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title: "Warum man bei Nierenproblemen zuerst Doenjang-Suppe und Süßgetränke reduzieren sollte"
locale: de
category: knowledge_base
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translation_status: reviewed
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author: "injoys"
source_url: https://injoys.com/en/articles/ckd-doenjang-soup-sugary-drinks-diet-guide
published_at: 2026-08-16T21:57:31+09:00
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# Warum man bei Nierenproblemen zuerst Doenjang-Suppe und Süßgetränke reduzieren sollte

> Weniger Doenjang-Suppe und Süßgetränke kann erheblich dazu beitragen, die Aufnahme von Natrium und zugesetztem Zucker zu senken. Dies allein reicht jedoch nicht für die Ernährung aller Menschen mit chronischer Nierenerkrankung aus, da je nach Stadium, Untersuchungsergebnissen, eingenommenen Medikamenten und Dialysestatus unterschiedliche Anpassungen nötig sind.

## Key Points

- Bei chronischer Nierenerkrankung geht es nicht darum, Salz und Zucker vollständig wegzulassen, sondern übermäßigen Konsum zu reduzieren und zugleich den Ernährungszustand zu erhalten.
- Weniger Doenjang-Suppe, Eintöpfe, gesalzene Meeresfrüchte und eingelegtes Gemüse können bei einer koreanischen Ernährung helfen, die Natriumaufnahme zu senken.
- Wer Süßgetränke wie Limonaden, gesüßten Kaffee und süßen Tee durch Wasser oder ungesüßte Getränke ersetzt, kann die Aufnahme von zugesetztem Zucker wirksam reduzieren.
- Ob es ausreicht, auf Doenjang-Suppe und Süßgetränke zu verzichten, hängt von Blutdruck, Blutzucker, Ödemen, Kalium- und Phosphorwerten, Ernährungszustand und Dialysestatus ab.
- Kalium, Phosphor, Eiweiß und Flüssigkeit sollten nicht von allen Betroffenen gleichermaßen eingeschränkt, sondern entsprechend den Untersuchungsergebnissen und Verordnungen des medizinischen Fachpersonals angepasst werden.

Wenn man erfährt, dass die Nieren nicht gut funktionieren, denkt man leicht, man müsse Salz, Zucker und Eiweiß vollständig meiden. Entscheidend für die tatsächliche Behandlung ist jedoch nicht, alle Lebensmittel zu verbieten, sondern **zunächst die Ernährungsgewohnheiten mit den größten Auswirkungen zu ändern und nur die notwendigen Bestandteile entsprechend den Untersuchungsergebnissen anzupassen**.

Weniger Doenjang-Suppe oder Eintopf zu essen und auf süße Getränke zu verzichten, ist ein leicht umsetzbarer und wirksamer Ausgangspunkt. Da sich Stadien und Ursachen einer chronischen Nierenerkrankung jedoch unterscheiden, darf man nicht davon ausgehen, dass diese beiden Veränderungen für jeden ausreichen.

## Irrtum und Wahrheit: Muss man vollständig auf Salz und Zucker verzichten?

**Irrtum:** Bei einer Nierenerkrankung muss man vollständig auf Salz und Zucker verzichten.

**Wahrheit:** Im Allgemeinen besteht das Ziel darin, übermäßigen Konsum zu reduzieren, statt etwas vollständig zu verbieten. Wenn man zunächst Dinge ändert, von denen man leicht wiederholt große Mengen konsumiert, etwa Suppengerichte und gezuckerte Getränke, lässt sich der Aufwand verringern, jede Mahlzeit vollständig berechnen zu müssen.

| Kategorie | Zu vermeidende extreme Auslegung | Realistische Grundsätze |
|---|---|---|
| Salz | Überhaupt kein Salz essen | Suppen, Eintöpfe, eingelegte Lebensmittel und verarbeitete Lebensmittel reduzieren und die tägliche Gesamtaufnahme kontrollieren |
| Zucker | Obst und Kohlenhydrate vollständig verbieten | Zunächst Getränke und Snacks mit viel zugesetztem Zucker reduzieren und bei Diabetes den Blutzuckerplan befolgen |
| Eiweiß | Fleisch, Fisch und Hülsenfrüchte grundsätzlich vollständig meiden | Eine dem Stadium, Körpergewicht, Ernährungszustand und Dialysestatus angemessene Menge aufnehmen |
| Kalium und Phosphor | Unmittelbar nach der Diagnose einer Nierenerkrankung beides vollständig einschränken | Blutwerte, Medikamente und Dialysestatus prüfen und nur bei Bedarf anpassen |

Eine salzfreie Ernährung oder eine übermäßige Eiweißbeschränkung kann zu einer geringeren Nahrungsaufnahme und Mangelernährung führen. Besonders ältere Menschen, Personen mit Gewichtsverlust und Dialysepatienten sollten ihre Ernährung nicht eigenmächtig einschränken.

## Was verändert sich, wenn man weniger Doenjang-Suppe isst?

Doenjang selbst ist kein verbotenes Lebensmittel. Das Problem besteht darin, dass Doenjang-Suppe und Doenjang-Eintopf neben Doenjang zusätzlich Salz, Sojasauce und Würzmittel enthalten können und der Natriumkonsum leicht steigt, wenn man jeweils eine ganze Schüssel Brühe trinkt. Der tatsächliche Natriumgehalt eines Gerichts variiert je nach Zubereitung und verzehrter Menge erheblich.

Ein übermäßiger Natriumkonsum kann dazu führen, dass der Körper mehr Wasser zurückhält, wodurch sich Bluthochdruck oder Ödeme verschlimmern können. Bei Patienten mit chronischer Nierenerkrankung ist die Blutdruckkontrolle ein wichtiger Bestandteil, um sowohl den Rückgang der Nierenfunktion als auch kardiovaskuläre Risiken zu kontrollieren.

Die KDIGO-Leitlinie 2024 zur Behandlung chronischer Nierenerkrankungen empfiehlt im Allgemeinen eine tägliche Natriumaufnahme von weniger als 2 g, was umgerechnet weniger als etwa 5 g Salz entspricht. Gemeint ist damit nicht nur das beim Kochen zugesetzte Salz, sondern die Gesamtmenge an Natrium aus Doenjang, Sojasauce, verarbeiteten Lebensmitteln und anderen Quellen. Es gibt jedoch Ausnahmen, bei denen dieser Richtwert nicht unverändert angewendet werden darf, etwa Nierenerkrankungen mit Natriumverlust.

### Praktische Möglichkeiten zur Umstellung von Suppengerichten

- Wer zu jeder Mahlzeit Doenjang-Suppe oder Eintopf isst, sollte zunächst die Häufigkeit reduzieren.
- Vor allem die festen Bestandteile essen und die Brühe übrig lassen.
- Doenjang und Sojasauce abmessen und nicht zusätzlich mehrfach Salz oder Würzmittel hinzufügen.
- Den Geschmack mit Frühlingszwiebeln, Knoblauch, Pfeffer, Essig oder Zitronensaft ergänzen.
- Andere natriumreiche Lebensmittel wie gesalzene Meeresfrüchte, eingelegtes Gemüse, Instantnudeln, Schinken oder Instantsuppen nicht in derselben Mahlzeit kombinieren.
- Bei verpackten Lebensmitteln sowohl den Natriumgehalt in den Nährwertangaben als auch die Portionsgröße prüfen.

Natriumreduziertes Salz oder Kaliumsalz kann weniger Natrium als gewöhnliches Salz enthalten, viele Produkte enthalten jedoch Kalium. Bei erhöhtem Kaliumspiegel im Blut oder bei Einnahme von Medikamenten, die den Kaliumspiegel erhöhen können, ist es sicherer, es nicht ohne Rücksprache mit dem medizinischen Fachpersonal als Ersatz zu verwenden.

## Warum der Verzicht auf süße Getränke wirksam ist

Kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke, Getränke mit Fruchtgeschmack, gezuckerter Kaffee, süßer Tee und Energy-Drinks können im Verhältnis dazu, wie schnell sie getrunken werden, viel zugesetzten Zucker enthalten. Da Zucker in flüssiger Form leicht gewohnheitsmäßig und wiederholt konsumiert wird, kann eine Reduzierung die Aufnahme von zugesetztem Zucker und Kalorien senken, ohne dass der gesamte Speiseplan geändert werden muss.

Die Reduzierung süßer Getränke ist besonders für Menschen mit Diabetes, Adipositas oder metabolischen Risiken wichtig. Diabetes und Bluthochdruck gehören zu den wichtigsten Ursachen und Verschlechterungsfaktoren chronischer Nierenerkrankungen. Einige Cola- und verarbeitete Getränke können Phosphatzusätze enthalten. Patienten, die ihren Phosphorwert im Blut kontrollieren müssen, sollten daher auch die Zutatenliste prüfen.

### Wodurch kann man sie ersetzen?

- Wasser oder ungesüßte Getränke in dem vom medizinischen Fachpersonal erlaubten Umfang
- Tee ohne Zucker oder Sirup
- Kaffee ohne Sirup statt gezuckertem Kaffee
- Eine festgelegte Menge frisches Obst statt Getränken mit Fruchtgeschmack

Auch Fruchtsaft darf nicht allein deshalb unbegrenzt getrunken werden, weil er zu 100 % aus Fruchtsaft besteht. Zucker und Kalium können konzentriert vorliegen, und die konsumierte Menge kann schnell steigen. Auch bei zuckerfreien Getränken unterscheiden sich Natriumgehalt, Phosphatzusätze und Koffeingehalt je nach Produkt, sodass die Kennzeichnung geprüft werden muss.

## Für wen zwei Veränderungen ausreichen können – und für wen nicht

Wenn Doenjang-Suppe und süße Getränke bisher die wichtigsten Quellen für Natrium und zugesetzten Zucker waren, kann bereits die Änderung dieser beiden Gewohnheiten die Aufnahme erheblich reduzieren. Die Wirkung hängt jedoch von der bisherigen Ernährung ab, sodass nicht garantiert werden kann, dass alle Patienten ihre Zielwerte erreichen.

In den folgenden Fällen ist eine zusätzliche individuelle Betreuung wahrscheinlich erforderlich:

- Wenn der Blutdruck dauerhaft erhöht ist oder Ödeme an Beinen oder Gesicht stärker werden
- Wenn Diabetes besteht oder der Blutzucker schlecht eingestellt ist
- Wenn die Kalium- oder Phosphorwerte im Blut außerhalb des Normbereichs liegen
- Wenn die Urinmenge abgenommen hat oder eine Flüssigkeitsbeschränkung verordnet wurde
- Wenn eine Dialyse durchgeführt oder vorbereitet wird
- Wenn Körpergewicht und Muskelmasse abnehmen oder der Appetit nachlässt
- Wenn gleichzeitig Erkrankungen wie Herzinsuffizienz oder Lebererkrankungen bestehen, die den Flüssigkeitshaushalt beeinflussen

Eine chronische Nierenerkrankung kann im Frühstadium ohne deutliche Symptome verlaufen. Für die Festlegung der weiteren Behandlung sind Untersuchungsergebnisse wie die geschätzte glomeruläre Filtrationsrate, Albumin im Urin, Blutdruck, Blutzucker, Kalium und Phosphor wichtiger als die Frage, ob man sich körperlich gut fühlt.

## Eiweiß, Kalium, Phosphor und Flüssigkeit müssen separat beurteilt werden

### Eiweiß

KDIGO empfiehlt Erwachsenen mit chronischer Nierenerkrankung der Stadien 3 bis 5, die nicht dialysiert werden, im Allgemeinen eine tägliche Eiweißaufnahme von etwa 0,8 g pro 1 kg Körpergewicht beizubehalten und eine eiweißreiche Ernährung mit mehr als 1,3 g/kg zu vermeiden. Für Kinder im Wachstum, Schwangere sowie gebrechliche oder mangelernährte Menschen ist jedoch ein anderer Ansatz erforderlich. Bei Dialysepatienten kann sich die notwendige Aufnahmemenge wegen des Eiweißverlusts sogar erhöhen.

### Kalium

Kaliumreiche Lebensmittel wie Bananen, Tomaten, Kartoffeln und Hülsenfrüchte müssen nicht unmittelbar nach der Diagnose vollständig gemieden werden. Der Kaliumspiegel im Blut wird nicht nur von der Nierenfunktion, sondern auch von Medikamenten, Verstopfung, Blutzucker und dem Säure-Basen-Haushalt beeinflusst. Wird bei einer Untersuchung eine Hyperkaliämie festgestellt, müssen Lebensmittelauswahl, Zubereitung und Menge individuell angepasst werden.

### Phosphor

Bei erhöhtem Phosphorwert im Blut können zunächst verarbeitetes Fleisch sowie Getränke und verarbeitete Lebensmittel mit Phosphatzusätzen überprüft werden. Phosphor in Form von Lebensmittelzusätzen wird vergleichsweise gut aufgenommen. Daher ist es hilfreich, die Zutatenliste auf Angaben wie Phosphorsäure oder phosphate zu prüfen. Eine übermäßige Einschränkung auch natürlicher Lebensmittel kann zu einer unzureichenden Aufnahme von Eiweiß und Energie führen.

### Flüssigkeit

Allein aufgrund einer chronischen Nierenerkrankung sollte man weder grundsätzlich viel Wasser trinken noch die Flüssigkeitszufuhr einschränken. Der Flüssigkeitsbedarf hängt von der Urinmenge, Ödemen, dem Zustand des Herzens und dem Dialysestatus ab. Wenn eine Flüssigkeitsbeschränkung verordnet wurde, können auch Suppen, Getränke, Eis und andere Lebensmittel, die bei Raumtemperatur flüssig werden, zur Gesamtmenge zählen.

## Eine zweiwöchige Überprüfung vor komplizierten Ernährungsberechnungen

Statt mit einem strengen Ernährungsplan zu beginnen, lassen sich die Prioritäten für Veränderungen leichter festlegen, wenn man zunächst die üblichen Konsummuster überprüft.

1. Eine Woche lang notieren, wie oft Suppen, Eintöpfe, gesalzene Meeresfrüchte und eingelegtes Gemüse gegessen wurden.
2. Im selben Zeitraum Art und Menge süßer Getränke wie kohlensäurehaltiger Erfrischungsgetränke, gezuckerten Kaffees und Säfte notieren.
3. In der folgenden Woche Häufigkeit und Menge des Suppenkonsums etwa halbieren und süße Getränke durch ungesüßte Getränke ersetzen.
4. Körpergewicht und Blutdruck unter denselben Bedingungen wie üblich notieren, verordnete Medikamente jedoch nicht eigenmächtig ändern.
5. Beim Arzttermin die Aufzeichnungen und Fotos der Lebensmitteletiketten vorlegen und anhand der Blut- und Urinuntersuchungen das nächste Ziel festlegen.

Wenn das Körpergewicht plötzlich zunimmt oder Ödeme und Atemnot auftreten, sollte man sich an eine medizinische Einrichtung wenden, statt das Ernährungsexperiment fortzusetzen. Schwere Atemnot, Brustschmerzen, Bewusstseinsveränderungen, starke Muskelschwäche oder ein unregelmäßiger Herzschlag können eine Notfalluntersuchung erfordern.

## Zentrale Schlussfolgerung

Doenjang-Suppe und süße Getränke zu meiden, ist eine gute Möglichkeit, den Einstieg in die komplexe Ernährung bei chronischer Nierenerkrankung zu vereinfachen. Besonders Menschen, die häufig Suppen und gezuckerte Getränke konsumiert haben, können ihre Aufnahme von Natrium und zugesetztem Zucker deutlich reduzieren.

Diese beiden Gewohnheitsänderungen ersetzen jedoch nicht sämtliche Ernährungsmaßnahmen. Eiweiß, Elektrolyte und Flüssigkeit müssen anhand von Blutdruck, Blutzucker, Nierenfunktion, Eiweiß im Urin, Kalium- und Phosphorwerten, Ernährungszustand und Dialysestatus individuell angepasst werden. Der sicherste Grundsatz lautet: **Zunächst große Gewohnheiten auf einfache Weise ändern, den Umfang der Einschränkungen jedoch anhand der Untersuchungsergebnisse festlegen**.

## FAQ

### Muss man bei eingeschränkter Nierenfunktion vollständig auf Doenjang-Suppe verzichten?
Man muss nicht unbedingt vollständig darauf verzichten. Da Doenjang-Suppen und Eintöpfe je nach Zubereitungsart und verzehrter Brühenmenge jedoch viel Natrium enthalten können, ist es sinnvoll, Häufigkeit und Menge zu reduzieren und vorwiegend die festen Bestandteile zu essen.

### Reicht es für die Ernährung bei chronischer Nierenkrankheit aus, nur auf Doenjang-Suppe und zuckerhaltige Getränke zu verzichten?
Wenn diese beiden Lebensmittel bisher die Hauptquellen für Natrium und zugesetzten Zucker waren, kann das sehr hilfreich sein, reicht jedoch nicht für alle Patienten aus. Je nach Blutdruck, Blutzucker, Ödemen, Kalium- und Phosphatwerten, Ernährungszustand und Dialysestatus sind weitere Anpassungen erforderlich.

### Wie viel Salz sollten Patienten mit chronischer Nierenkrankheit pro Tag zu sich nehmen?
Die KDIGO-Leitlinie von 2024 empfiehlt im Allgemeinen weniger als 2 g Natrium pro Tag, was etwa 5 g Salz entspricht. Gemeint ist die Gesamtmenge einschließlich des Natriums in Doenjang, Sojasauce und verarbeiteten Lebensmitteln, nicht nur das am Tisch hinzugefügte Salz. Da es bei Erkrankungen mit Natriumverlust und Ähnlichem Ausnahmen gibt, sollte die individuelle ärztliche Vorgabe Vorrang haben.

### Kann man statt Zucker Fruchtsaft trinken?
Auch mit 100 % Fruchtgehalt kann man durch Fruchtsaft innerhalb kurzer Zeit viel Zucker und Kalium aufnehmen. Wenn der Blutzucker oder Kaliumspiegel kontrolliert werden muss, kann eine festgelegte Menge frischen Obstes besser sein als Saft. Die individuell zulässige Menge sollte mit dem medizinischen Fachpersonal abgeklärt werden.

### Ist natriumarmes Salz für Patienten mit chronischer Nierenkrankheit sicher?
Viele natriumarme Salzprodukte enthalten Kaliumchlorid. Da dies für Personen mit erhöhtem Kaliumspiegel im Blut oder bei Einnahme von Medikamenten, die den Kaliumspiegel erhöhen können, gefährlich sein kann, sollte es sicherheitshalber nicht ohne Rücksprache mit dem medizinischen Fachpersonal anstelle von gewöhnlichem Salz verwendet werden.

### Muss man bei eingeschränkter Nierenfunktion vollständig auf Bananen und Tomaten verzichten?
Nicht alle Patienten mit chronischer Nierenkrankheit müssen kaliumhaltige Lebensmittel pauschal einschränken. Erst nach gemeinsamer Prüfung des Kaliumspiegels im Blut, der Medikamente, einer möglichen Verstopfung, des Blutzuckers und der Nierenfunktion sollten Art und Verzehrmenge nur bei Bedarf angepasst werden.

### Ist es bei chronischer Nierenkrankheit gut, viel Wasser zu trinken?
Eine geschädigte Nierenfunktion erholt sich nicht dadurch, dass man viel Wasser trinkt. Die benötigte Flüssigkeitsmenge hängt von der Urinmenge, Ödemen, dem Zustand des Herzens und dem Dialysestatus ab. Daher sollte man sie nicht eigenmächtig erhöhen oder einschränken.

### Sollten Patienten mit einer Nierenkrankheit kein Eiweiß zu sich nehmen?
Ein vollständiger Verzicht auf Eiweiß kann zu Muskelabbau und Mangelernährung führen. Der Bedarf unterscheidet sich bei Patienten mit chronischer Nierenkrankheit vor Beginn einer Dialyse und bei Patienten, die dialysiert werden, und sollte an Körpergewicht, Krankheitsstadium und Ernährungszustand angepasst werden.

## Sources

- [KDIGO 2024 Leitlinie für die klinische Praxis zur Beurteilung und Behandlung chronischer Nierenerkrankungen](https://kdigo.org/wp-content/uploads/2024/03/KDIGO-2024-CKD-Guideline.pdf)
- [World Health Organization: Salzreduktion](https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/salt-reduction)
- [NIDDK: Gesunde Ernährung für Erwachsene mit chronischer Nierenerkrankung](https://www.niddk.nih.gov/health-information/kidney-disease/chronic-kidney-disease-ckd/eating-nutrition)

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