche Ödeme werden als Nierenproblem interpretiert.
- Gesundheitsprodukte werden wie Arzneimittel eingenommen.
- Die Einnahme von Schmerzmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln wird verschwiegen.
- Eine Funktionseinschränkung wird wegen des hohen Alters als selbstverständlich abgetan.

Eine Dialyse wird nicht ausschließlich dann begonnen, wenn die Urinausscheidung vollständig aufgehört hat. Symptome und Elektrolytstörungen werden ebenfalls berücksichtigt. Der Beginn wird nicht anhand eines einzelnen eGFR-Werts festgelegt. Die Therapieentscheidung erfordert eine nephrologische Beurteilung.

## Lebensstilmaßnahmen zum Schutz der Nierengesundheit

Lebensstilmaßnahmen sollten darauf ausgerichtet sein, zusätzliche Belastungen für die Nieren zu verringern. Bei Diabetes sollte der Plan zur Blutzuckerkontrolle eingehalten werden. Bei Bluthochdruck sollte der Zielblutdruck gemeinsam mit medizinischem Fachpersonal festgelegt werden. Verschriebene Medikamente dürfen nicht eigenmächtig abgesetzt werden.

Eine geringere Salzaufnahme kann bei der Kontrolle von Blutdruck und Flüssigkeitshaushalt helfen. Möglichst viel Wasser zu trinken, ist nicht grundsätzlich angemessen. Bei Herzerkrankungen oder fortgeschrittener Nierenkrankheit kann eine Begrenzung der Flüssigkeitszufuhr notwendig sein. Die individuell empfohlene Menge wird im Rahmen der medizinischen Behandlung festgelegt.

Regelmäßige körperliche Aktivität unterstützt den Blutdruck und die Stoffwechselgesundheit. Rauchen erhöht die Risiken für das Herz-Kreislauf-System und die Nieren. Bei nicht verschreibungspflichtigen Schmerzmitteln sollten Wirkstoffe und Einnahmedauer geprüft werden. Auch bei Nahrungsergänzungsmitteln müssen vor der Einnahme mögliche Wechselwirkungen geprüft werden.

## Zusammenhang zwischen Nieren und gesunden Lebensjahren

Die Nierengesundheit steht mit den gesunden Lebensjahren in Zusammenhang, in denen ein selbstständiges Leben möglich bleibt. Nierenkrankheiten werden gemeinsam mit dem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen beurteilt. Auch Anämie und Störungen des Knochenstoffwechsels können die körperliche Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. Ziel der Früherkennung ist es, solche Komplikationen zu verringern.

Es ist sinnvoll, Untersuchungsergebnisse fortlaufend zu dokumentieren. Dabei sollten sowohl der absolute eGFR-Wert als auch die Richtung seiner Veränderung festgehalten werden. Der Urin-ACR sollte zu denselben Zeitpunkten verglichen werden. Werden außerdem Blutdruck und Änderungen der Medikation notiert, erleichtert dies die medizinische Interpretation.

## Anzeichen, die eine rasche ärztliche Untersuchung erfordern

Eine plötzliche Abnahme der Urinmenge oder eine Verschlechterung des Allgemeinzustands erfordert eine rasche Abklärung. Auch bei Atemnot oder starken Ödemen sollte umgehend ärztliche Hilfe gesucht werden. Anhaltendes Erbrechen und Bewusstseinsveränderungen können ebenfalls Notfallzeichen sein. Das Krankheitsstadium darf nicht allein anhand der Symptome eingeschätzt werden.

In folgenden Situationen sollte sofort eine medizinische Einrichtung kontaktiert werden.

- Wenn die Urinmenge plötzlich stark abnimmt
- Wenn Atemnot oder rasch zunehmende Ödeme auftreten
- Wenn nach starker Dehydrierung Schwindel und Kraftlosigkeit anhalten
- Wenn wiederholt Blut im Urin auftritt oder Blutgerinnsel sichtbar sind
- Wenn nach der Einnahme eines Medikaments die Urinmenge abnimmt oder ein Hautausschlag am ganzen Körper auftritt
- Wenn bei einer Untersuchung eine Auffälligkeit des Kaliumwerts mitgeteilt wurde

## Häufig gestellte Fragen

Eine Nierenkrankheit kann im Frühstadium symptomlos verlaufen. Liegen Risikofaktoren vor, sind Blut- und Urinuntersuchungen daher besonders hilfreich. Ob die Nieren normal funktionieren, darf nicht allein anhand des Alters oder des Aussehens des Urins beurteilt werden. Die folgenden Antworten erläutern allgemeine Untersuchungsgrundsätze.

## FAQ

### Ist die Nierenfunktion normal, wenn man gut Wasser lassen kann?
Auch bei gleichbleibender Urinmenge kann die Filtrationsleistung vermindert sein. Die eGFR im Blut und das Albumin im Urin sollten gemeinsam überprüft werden.

### Liegt bei einer eGFR von weniger als 60 sofort eine chronische Nierenerkrankung vor?
Die Diagnose wird nicht anhand eines einzigen Ergebnisses gestellt. Es wird geprüft, ob die Auffälligkeit mindestens 3 Monate anhält, und auch der Einfluss einer akuten Erkrankung oder von Flüssigkeitsmangel wird berücksichtigt.

### Kann auch bei normaler eGFR eine Nierenerkrankung vorliegen?
Bei Albuminurie oder strukturellen Veränderungen ist dies möglich. Im Bereich G1 oder G2 sind für die Diagnose weitere Anzeichen einer Nierenschädigung erforderlich.

### Ist schäumender Urin ein Zeichen für Proteinurie?
Die Schaumbildung wird auch von der Geschwindigkeit und Konzentration des Urins beeinflusst. Wiederholt auftretender schäumender Urin sollte durch objektive Untersuchungen wie die Bestimmung der ACR im Urin abgeklärt werden.

### Ist eine Abnahme der Nierenfunktion im Alter immer normal?
Die durchschnittliche eGFR kann mit zunehmendem Alter sinken, aber nicht jede Abnahme ist normal. Die Geschwindigkeit der Veränderung, eine Albuminurie und Begleiterkrankungen sollten gemeinsam beurteilt werden.

### Muss man für die Nierengesundheit viel Wasser trinken?
Nicht jeder Mensch muss viel Wasser trinken. Bei einer Herzerkrankung oder fortgeschrittenen Nierenerkrankung sollte die Flüssigkeitszufuhr gemeinsam mit dem medizinischen Fachpersonal festgelegt werden.

### Welche Nierenuntersuchungen sollten gemeinsam durchgeführt werden?
Grundsätzlich werden die auf dem Serumkreatinin basierende eGFR und der Albumin-Kreatinin-Quotient im Urin gemeinsam beurteilt. Bei Bedarf kommen eine Urinuntersuchung, eine Elektrolytuntersuchung und bildgebende Untersuchungen hinzu.

### Muss bei eingeschränkter Nierenfunktion sofort eine Dialyse durchgeführt werden?
Die Entscheidung über eine Dialyse wird nicht allein anhand der eGFR getroffen. Sie erfolgt unter Gesamtbeurteilung der Symptome, des Flüssigkeitshaushalts, von Elektrolytstörungen und des Ansprechens auf die Behandlung.

## Sources

- [KDIGO 2024 Leitlinie für die klinische Praxis zur Beurteilung und Behandlung chronischer Nierenerkrankungen](https://kdigo.org/wp-content/uploads/2024/03/KDIGO-2024-CKD-Guideline.pdf)
- [NIDDK Ihre Nieren und wie sie funktionieren](https://www.niddk.nih.gov/health-information/kidney-disease/kidneys-how-they-work)
- [CDC Über chronische Nierenerkrankungen](https://www.cdc.gov/kidney-disease/about/index.html)
- [National Kidney Foundation Geschätzte glomeruläre Filtrationsrate](https://www.kidney.org/kidney-topics/estimated-glomerular-filtration-rate-egfr)

## Images

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