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title: "Neue Voice-Phishing-Methoden gegen Menschen ab 50 und schrittweise Gegenmaßnahmen"
locale: de
category: how_to
category_name: "Anleitungen"
translation_status: reviewed
license: cc_by
author: "injoys"
source_url: https://injoys.com/en/articles/voice-phishing-scams-targeting-older-adults
published_at: 2026-08-06T16:02:42+09:00
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# Neue Voice-Phishing-Methoden gegen Menschen ab 50 und schrittweise Gegenmaßnahmen

> Voice-Phishing entwickelt sich weiter und kombiniert personenbezogene Daten, Schad-Apps, Informationen über Familienangehörige und sogar das Klonen von Stimmen mittels AI. Hier finden Sie Kriterien zur Erkennung typischer Methoden sowie schrittweise Sofortmaßnahmen nach einer Überweisung oder der Installation einer App.

## Key Points

- Ermittlungsbehörden und Finanzinstitute verlangen am Telefon weder eine Überweisung auf ein Sicherheitskonto noch die Übergabe von Bargeld oder eine Prüfung Ihres Vermögens.
- Wenn Sie einen zugesandten Link aufgerufen oder eine App installiert haben, dürfen Sie für einen Kontrollanruf nicht das betroffene Mobiltelefon verwenden, sondern müssen ein anderes Gerät nutzen.
- Auch wenn Sie die Stimme eines Familienmitglieds hören, sollten Sie auflegen und über die bereits gespeicherte Nummer sowie einen separaten Kontaktweg der Familie erneut nachfragen.
- Wenn Sie Geld überwiesen haben, sollten Sie dies unverzüglich der Bank und unter 112 melden und eine Zahlungssperre beantragen, um die Chancen auf eine Erstattung zu erhöhen.
- Anlageangebote, die zugleich hohe Renditen und eine Kapitalgarantie versprechen oder für eine Auszahlung eine zusätzliche Einzahlung verlangen, sind deutliche Betrugswarnzeichen.

Voice-Phishing ist längst kein Verbrechen mehr, bei dem lediglich in unbeholfener Sprache eine Überweisung verlangt wird. Täter kombinieren geleakte personenbezogene Daten, überzeugende Nachahmungen von Behörden, Fernsteuerungs-Apps, gefälschte Anlageplattformen, Informationen aus den sozialen Medien von Familienangehörigen und KI-synthetisierte Stimmen, um das Urteilsvermögen der Opfer zu beeinträchtigen.

Besonders Menschen mittleren und höheren Alters, die bereits ein gewisses Vermögen aufgebaut haben, aber möglicherweise mit neuen Apps und Sicherheitsverfahren weniger vertraut sind, können gezielt ins Visier genommen werden. Allerdings kann jeder unabhängig von Alter und digitaler Kompetenz in einer dringlich erscheinenden Situation getäuscht werden. Daher ist es wichtiger, mehrstufige Prüfverfahren unter Einbeziehung von Familie und Finanzinstituten einzurichten, als sich allein auf die Aufmerksamkeit des Einzelnen zu verlassen.

## Worauf bei der Auswertung der Schadensstatistik für 2025 zu achten ist

Laut einer vom Betreiber bereitgestellten Quelle, die sich auf eine Statistik der koreanischen Polizeibehörde beruft, belief sich der durch Voice-Phishing verursachte Schaden in Südkorea im Jahr 2025 auf 1 Billion 2,578 Milliarden Won und überschritt damit erstmals 1 Billion Won. Berichten zufolge waren mindestens die Hälfte der Opfer Menschen ab 50 Jahren.

Voice-Phishing, Messenger-Phishing, Betrug durch Anlage-Tippgruppen und Romance-Scams können jedoch je nach veröffentlichender Institution und statistischen Kriterien als unterschiedliche Straftatbestände erfasst werden. Beim Vergleich von Schadenssummen oder Anteilen nach Altersgruppen sollten folgende Bedingungen ebenfalls geprüft werden:

- ob das Tatjahr oder das Jahr der Anzeige beziehungsweise Festnahme zugrunde gelegt wurde
- ob nur Voice-Phishing durch Kontoüberweisungen berücksichtigt wurde
- ob Betrug mit Investitionen in virtuelle Vermögenswerte und Betrug durch Anlage-Tippgruppen einbezogen wurden
- ob die Zahl der Opfer, die Zahl der Schadensfälle oder die Zahl der Überweisungen verwendet wurde
- ob es sich um vorläufige Erhebungen oder endgültige Statistiken handelt

Daher ist es sinnvoll, neben einzelnen Zahlen auch die Art der Straftaten und den Erfassungsumfang zu betrachten, statt das Risiko allein anhand eines bestimmten Werts zu übertreiben.

## 5 Hauptmethoden des neuartigen Voice-Phishings

### 1. Vortäuschung, Staatsanwaltschaft, Polizei oder Finanzaufsicht zu sein

Die Täter gewinnen Vertrauen, indem sie bereits geleakte Informationen wie den Namen, den Arbeitsplatz, die Adresse oder das Finanzinstitut des Opfers nennen. Anschließend drohen sie damit, das Konto sei in eine Straftat verwickelt oder das Opfer könne festgenommen werden, halten es davon ab, das Gespräch zu beenden, und verlangen eine Überweisung oder die Übergabe von Bargeld.

Bei folgenden Aufforderungen sollte zunächst ein Identitätsbetrug durch angebliche Behörden vermutet werden:

- Unter Berufung auf die Geheimhaltung der Ermittlungen wird verlangt, weder Familienangehörigen noch Bankmitarbeitern davon zu erzählen.
- Es wird verlangt, Geld auf ein Sicherheitskonto, Schutzkonto oder staatlich verwaltetes Konto zu überweisen.
- Es wird verlangt, zur Prüfung des Vermögens oder einer möglichen Verwicklung in eine Straftat Geld zu überweisen.
- Es wird verlangt, Bargeld abzuheben und einer bestimmten Person zu übergeben.
- Über einen Messenger werden Bilder geschickt, die wie ein Ausweis oder ein amtliches Dokument aussehen.

Echte Ermittlungsbehörden weisen am Telefon nicht dazu an, Geld von einem persönlichen Konto auf ein anderes Konto zu überweisen, um angeblich das Vermögen zu prüfen. Sowohl die angezeigte Telefonnummer als auch Bilder amtlicher Dokumente können manipuliert werden und dürfen daher nicht für sich allein zur Identitätsprüfung verwendet werden.

### 2. Verleitung zur Installation einer Schad-App oder Fernsteuerungs-App

Die Täter schicken unter dem Vorwand einer Akteneinsicht, einer Verbesserung der Sicherheit, eines Kreditantrags, einer Rückerstattung oder der Bestätigung einer Kartenlieferung einen Link. Erhält die installierte App weitreichende Bedienungshilfen-Berechtigungen, Bildschirmfreigabe, Zugriff auf Textnachrichten oder Geräteadministratorrechte, können Telefonate und finanzielle Authentifizierungsverfahren offengelegt werden.

Fernsupportprogramme wie AnyDesk werden auch für legitime geschäftliche Zwecke eingesetzt. Gefährlich ist eine Situation, in der eine unbekannte Person am Telefon zur Installation auffordert und einen Zugangscode oder Steuerungsrechte verlangt.

Auf einem Mobiltelefon, bei dem eine Schad-App vermutet wird, reicht es möglicherweise nicht aus, eine selbst recherchierte Nummer der betreffenden Institution direkt anzurufen. Es können Suchanzeigen oder gefälschte Websites angezeigt werden, und die Schad-App könnte die Anrufanzeige manipulieren oder den Anruf mit einer anderen Nummer verbinden. Das Mobiltelefon sollte ausgeschaltet oder vom Netzwerk getrennt werden; anschließend ist die offizielle Hauptnummer von einem anderen, nicht infizierten Telefon aus anzurufen.

### 3. Messenger-Phishing unter Vortäuschung, ein Kind oder Familienmitglied zu sein

Typische Formulierungen lauten: „Mein Mobiltelefon ist kaputt“, „Ich kann gerade nicht telefonieren“ oder „Ich muss dringend etwas bezahlen“. Die Täter verlangen nicht nur Überweisungen, sondern mitunter auch Fotos von Ausweisdokumenten, Kartennummern, Kontopasswörter oder Bestätigungscodes.

In jüngster Zeit sammeln sie aus öffentlich zugänglichen SNS-Beiträgen Informationen über Schule, Arbeitsplatz, Reisepläne und familiäre Anreden, um Gespräche natürlich wirken zu lassen. Selbst wenn das Profilbild und die Familieninformationen stimmen, ist dies kein Beweis dafür, dass es sich tatsächlich um ein Familienmitglied handelt.

Zur Überprüfung sollte das Messenger-Gespräch beendet und die ursprünglich gespeicherte Nummer direkt angerufen werden. Ist die Person nicht erreichbar, sollte die Situation über einen bereits bekannten Kontaktweg geprüft werden, etwa über ein anderes Familienmitglied oder den Arbeitsplatz.

### 4. Anlage-Tippgruppen und gefälschte Handelsplattformen

Die Täter nehmen über kostenlose Aktientipps oder Werbung Kontakt auf, in der sie sich als bekannte Experten ausgeben, und locken die Opfer anschließend in einen Gruppenchat. Andere Teilnehmer im Chat präsentieren wiederholt angebliche Gewinne, können jedoch ebenfalls vom kriminellen Netzwerk betriebene Konten sein.

Die in einer gefälschten App oder auf einer gefälschten Website angezeigten Gewinne sind kein echtes Vermögen. Mitunter wird zunächst eine kleine Auszahlung zugelassen, um Vertrauen aufzubauen und das Opfer zu höheren Investitionen zu bewegen. Beantragt das Opfer eine Auszahlung, werden zusätzliche Zahlungen für Steuern, Kautionen, Gebühren zur Höherstufung oder Kosten einer Geldwäscheprüfung verlangt.

Die folgende Kombination ist ein besonders starkes Warnsignal:

- Es werden gleichzeitig eine Kapitalgarantie und ungewöhnlich hohe Renditen versprochen.
- Es wird verlangt, auf Konten von Privatpersonen oder auf ständig wechselnde Konten einzuzahlen.
- Für eine Auszahlung sollen zunächst Steuern oder Gebühren überwiesen werden.
- Die Registrierung des Finanzunternehmens und ein tatsächlicher Geschäftssitz lassen sich nur schwer überprüfen.
- Vertrauen wird allein mit Fotos bekannter Personen und Logos von Medienunternehmen begründet.

Einlagen, die unter den Einlagenschutz fallen, oder Produkte mit einer gesetzlich geregelten Garantiestruktur existieren separat. Daher lässt sich nicht allein aufgrund des Ausdrucks „Kapitalgarantie“ jedes Produkt als Betrug einstufen. Wird jedoch bei einer von einer unbekannten Person empfohlenen Hochrenditeanlage mit einer Kapitalgarantie geworben, ist dies ein Signal, die Transaktion sofort abzubrechen.

### 5. Vortäuschung, ein Familienmitglied zu sein, mithilfe KI-synthetisierter Stimmen und Videos

Wenn öffentlich zugängliche Sprach- oder Videoaufnahmen vorhanden sind, kann generative KI verwendet werden, um die Sprechweise und das Gesicht einer bestimmten Person nachzuahmen. Die Qualität der Synthese hängt vom Ausgangsmaterial, vom Modell und von der Gesprächsumgebung ab. Daher sind pauschale Angaben wie „In wenigen Sekunden lässt sich eine zu 99% identische Kopie erstellen“ nicht präzise.

Entscheidend ist, dass die Identität nicht allein anhand einer Stimme oder eines Videos festgestellt werden darf. Selbst bei dringlichen Schilderungen über eine Entführung, einen Unfall oder Krankenhauskosten sollte zunächst aufgelegt und über einen unabhängigen Kontaktweg nachgeprüft werden. Auch Videoanrufe können synthetisiert sein oder zuvor aufgezeichnete Videos zeigen und reichen daher als alleiniges Prüfmittel nicht aus.

## Die 30-Sekunden-Reaktion auf Anrufe und Nachrichten

1. **Die Aufforderung nicht ausführen.** Keine Überweisung oder Bargeldabhebung vornehmen, keine App installieren, den Bildschirm nicht freigeben und keine personenbezogenen Daten senden.
2. **Nicht erklären oder diskutieren, sondern auflegen.** Je länger das Gespräch dauert, desto länger ist man Angst und Zeitdruck ausgesetzt.
3. **Über einen anderen Weg nachprüfen.** Familienangehörige über die bereits gespeicherte Nummer und Institutionen über die auf der offiziellen Website oder in Dokumenten angegebene Hauptnummer kontaktieren.
4. **Nach der Installation einer App ein anderes Gerät verwenden.** Das betroffene Mobiltelefon in den Flugmodus versetzen oder ausschalten.
5. **Nach einer Überweisung sofort Anzeige erstatten.** Beim Kundenservice der Bank und bei der Polizei unter 112 eine Zahlungssperre beantragen.

Es ist sicherer, Telefonnummern aus Anzeigen in Suchergebnissen, vom Gegenüber zugesandte Nummern und Links in Textnachrichten nicht zur Überprüfung zu verwenden.

## Gemeinsam festzulegende Prüfregeln für Familien

Ein familiäres Codewort kann als zusätzliches Mittel zur Erkennung einer KI-basierten Täuschung dienen. Es darf jedoch nicht allein darauf vertraut werden, da ein Codewort geleakt werden kann, wenn es in Messenger-Verläufen oder auf SNS hinterlassen wurde.

Folgende familiäre Prüfregeln werden empfohlen:

- Bei einer Überweisungsaufforderung immer die bereits gespeicherte Nummer zurückrufen.
- Eine zweite Person aus Familie oder Bekanntenkreis festlegen, die kontaktiert wird, wenn die betreffende Person nicht erreichbar ist.
- Das Codewort nicht online festhalten und regelmäßig ändern.
- Nach einem kürzlich gemeinsam erlebten Familienereignis fragen, dessen Antwort das Gegenüber nur schwer recherchieren kann.
- Überweisungen ab einem bestimmten Betrag erst ausführen, nachdem zwei Familienmitglieder sie bestätigt haben.
- Auf SNS die Sichtbarkeit von Telefonnummer, Schule, Arbeitsplatz, Reiseplänen und Familienbeziehungen einschränken.

Eine Überweisung darf nicht allein deshalb erfolgen, weil das Codewort richtig beantwortet wurde. Entscheidend ist die unabhängige Überprüfung durch einen Rückruf über die bestehende Kontaktinformation.

## Vorgehen nach der Installation einer Schad-App

### Schritt 1: Kommunikation unterbrechen

Das Mobiltelefon in den Flugmodus versetzen oder ausschalten. Es empfiehlt sich, auch Wi-Fi und Bluetooth auszuschalten. Auf dem Gerät weder Finanz-Apps erneut öffnen noch Passwörter ändern.

### Schritt 2: Von einem sauberen Gerät aus Meldung erstatten

Mit einem anderen, nicht infizierten Telefon oder Computer folgende Stellen kontaktieren:

- Notruf und Meldung von Voice-Phishing: Polizei 112
- Finanzberatung und Hinweise zur Schadensbewältigung: Finanzaufsicht 1332
- Beratung zu Schad-Apps und Smishing: Korea Internet & Security Agency 118
- offizieller Kundenservice der eigenen Bank und des Kartenunternehmens

### Schritt 3: Finanz- und Kommunikationsmittel schützen

Von einem sauberen Gerät aus in Abstimmung mit den Finanzinstituten eine Zahlungssperre für Konten, die Sperrung von Karten, den Widerruf gemeinsamer Zertifikate und die Sperrung des Zugangs zum elektronischen Zahlungsverkehr beantragen. Außerdem den Mobilfunkanbieter kontaktieren, um eine Neuausstellung der SIM-Karte und die Möglichkeit eines Identitätsmissbrauchs zu prüfen.

Über den Dienst zur Verhinderung von Identitätsmissbrauch Msafer lässt sich prüfen, welche Telekommunikationsdienste auf den eigenen Namen registriert sind; zudem können Beschränkungen für Neuverträge eingerichtet werden.

### Schritt 4: Beweise sichern und anschließend das Gerät überprüfen

Textnachrichten, Telefonnummern, Kontonummern, Überweisungsdaten und Gesprächsverläufe können für Ermittlungen und die Schadensregulierung erforderlich sein. Sie sollten im sicher möglichen Umfang dokumentiert werden; anschließend sind die Anweisungen der Polizei, des Finanzinstituts oder des Servicecenters des Herstellers zu befolgen.

Das bloße Löschen des App-Symbols bedeutet nicht zwangsläufig, dass das Gerät sicher ist. Da Berechtigungen und Konten bestehen bleiben können, sollte das Gerät von einem offiziellen Servicecenter überprüft und bei Bedarf auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt werden. Sicherer ist es, vor dem Zurücksetzen zunächst Beratung zur Beweissicherung und zum Schutz der Konten einzuholen.

## Was nach einer bereits erfolgten Überweisung zu tun ist

Je mehr Zeit verstreicht, desto wahrscheinlicher ist es, dass das Geld auf andere Konten oder in virtuelle Vermögenswerte verschoben wird. Daher ist sofort in folgender Reihenfolge zu handeln:

1. Den Kundenservice des Finanzinstituts, über das die Überweisung erfolgte, über den Voice-Phishing-Schaden informieren und eine Zahlungssperre beantragen.
2. Bei der Polizei unter 112 Anzeige erstatten und Kontonummer, Telefonnummer sowie den Zeitpunkt der Überweisung mitteilen.
3. Nach Anweisung des Finanzinstituts die für den Antrag auf Schadensregulierung erforderlichen Unterlagen einreichen.
4. Wurden auch Ausweisdokumente oder Authentifizierungsdaten weitergegeben, Karten, Konten, Zertifikate und einen möglichen Missbrauch des Mobilfunkanschlusses prüfen.
5. Sich vor Folgebetrug in Acht nehmen, bei dem gegen eine Gebühr eine Auszahlung oder Rückerstattung versprochen wird.

Auch nach Beantragung einer Zahlungssperre kann Geld, das bereits abgehoben oder auf ein anderes Konto überwiesen wurde, möglicherweise nicht zurückgeholt werden. Eine Anzeige garantiert ebenfalls nicht automatisch eine Rückerstattung. Dennoch ist eine schnelle Meldung wichtig, um weitere Überweisungen zu verhindern und das Verfahren zur Schadensregulierung einzuleiten.

## Risikobegriffe müssen im Zusammenhang bewertet werden

Ausdrücke wie „Akteneinsicht“, „Vermögensprüfung“, „Vermögensübertragung“, „Sicherheitskonto“, „Embargo“ und „vereinfachte Untersuchung“ sind typische Warnsignale, die bei Straftaten durch vorgetäuschte Behörden verwendet werden können. Allerdings darf eine Straftat nicht allein wegen der Verwendung eines bestimmten Begriffs zu 100% als erwiesen gelten. Ebenso wenig darf aus dem Fehlen eines solchen Begriffs auf Sicherheit geschlossen werden.

Maßgeblich sind nicht die verwendeten Wörter, sondern die verlangten Handlungen. Wird auch nur eine der folgenden Handlungen verlangt, sollte aufgelegt und unabhängig nachgeprüft werden: Geheimhaltung, sofortige Überweisung, Übergabe von Bargeld, Installation einer App, Bildschirmfreigabe oder Weitergabe eines Bestätigungscodes.

## Monatliche Checkliste zur Prävention

| Prüfpunkte | Empfohlene Maßnahme |
|---|---|
| Mobiltelefon-Apps | Nicht verwendete Apps, Apps unbekannter Herkunft und übermäßige Bedienungshilfen-Berechtigungen überprüfen |
| Betriebssystem | Sicherheitsupdates und automatische Updates aktivieren |
| Finanzbenachrichtigungen | Benachrichtigungen über Kontoabbuchungen und Kartenzahlungen einrichten |
| Überweisungslimit | Auf den im Alltag benötigten Umfang reduzieren und größere Überweisungen zusätzlich prüfen |
| Telekommunikationsverträge | Bei Msafer den Vertragsstatus und Beschränkungen für Neuverträge überprüfen |
| SNS-Sichtbarkeit | Offenlegung von Familienbeziehungen, Terminen, Telefonnummern sowie Sprach- und Videoaufnahmen minimieren |
| Familienkontakte | Bestehende Nummern erneut prüfen sowie Zweitkontakte und Codewörter aktualisieren |

Keine Verhaltensregel kann garantieren, dass Schäden vollständig verhindert werden. Das wirksamste Prinzip besteht darin, sich der vom Gegenüber erzeugten Dringlichkeit zu entziehen, aufzulegen und die Situation über ein anderes Gerät sowie einen unabhängigen Kontaktweg erneut zu überprüfen.

## FAQ

### Können Staatsanwaltschaft oder Polizei verlangen, dass Geld auf ein Sicherheitskonto überwiesen wird?
Nein. Ermittlungsbehörden verlangen von Privatpersonen nicht am Telefon, unter dem Vorwand, ihr Vermögen zu schützen oder zu überprüfen, Geld auf ein anderes Konto zu überweisen oder Bargeld zu übergeben. Wenn Sie eine solche Aufforderung erhalten, legen Sie auf und fragen Sie mit einem anderen Telefon unter 112 oder der offiziellen Hauptnummer der betreffenden Behörde nach.

### Ist es immer Betrug, wenn eine unbekannte Person mich auffordert, eine Fernsteuerungs-App wie AnyDesk zu installieren?
Fernsteuerungsprogramme selbst werden auch rechtmäßig für den Kundensupport und berufliche Zwecke verwendet. Wenn jedoch eine unbekannte Person, die Sie zuerst angerufen hat, Sie unter dem Vorwand einer Fallbearbeitung, eines Kredits, einer Erstattung oder der Sicherheit auffordert, ein solches Programm zu installieren und einen Zugangscode mitzuteilen, besteht eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit für Voice-Phishing. Gehen Sie daher nicht darauf ein.

### Kann ich mit einem Mobiltelefon, auf dem eine Schad-App installiert wurde, die 112 anrufen?
Wenn möglich, sollten Sie die Kommunikationsverbindungen des betreffenden Geräts trennen und die Meldung über das Mobiltelefon einer anderen Person oder ein Festnetztelefon erstatten. Denn es lässt sich nicht ausschließen, dass die Schad-App die Anrufanzeige oder den Verbindungsaufbau manipuliert.

### Wie kann ich die Identität überprüfen, wenn die Stimme genauso klingt wie die eines Familienmitglieds?
Beenden Sie das aktuelle Gespräch und rufen Sie die bereits gespeicherte Nummer des Familienmitglieds zurück. Wenn Sie die Person nicht erreichen, überprüfen Sie die Situation über einen anderen, Ihnen bereits bekannten Kontaktweg, etwa über ein anderes Familienmitglied, den Arbeitsplatz oder die Schule. Überweisen Sie kein Geld, bis die Überprüfung abgeschlossen ist.

### Reicht ein geheimes Familienkennwort aus, um Deepfake-Voice-Phishing zu verhindern?
Ein geheimes Kennwort ist nur ein Hilfsmittel. Da es durch Messenger-Verläufe oder Familiengespräche bekannt werden kann, sollten Sie selbst bei einer richtigen Antwort auf das Kennwort die bereits gespeicherte Nummer zurückrufen und die Angaben bei einem anderen Familienmitglied gegenprüfen.

### Sind auf dem Bildschirm einer Investment-App angezeigte Gewinne echte Gewinne?
Nicht unbedingt. Von Betrügerorganisationen erstellte gefälschte Apps und Websites können beliebige Gewinne und Kontostände anzeigen. Wenn Sie aufgefordert werden, für eine Auszahlung zusätzlich Steuern, eine Kaution oder Gebühren einzuzahlen, sollten Sie kein weiteres Geld senden und die Transaktion abbrechen.

### An wen sollte ich mich zuerst wenden, wenn ich bereits Geld überwiesen habe?
Kontaktieren Sie unverzüglich den offiziellen Kundenservice der Bank, über die Sie die Überweisung vorgenommen haben, sowie die Polizei unter 112. Melden Sie den Voice-Phishing-Schaden und das Empfängerkonto und beantragen Sie eine Zahlungssperre. Reichen Sie anschließend gemäß den Anweisungen des Finanzunternehmens die Unterlagen für einen Antrag auf Entschädigung ein.

### Ist das Gerät sicher, wenn ich die Schad-App einfach lösche?
Das bloße Löschen des App-Symbols gewährleistet keine Sicherheit. Da Geräteadministratorrechte, Bedienungshilfen-Berechtigungen oder der Kontozugriff bestehen bleiben können, sollten Sie zunächst die Kommunikationsverbindungen trennen und das Gerät anschließend bei einem offiziellen Servicecenter überprüfen lassen. Nachdem Sie Beweise gesichert und Ihre Konten geschützt haben, sollten Sie bei Bedarf das Gerät auf die Werkseinstellungen zurücksetzen.

### Kann ich nach der Meldung von Voice-Phishing mein gesamtes Geld zurückerhalten?
Eine Meldung und eine Zahlungssperre garantieren keine Rückerstattung. Bereits abgehobene oder auf andere Konten transferierte Beträge lassen sich möglicherweise nur schwer zurückholen. Eine schnelle Meldung ist jedoch wichtig, um noch vorhandene Schadensbeträge einzufrieren und das offizielle Entschädigungsverfahren einzuleiten.

## Sources

- [Nationale Polizeibehörde](https://www.police.go.kr/index.do)
- [Finanzaufsichtsbehörde](https://www.fss.or.kr/fss/main/main.do)
- [Finanzverbraucher-Informationsportal FINE](https://fine.fss.or.kr/main/index.jsp)
- [Schutzportal Boho Nara der Korea Internet & Security Agency](https://www.boho.or.kr/)
- [Dienst zur Verhinderung von Identitätsmissbrauch Msafer](https://www.msafer.or.kr/index.do)

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