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title: "10-Minuten-Checkliste für sichere Homecam-Einstellungen"
locale: de
category: how_to
category_name: "Anleitungen"
translation_status: reviewed
license: cc_by
author: "injoys"
source_url: https://injoys.com/en/articles/home-camera-security-settings-checklist
published_at: 2026-09-02T23:18:52+09:00
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# 10-Minuten-Checkliste für sichere Homecam-Einstellungen

> Wenn Sie eine mit dem Internet verbundene Homecam verwenden, prüfen Sie zuerst in der offiziellen Hersteller-App das Passwort, die Zwei-Faktor-Authentifizierung und die Firmware-Updates. Überprüfen Sie anschließend auch die Speichermethode und Verschlüsselung, den Fernzugriff, freigegebene Konten und die Objektivabdeckung, um das Risiko einer Verletzung Ihrer Privatsphäre zu verringern.

## Key Points

- Öffnen Sie die offizielle Hersteller-App und ändern Sie das anfängliche Passwort der Homecam sowie das Passwort des verknüpften Kontos jeweils in ein eigenes, einzigartiges Passwort.
- Aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung für das Homecam-Konto und überprüfen Sie die Wiederherstellungs-E-Mail-Adresse, die Telefonnummer und die Liste der angemeldeten Geräte.
- Aktualisieren Sie die Firmware und die App auf die neueste Version und aktivieren Sie anschließend die automatischen Updates.
- Überprüfen Sie die Speichermethoden Cloud, microSD und NVR sowie die Videoverschlüsselung, den Serverstandort und die Aufbewahrungsdauer.
- Wenn kein externer Zugriff erforderlich ist, deaktivieren Sie den Fernzugriff, unnötige Freigaben und offene Ports und decken Sie das Objektiv ab, wenn die Kamera nicht verwendet wird.

Mit dem Internet verbundene Heimkameras sind nützlich, um Kinder oder Haustiere im Blick zu behalten. Durch gekaperte Konten, veraltete Firmware oder fehlerhafte Freigabeeinstellungen können jedoch Aufnahmen offengelegt werden. Die folgenden Schritte beziehen sich nicht auf Menünamen eines bestimmten Produkts, sondern auf allgemeine Sicherheitspunkte, die bei den meisten Heimkameras überprüft werden sollten.

Alle Personen, die eine internetfähige Heimkamera verwenden, sollten diese Prüfung durchführen. Es gibt keine besondere Frist; empfohlen wird eine Kontrolle unmittelbar nach der Installation sowie erneut nach Bekanntgabe eines Sicherheitsvorfalls. Halten Sie vor Beginn die **offizielle App des Herstellers, die Kontodaten der Heimkamera, die Wiederherstellungs-E-Mail-Adresse oder Telefonnummer und bei Bedarf die Administratorinformationen des Routers** bereit. Einstellungen und Firmware dürfen ausschließlich über die offizielle App oder die offizielle Supportseite des Herstellers heruntergeladen werden, nicht über Links von Verkäufern oder inoffizielle Dateien.

## Heimkamera in 10 Minuten sicher einrichten

Die Menünamen unterscheiden sich je nach Produkt, sind aber normalerweise unter `Konto`, `Sicherheit`, `Geräteeinstellungen`, `Datenschutz`, `Speicher` oder `Firmware` zu finden.

### 1. Voreingestellte und wiederverwendete Passwörter ändern

1. Öffnen Sie die offizielle App des Herstellers oder die lokale Verwaltungsoberfläche der Kamera.
2. Ersetzen Sie das Passwort des Cloud-Kontos durch ein langes Passwort, das Sie bei keinem anderen Dienst verwenden.
3. Falls es separate Passwörter für `Gerät`, `Administrator`, `RTSP`, `ONVIF` oder `NVR-Verbindung` gibt, prüfen Sie alle und ändern Sie die voreingestellten Werte.
4. Verwenden Sie kein gemeinsames Konto, sondern die Einladungsfunktion für einzelne Familienmitglieder.

Wenn dieselbe E-Mail-Adresse und dasselbe Passwort für mehrere IoT-Geräte verwendet werden, können bei anderen Diensten offengelegte Anmeldedaten auch bei der Heimkamera ausprobiert werden. Angreifer können sich mit wiederverwendeten Zugangsdaten anmelden, ohne eine Schwachstelle der Kamera selbst ausnutzen zu müssen.

### 2. Zwei-Faktor-Authentifizierung und Möglichkeiten zur Kontowiederherstellung prüfen

Suchen Sie nach einem Menü wie `Zwei-Faktor-Authentifizierung`, `2FA`, `MFA` oder `Anmeldeauthentifizierung` und aktivieren Sie die Funktion. Wenn eine Authentifizierungs-App unterstützt wird, vergleichen Sie diese Option mit der Authentifizierung per SMS. Bewahren Sie Wiederherstellungscodes an einem sicheren, von der Heimkamera getrennten Ort auf.

Prüfen Sie außerdem folgende Punkte:

- Ob die hinterlegte E-Mail-Adresse und Telefonnummer zur Wiederherstellung aktuell sind
- Ob unbekannte Mobiltelefone oder Browser angemeldet sind
- Ob Benachrichtigungen über Anmeldungen von neuen Geräten aktiviert werden können
- Ob alle bestehenden Sitzungen gleichzeitig abgemeldet werden können

Wenn das Produkt keine Zwei-Faktor-Authentifizierung unterstützt, müssen Sie ein besonders starkes und einzigartiges Passwort verwenden. Falls kein externer Zugriff erforderlich ist, deaktivieren Sie die Fernansicht. Prüfen Sie langfristig, ob Sie das Gerät durch ein Produkt ersetzen sollten, das Zwei-Faktor-Authentifizierung und Sicherheitsupdates unterstützt.

### 3. Firmware und App aktualisieren

Prüfen Sie in der App unter `Geräteinformationen`, `Firmware` oder `Softwareupdate`, ob die neueste Version installiert ist, und aktivieren Sie automatische Updates. Aktualisieren Sie auch die Heimkamera-App auf dem Mobiltelefon über einen offiziellen App-Vertriebskanal.

Wenn der Hersteller das Support-Enddatum veröffentlicht, sollten Sie es notieren. Auch wenn die App weiterhin funktioniert, kann eine Kamera ohne Sicherheitspatches möglicherweise nicht auf neue Schwachstellen reagieren. Installieren Sie keine Firmware-Dateien unbekannter Herkunft manuell, da dies Schadsoftware einschleusen oder das Gerät beschädigen kann.

### 4. Speichermethode, Verschlüsselung und Serverstandort prüfen

Cloud, microSD und NVR unterscheiden sich hinsichtlich Sicherheit und Wiederherstellung. Keine Methode ist automatisch die sicherste; zusätzlich müssen der Kontoschutz und die Verschlüsselung berücksichtigt werden.

| Speichermethode | Wichtigste Vorteile | Wichtigste Risiken | Zu prüfende Punkte |
|---|---|---|---|
| Cloud | Aufnahmen können erhalten bleiben, selbst wenn die Kamera beschädigt oder gestohlen wird | Abhängig von Kontoübernahmen, Dienstausfällen und Aufbewahrungsrichtlinien des Anbieters | Verschlüsselung bei Übertragung und Speicherung, Zwei-Faktor-Authentifizierung, Aufbewahrungsdauer, Löschmethode, Serverland |
| microSD | Aufzeichnungen sind auch bei Internetausfällen möglich und die externe Übertragung kann reduziert werden | Kann zusammen mit der Kamera gestohlen oder entnommen und ausgelesen werden | Kartenverschlüsselung, zyklische Aufzeichnung, Störungsmeldungen, Sicherungsmethode |
| NVR oder NAS | Aufnahmen mehrerer Kameras lassen sich direkt verwalten und Aufbewahrungsrichtlinien leichter festlegen | Bei einer Kompromittierung des NVR-Kontos oder internen Netzwerks können mehrere Aufnahmen gleichzeitig offengelegt werden | Administratorpasswort, Updates, Zugriffsrechte, separates Netzwerk, Sicherungen |

Bei der Verschlüsselung von Aufnahmen sind folgende drei Arten zu unterscheiden:

- **Verschlüsselung bei der Übertragung:** Prüfen Sie, ob die Aufnahmen zwischen Kamera, App und Server verschlüsselt werden.
- **Verschlüsselung gespeicherter Daten:** Prüfen Sie, ob in der Cloud, auf der Karte oder im NVR gespeicherte Dateien verschlüsselt sind.
- **Ende-zu-Ende-Verschlüsselung:** Prüfen Sie, ob die Aufnahmen so geschützt sind, dass Zwischenstellen einschließlich des Dienstanbieters sie nicht entschlüsseln können, und wer die Verschlüsselungsschlüssel verwaltet.

Ein Schlosssymbol in der App garantiert keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Prüfen Sie in der Datenschutzerklärung, der Sicherheitsdokumentation oder den Supportunterlagen des Herstellers jeweils, ob `encryption in transit`, `encryption at rest` und `end-to-end encryption` unterstützt werden.

Ob sich ein Server im Inland oder Ausland befindet, kann sich auf geltendes Recht, Datenübertragungen, Supportanfragen und Löschverfahren auswirken. Das Sicherheitsniveau lässt sich jedoch nicht allein anhand des Serverlandes beurteilen. Prüfen Sie neben dem Serverstandort auch Verschlüsselung, Zugriffskontrollen, Aufbewahrungsdauer und den Umgang mit Aufnahmen nach dem Löschen des Kontos.

### 5. Fernansicht und physische Aufnahmeblockierung

Wenn Sie die Aufnahmen nicht von außerhalb ansehen müssen, deaktivieren Sie in der App Funktionen wie `Fernzugriff`, `Externe Ansicht`, `P2P-Verbindung` oder `Cloud-Zugriff`. Wenn Sie am Router direkt eine Portweiterleitung eingerichtet haben oder UPnP unnötigerweise aktiviert ist, sollten Sie erwägen, die Einstellung zu löschen oder zu deaktivieren. Beachten Sie jedoch, dass das Deaktivieren von UPnP auch die Verbindungsweise von Spielkonsolen oder anderen Smart-Geräten beeinflussen kann.

Wenn Sie die Kamera nicht verwenden, können Sie die Aufnahme selbst mit folgenden Methoden verhindern:

- Schließen Sie die im Produkt integrierte physische Objektivabdeckung.
- Verwenden Sie einen Netzschalter oder eine intelligente Steckdose.
- Installieren Sie die Kamera nicht an Orten mit besonders hohem Schadenspotenzial bei einer Offenlegung, etwa in Schlaf- und Badezimmern oder Umkleidebereichen.
- Decken Sie die Statusanzeige nicht eigenmächtig ab, sondern prüfen Sie in der Anleitung, ob sie tatsächlich mit dem Aufnahmestatus gekoppelt ist.

Eine Objektivabdeckung verhindert Videoaufnahmen, blockiert jedoch weder die Tonaufnahme durch das Mikrofon noch die Netzwerkkommunikation des Geräts. Wenn auch Audioaufnahmen verhindert werden sollen, prüfen Sie, ob das Mikrofon deaktiviert oder die Stromversorgung unterbrochen werden kann.

## Auch Router und Heimnetzwerk überprüfen

Schon Änderungen an den Einstellungen der Heimkamera können das Risiko verringern. Bei unzureichender Routersicherheit ist ein Zugriff jedoch auch über andere Wege möglich.

- Ändern Sie das voreingestellte Administratorpasswort des Routers.
- Aktualisieren Sie die Router-Firmware und aktivieren Sie möglichst automatische Updates.
- Verwenden Sie WPA2- oder WPA3-Verschlüsselung und kein veraltetes WEP.
- Trennen Sie die Heimkamera in ein Gast- oder spezielles IoT-Netzwerk ab, sofern der Router dies unterstützt.
- Deaktivieren Sie die Fernverwaltungsfunktion, über die sich die Administratoroberfläche des Routers aus dem Internet aufrufen lässt, wenn sie nicht benötigt wird.
- Prüfen Sie unbekannte Portweiterleitungsregeln und verbundene Geräte.

Ein separates IoT-Netzwerk hilft, selbst bei einer kompromittierten Heimkamera die Wege zu privaten Computern oder Speichergeräten zu begrenzen. Manche Heimkameras müssen sich für die Ersteinrichtung oder lokale Wiedergabe jedoch im selben lokalen Netzwerk wie das Mobiltelefon befinden. Prüfen Sie daher zuerst die Angaben des Herstellers.

## Familienfreigabe und Audiofunktionen einrichten

Wenn mehrere Personen dasselbe Administratorkonto und Passwort verwenden, lässt sich nur schwer nachvollziehen, wer zugegriffen hat. Zudem kann der Verlust des Geräts einer Person das gesamte Konto gefährden. Laden Sie nach Möglichkeit jeden Benutzer mit einem separaten Konto ein und vergeben Sie nur die erforderlichen Berechtigungen.

- Erteilen Sie Personen, die nur die Live-Ansicht benötigen, keine Administratorrechte.
- Entfernen Sie die Berechtigungen temporärer Benutzer sowie ehemaliger Bewohner oder Betreuungspersonen.
- Deaktivieren Sie Zwei-Wege-Audio, Geräuscherkennung und Gesichtserkennung, wenn diese Funktionen nicht benötigt werden.
- Prüfen Sie, ob sich für Freigabelinks zu Aufnahmen eine Ablaufzeit oder ein Passwort festlegen lässt.
- Verwalten Sie Position und Einsatzbereich der Kamera so, dass Kinder und Besucher über die Aufnahme informiert sind.

## Vorgehen bei Verdacht auf einen Hackerangriff

Ein Punkt, der in bisherigen Hinweisen häufig fehlt, ist das Vorgehen nach dem Erkennen möglicher Anzeichen einer Kompromittierung. Die folgenden Erscheinungen belegen zwar nicht zwangsläufig einen Hackerangriff, sind aber ein Grund für eine sofortige Überprüfung.

- Die Kamera bewegt sich, obwohl sie nicht verwendet wird, oder der Status der Anzeige ändert sich
- Benachrichtigungen über unbekannte Anmeldungen oder Passwortänderungen gehen ein
- Unbekannte freigegebene Benutzer oder verbundene Geräte erscheinen
- Gespeicherte Aufnahmen werden gelöscht oder Einstellungen ändern sich wiederholt
- Aus dem Lautsprecher ist eine unbekannte Stimme zu hören

Gehen Sie bei einem Verdacht in folgender Reihenfolge vor:

1. Trennen Sie die Internetverbindung der Kamera oder unterbrechen Sie die Stromversorgung.
2. Erstellen Sie Bildschirmaufnahmen von Benachrichtigungen, Anmeldeprotokollen, unbekannten Benutzern und Einstellungsseiten.
3. Ändern Sie auf einem vertrauenswürdigen Mobiltelefon oder Computer die Passwörter für das E-Mail-Konto und das Heimkamera-Konto.
4. Beenden Sie alle Anmeldesitzungen, entfernen Sie alle freigegebenen Benutzer und richten Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung erneut ein.
5. Prüfen Sie über den offiziellen Supportkanal des Herstellers Sicherheitshinweise und die neueste Firmware.
6. Bewahren Sie erforderliche Aufzeichnungen auf, setzen Sie das Gerät anschließend auf die Werkseinstellungen zurück und richten Sie es mit neuen Kontodaten erneut ein.
7. Wenn Sie eine Verletzung der Privatsphäre oder eine Straftat vermuten, wenden Sie sich an die örtliche Polizei oder die zuständige Meldestelle für Cyberkriminalität.

Wenn die Möglichkeit besteht, dass Beweise benötigt werden, bewahren Sie Anmeldeprotokolle und Benachrichtigungen auf, bevor Sie das Gerät zurücksetzen. Ein Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen kann die Geräteeinstellungen löschen, stellt jedoch weder bereits in die Cloud kopierte Aufnahmen noch ein gekapertes E-Mail-Konto wieder her.

## Sicherheitskriterien beim Kauf einer neuen Heimkamera

Berücksichtigen Sie bei der Kaufentscheidung neben Preis und Bildqualität auch die Supportstruktur des Produkts.

- Wird bei der Ersteinrichtung die Erstellung eines einzigartigen Passworts verlangt?
- Werden Zwei-Faktor-Authentifizierung und Anmeldebenachrichtigungen unterstützt?
- Werden automatische Sicherheitsupdates und ein Support-Enddatum angeboten?
- Kann das Gerät ohne Cloud ausschließlich mit lokalem Speicher verwendet werden?
- Werden die Methoden zur Verschlüsselung bei Übertragung und Speicherung klar erläutert?
- Werden das Land des Videoservers, die Aufbewahrungsdauer und das Verfahren zur Kontolöschung offengelegt?
- Gibt es eine physische Objektivabdeckung und eine Funktion zum Deaktivieren des Mikrofons?
- Gibt es eine Meldestelle für Sicherheitslücken und eine offizielle Supportseite?

Wenn Sie die Kamera gebraucht verkaufen oder entsorgen, trennen Sie das Gerät in der App vom Konto, löschen Sie die Cloud-Aufnahmen und setzen Sie es anschließend auf die Werkseinstellungen zurück. Entfernen Sie auch die microSD-Karte und löschen Sie sie sicher oder bewahren Sie sie selbst auf.

## FAQ

### Kann man Hackerangriffe verhindern, indem man nur das Passwort der Heimkamera ändert?
Das Ändern des Passworts ist eine grundlegende Maßnahme, reicht aber nicht aus. Verwenden Sie zusätzlich ein individuelles Passwort und eine Zwei-Faktor-Authentifizierung und überprüfen Sie auch Firmware-Updates, angemeldete Geräte, freigegebene Benutzer, den Fernzugriff sowie die Speicherverschlüsselung.

### Warum ist es riskant, für die Heimkamera und andere IoT-Geräte dasselbe Passwort zu verwenden?
Weil bei anderen Diensten offengelegte E-Mail-Adressen und Passwörter automatisiert ausprobiert werden können. Werden die Daten eines Geräts offengelegt, können die Heimkamera und andere Smart-Geräte, die dieselben Anmeldedaten verwenden, nacheinander kompromittiert werden.

### Was sollte man bei einer Heimkamera tun, die keine Zwei-Faktor-Authentifizierung unterstützt?
Legen Sie ein langes Passwort fest, das Sie nirgendwo sonst verwenden, und deaktivieren Sie den Fernzugriff, wenn Sie keine externe Anzeige benötigen. Prüfen Sie auch, ob der Hersteller Sicherheitsupdates bereitstellt. Wenn Sie die Kamera in einem sensiblen Bereich verwenden, können Sie einen Austausch gegen ein Produkt erwägen, das Zwei-Faktor-Authentifizierung unterstützt.

### Was ist sicherer: Cloud- oder microSD-Speicherung?
Keine der beiden Methoden ist immer sicherer. Bei der Cloud lassen sich Aufnahmen auch nach dem Diebstahl des Geräts leichter wiederherstellen, sie ist jedoch von der Gefahr einer Kontoübernahme und den Aufbewahrungsrichtlinien des Anbieters betroffen. Mit microSD lässt sich die externe Übertragung reduzieren, doch wenn die Karte entfernt oder die Kamera mitgenommen wird, können Aufnahmen offengelegt werden oder verloren gehen. Daher sollten Sie prüfen, ob die Karte verschlüsselt wird und ob Sicherungskopien vorhanden sind.

### Ist eine Heimkamera sicher, wenn sie Server im Inland nutzt?
Die Sicherheit lässt sich nicht allein anhand des Serverstandorts beurteilen. Der Standort im In- oder Ausland kann sich auf die geltenden Gesetze und die Verfahren zur Datenübertragung und -löschung auswirken. Für die tatsächliche Sicherheit müssen jedoch auch die Verschlüsselung bei Übertragung und Speicherung, die Zugriffskontrolle, die Zwei-Faktor-Authentifizierung, die Aufbewahrungsdauer und die Update-Richtlinien berücksichtigt werden.

### Bedeutet ein Schlosssymbol in der App, dass die Aufnahmen Ende-zu-Ende-verschlüsselt sind?
Nicht unbedingt. Das Schlosssymbol kann lediglich bedeuten, dass die Übertragung zwischen der App und dem Server verschlüsselt ist. Prüfen Sie in der Dokumentation des Herstellers, ob Speicherverschlüsselung und Ende-zu-Ende-Verschlüsselung jeweils unterstützt werden und wer die Verschlüsselungsschlüssel verwaltet.

### Kann man die Aufnahmen zu Hause ansehen, wenn man die Fernanzeige deaktiviert?
Wenn das Produkt eine lokale Anzeige unterstützt, können Sie die Aufnahmen innerhalb desselben Heimnetzwerks ansehen. Manche Produkte sind jedoch bei jeder Wiedergabe auf die Cloud angewiesen. Prüfen Sie vor dem Deaktivieren des Fernzugriffs in der Anleitung des Herstellers, ob die Funktionen zur lokalen Anzeige und Aufzeichnung erhalten bleiben.

### Reicht es zum Schutz der Privatsphäre aus, nur die Objektivabdeckung zu schließen?
Eine Objektivabdeckung verhindert wirksam und physisch Videoaufnahmen, schaltet jedoch weder das Mikrofon noch die Netzwerkkommunikation ab. Wenn Sie auch Audioaufnahmen verhindern möchten, müssen Sie die Funktion zum Deaktivieren des Mikrofons verwenden oder die Stromversorgung des Geräts unterbrechen.

### Sollte man eine Heimkamera sofort auf die Werkseinstellungen zurücksetzen, wenn man glaubt, dass sie gehackt wurde?
Es empfiehlt sich, zuerst die Internetverbindung zu trennen und die Anmeldeprotokolle, Benachrichtigungen und unbekannten Konten per Screenshot zu sichern. Nachdem Sie die erforderlichen Beweise gesichert haben, ändern Sie auf einem sicheren Gerät das Kontopasswort, beenden Sie alle Sitzungen und setzen Sie das Gerät nach der Installation der offiziellen Firmware zurück.

### Was sollte man löschen, bevor man eine gebrauchte Heimkamera verkauft?
Trennen Sie die Verknüpfung des Geräts mit dem Herstellerkonto, löschen Sie die Cloud-Aufnahmen und freigegebenen Benutzer und setzen Sie das Gerät anschließend auf die Werkseinstellungen zurück. Entfernen Sie die microSD-Karte und löschen Sie sie sicher oder bewahren Sie sie selbst auf. Geben Sie dem Käufer keine bestehenden Kontoinformationen weiter.

## Sources

- [Federal Trade Commission — So sichern Sie Ihre Heimüberwachungskameras](https://consumer.ftc.gov/articles/how-secure-your-home-security-cameras)
- [CISA Secure Our World — Verwenden Sie starke Passwörter](https://www.cisa.gov/secure-our-world/use-strong-passwords)
- [CISA Secure Our World — Aktivieren Sie MFA](https://www.cisa.gov/secure-our-world/turn-mfa)
- [CISA Secure Our World — Aktualisieren Sie Software](https://www.cisa.gov/secure-our-world/update-software)
- [OWASP-Projekt zum Internet der Dinge](https://owasp.org/www-project-internet-of-things/)

## Images

![Frau richtet eine Heimkamera ein und hält ein Smartphone, im Hintergrund steht ein WLAN-Router](https://injoys.com/rails/active_storage/blobs/proxy/eyJfcmFpbHMiOnsiZGF0YSI6MTQyNzIsInB1ciI6ImJsb2JfaWQifX0=--1df502c01592e2ce0a8b6237a243225ed5d7c462/ai-f8fb446a.webp)
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