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title: "Kim Man-deok: Hungerhilfe auf Jeju 1795 und ihre Bedeutung"
locale: de
category: case_study
category_name: "Fallstudie"
translation_status: reviewed
license: cc_by
author: "injoys"
source_url: https://injoys.com/en/articles/kim-mandeok-1795-jeju-famine-relief-records
published_at: 2026-09-29T17:18:33+09:00
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# Kim Man-deok: Hungerhilfe auf Jeju 1795 und ihre Bedeutung

> Kim Man-deok setzte während der Hungersnot auf Jeju ihr Vermögen ein, um den Bewohnern zu helfen. Der Beitrag unterscheidet zwischen den Zahlen zur staatlichen Nothilfe im Jeongjo Sillok und ihren persönlichen Verdiensten. Er erläutert außerdem die Erlaubnis zur Reise in die Hauptstadt und zum Besuch des Geumgangsan sowie Fragen zur Deutung ihres Lebens.

## Key Points

- Die im Bericht von 1795 über den Abschluss der Nothilfe auf Jeju genannten Zahlen zu Menschen und Getreide sind keine Bilanz von Kim Man-deoks persönlichen Hilfsleistungen.
- Im Jeongjo Sillok ist für 1796 festgehalten, dass der Präfekt von Jeju über Kim Man-deoks Verdienste bei der Nothilfe berichtete.
- Jeongjo erlaubte Kim Man-deok, in die Hauptstadt zu reisen und den Geumgangsan zu besuchen. Er wies die Ortschaften entlang ihrer Reiseroute an, sie mit Lebensmitteln zu versorgen.
- Der Bericht über den Abschluss der Nothilfe dokumentiert auch die Rückzahlungslast nach der Lebensmittelhilfe und die Frage eines Schuldenerlasses.
- Wie Kim Man-deok ihr Vermögen aufbaute und wie sich ihr sozialer Status veränderte, sind Forschungsfragen, die getrennt von ihrer Hilfstätigkeit untersucht werden müssen.

김만덕 setzte während der Hungersnot auf 제주 1795 ihr Vermögen ein, um Menschen in Not zu helfen. Sie kaufte auf dem Festland Getreide und unterstützte damit hungernde Bewohner. Ihre Verdienste sind im 『정조실록』 festgehalten und werden bis heute in Erinnerung behalten.

Dieser Artikel wurde im September 2026 anhand des 『정조실록』 der 국사편찬위원회 überprüft.

## 김만덕s Leben und die Chronologie ihrer Nothilfe

김만덕 wurde 1739 geboren und starb 1812. Sie stammte aus 제주. Die 『한국민족문화대백과사전』 beschreibt sie als Händlerin der späten Joseon-Zeit. Sie berichtet auch, dass sie früh ihre Eltern verlor und eine Zeit lang als Kurtisane lebte. Wie sie ihr Vermögen erwarb und wie sich ihr gesellschaftlicher Stand veränderte, ist in der Forschung allerdings umstritten.

Die Monats- und Tagesangaben der folgenden Chronikeinträge sind die dort verzeichneten Daten nach dem Mondkalender. Das Datum eines Eintrags ist vom Zeitpunkt der tatsächlichen Ereignisse zu unterscheiden. Insbesondere bezeichnet der Eintrag von 1796 nicht den Beginn der Nothilfe.

| Jahr oder Datum | Ereignis und Inhalt der Aufzeichnung | Quelle |
| --- | --- | --- |
| 1739 | Geburt auf 제주 | 한국민족문화대백과사전, „김만덕“ |
| 1794 | Ernteschäden durch Wind und Meerwasser auf 제주 | 한국민족문화대백과사전, „김만덕“ |
| 1795 | Beschaffung von Getreide auf dem Festland mit eigenem Vermögen und Hilfe für die Bewohner | 한국민족문화대백과사전, „김만덕“ |
| 1795, 11. Tag des 5. Mondmonats | Bericht über den Abschluss der Nothilfe in der Region 제주 in der Chronik verzeichnet | 정조실록, Band 42 |
| 1796, 25. Tag des 11. Mondmonats | 만덕s Verdienste und die Erlaubnis zur Reise in die Hauptstadt und zu einem Ausflug in der Chronik verzeichnet | 정조실록, Band 45 |
| 1797 | Rückkehr nach 제주 nach einem Ausflug zum 금강산 | 한국민족문화대백과사전, „김만덕“ |
| 1812 | Tod | 한국민족문화대백과사전, „김만덕“ |

Die Lebensdaten und der Verlauf der Reise folgen der [한국민족문화대백과사전, „김만덕“](https://encykorea.aks.ac.kr/Article/E0076304).

## Hintergründe der Hungersnot auf 제주

Die Schwierigkeiten auf 제주 ergaben sich aus dem Zusammenwirken von Ernteschäden und den Risiken des Seetransports. Die Enzyklopädie nennt die Missernten, die seit 1790 anhielten, als Hintergrund. Für 1794 hält sie erhebliche Schäden durch Wind und Meerwasser fest.

Selbst wenn Getreide auf dem Festland beschafft war, musste es noch nach 제주 transportiert werden. Die Enzyklopädie erwähnt auch den Schiffbruch eines mit Getreide für die Nothilfe beladenen Schiffs. Das zeigt, dass die Beschaffung von Nahrungsmitteln und ihr tatsächliches Eintreffen zwei verschiedene Probleme waren.

Bei der damals durchgeführten Nothilfe erhielten hungernde Menschen Getreide und andere Unterstützung. Auch der weitere Begriff der Hilfe für Menschen in Not wird in diesem Zusammenhang verwendet. In diesem Fall lassen sich staatliche Maßnahmen und private Unterstützung unterscheiden. Das bedeutet nicht, dass die beiden Begriffe stets jeweils dem Staat oder Privatpersonen zuzuordnen sind.

## Welchen Umfang hatte die staatliche Nothilfe?

Der Eintrag vom 11. Tag des 5. Mondmonats 1795 berichtet über den Abschluss der Nothilfe in der Region 제주. Laut der Aufzeichnung begann die Maßnahme im 1. Mondmonat desselben Jahres. Sie betraf die damaligen Bezirke 제주, 대정 und 정의.

| Punkt | Angaben in der Chronik | Bei der Auslegung zu beachten |
| --- | --- | --- |
| Dauer der Nothilfe | Vom 1. Mondmonat 1795 bis zum Bericht über ihren Abschluss | Nicht die Dauer von 김만덕s persönlichem Einsatz |
| Erfasste Empfänger der Nothilfe | In der koreanischen Übersetzung als 725,329 Personen angegeben | Ob es sich um die tatsächliche Zahl unterschiedlicher Personen ohne Mehrfachzählungen handelt, lässt sich aus diesem Eintrag allein nicht feststellen |
| Verwendetes Getreide | In der koreanischen Übersetzung als 25,905 Seok angegeben | Weder die Spendenmenge von 김만덕 noch eine Menge, die ausschließlich Reis umfasst |
| Berichterstatter | Der Präfekt von 제주, 이우현 | Bericht des örtlichen Verwaltungsverantwortlichen an den Hof |

Bei der Personenzahl muss auch die Art der Zählung geprüft werden. Sie lässt sich nicht ohne Weiteres als damalige Einwohnerzahl von 제주 oder als Zahl unterschiedlicher Hilfeempfänger auffassen. Seok ist zudem eine Maßeinheit für das Volumen von Getreide. Ohne gesonderte Grundlage darf die Angabe nicht in heutige Kilogramm umgerechnet werden.

Der Eintrag verzeichnet auch Getreidegaben von Personen aus anderen Regionen. 고한록 steuerte 300 Seok bei. 홍삼필 und 양성범 gaben jeweils 100 Seok. Diese Passage zeigt, dass staatliche Unterstützung und Beiträge Einzelner zusammenkamen.

Die Zahlen und der Bericht stehen im [Eintrag des 『정조실록』 vom 11. Tag des 5. Mondmonats im 19. Regierungsjahr von 정조](https://sillok.history.go.kr/id/kva_11905011_001).

## Der Wendepunkt: Einsatz privaten Vermögens für die Nothilfe

김만덕s Hilfe bestand darin, ihr eigenes Vermögen zur Unterstützung der Bewohner einzusetzen. Laut der Enzyklopädie kaufte sie Getreide auf dem Festland. Sie berichtet auch, dass sie Getreide für die Nothilfe an die örtliche Behörde lieferte.

In den amtlichen Aufzeichnungen ist der Bericht des Präfekten von 제주 entscheidend. Das 『정조실록』 hält fest, dass 만덕 mit ihrem Vermögen Bewohner rettete. Das bedeutet, dass ihre persönliche Tätigkeit den Hof dazu veranlasste, eine Auszeichnung zu prüfen.

Der Eintrag nennt allerdings weder den Wert ihrer Spende noch die Zahl der Hilfeempfänger. Auch wie viel von ihrem Vermögen sie gab, wird nicht beziffert. Daher lassen sich die zuvor genannten Zahlen zur staatlichen Nothilfe nicht als ihre persönliche Leistung ausgeben.

| Unterscheidung | Eintrag über den Abschluss der staatlichen Nothilfe | Eintrag über 만덕s Verdienste |
| --- | --- | --- |
| Datum der Aufzeichnung | 1795, 11. Tag des 5. Mondmonats | 1796, 25. Tag des 11. Mondmonats |
| Schwerpunkt | Umfang und Verwaltung der regionalen Nothilfe | Persönliche Verdienste bei der Nothilfe und Auszeichnung |
| Mengenangaben | Personen- und Getreidezahl genannt | Persönlicher Spendenbetrag und Zahl der Hilfeempfänger nicht genannt |
| Was sich daraus entnehmen lässt | Auf 제주 wurde staatliche Unterstützung geleistet | 만덕s Hilfe aus eigenem Vermögen wurde dem Hof gemeldet |

Die Grundlage für die Angaben zu ihren persönlichen Verdiensten ist der [Eintrag des 『정조실록』 vom 25. Tag des 11. Mondmonats im 20. Regierungsjahr von 정조](https://sillok.history.go.kr/id/kva_12011025_001).

## Die Reise in die Hauptstadt und der Ausflug zum 금강산

정조 erlaubte 만덕 die Reise in die Hauptstadt und einen Ausflug zum 금강산. Laut der Chronik lehnte 만덕 eine Belohnung ab und wünschte stattdessen zu reisen. Die Bezirke entlang ihrer Route sollten sie mit Proviant versorgen.

Diese Passage ist keine Mitschrift eines Gesprächs zwischen dem König und 만덕. Ihr Wunsch wurde über den Bericht des Präfekten übermittelt. Es gibt keine Grundlage dafür, ihre Ausdrucksweise oder ihre damaligen Gefühle in erfundene Dialoge zu fassen.

Der Chronikeintrag belegt die Erlaubnis und die Anweisung zur Unterstützung. Für den tatsächlichen Reiseverlauf müssen weitere Aufzeichnungen und Forschungsergebnisse herangezogen werden. Die Enzyklopädie nennt die Reise in die Hauptstadt 1796 und den Ausflug zum 금강산 im folgenden Jahr. Das Datum, an dem die Erlaubnis verzeichnet wurde, darf nicht zum Abreisedatum gemacht werden.

## Die Rückzahlungslast nach der Nothilfe

Der Eintrag von 1795 zeigt auch, welche Belastungen nach der Nahrungsmittelhilfe blieben. 이우현 berichtete über die Frage, ob Getreide stattdessen mit Meeresalgen zurückgezahlt werden könne. Mit Verweis auf die Lage der Bewohner bat er darum, die Einziehung bis zum Frühjahr des folgenden Jahres aufzuschieben.

Der Hof befasste sich mit der kostenlosen Abgabe und dem Umgang mit Getreide, das zurückgezahlt werden musste. Die für die Nothilfe zuständige Behörde beanstandete, dass selbst Personen, die Getreide als Darlehen erhalten sollten, es kostenlos bekommen hatten. Bei diesem Darlehenssystem wurde Getreide ausgegeben und später zurückgefordert. Selbst innerhalb derselben Nothilfe galten also nicht überall die gleichen Abgabebedingungen.

정조 bekräftigte den Erlass der Rückzahlung für Getreide, das die 정리소 als besondere Unterstützung bereitgestellt hatte. Er ordnete an, auch die Bewohner darüber zu informieren. Das darf nicht als pauschaler Erlass für sämtliches nach 제주 geliefertes Getreide verstanden werden.

Diese Passage erlaubt einen weiteren Blick auf den Umfang der Hilfe. Nach der Verteilung des Getreides blieb die Frage der Rückzahlungsbedingungen. Der Abschluss der Nothilfe bedeutete nicht, dass sich die Lebensverhältnisse der Bewohner bereits vollständig erholt hatten. Diese Deutung stützt sich auf den [Eintrag von 1795 über den Abschluss der Nothilfe](https://sillok.history.go.kr/id/kva_11905011_001).

## Aufzeichnungen und Deutungen

Die Verdienste um die Nothilfe und die Entstehung ihres Vermögens sind unterschiedlich gut belegt. Zunächst muss unterschieden werden, was die Chronik unmittelbar überliefert. Spätere Darstellungen und Forschungshypothesen bilden eine weitere Ebene.

### Was die Chronik unmittelbar überliefert

Die Chronik verzeichnet 만덕s Unterstützung aus eigenem Vermögen und die Reaktion des Hofes. Der Präfekt erstattete Bericht, und 정조 erlaubte die Reise. Ein Gesamtbetrag ihrer persönlichen Spenden oder Geschäftsbücher werden nicht angegeben.

- Der Eintrag von 1795 nennt den Umfang der Nothilfe in der Region 제주.
- Der Eintrag von 1796 nennt 만덕s Verdienste um die Nothilfe.
- Aus beiden Einträgen zusammen lässt sich nicht berechnen, wie viele Menschen sie persönlich rettete.

### Die verbreitete Darstellung ihres Lebens

Laut der Enzyklopädie lebte sie zunächst als Kurtisane und erwarb danach durch Handel Vermögen. Auch der Getreidehandel zwischen dem Festland und 제주 wird dort beschrieben. Dort findet sich ebenfalls die Aussage, sie habe ihr gesamtes Vermögen für die Nothilfe eingesetzt.

Doch nicht alle Einzelheiten dieser Darstellung stehen in den beiden Chronikeinträgen. Für ein genaueres Bild ihrer Handelstätigkeit müssen weitere Quellen verglichen werden. Ihr gesamtes Leben lässt sich nicht durch einen kurzen Eintrag über ihre Verdienste belegen.

### Offene Fragen der Forschung

Über den Weg, auf dem sie ihr Vermögen erwarb, und eine mögliche Befreiung aus dem Stand der Unfreien gehen die Forschungsmeinungen auseinander. Eine solche Befreiung bedeutete, den Stand der Unfreien zu verlassen. 양정필 überprüfte in einer Studie von 2017 die verbreitete Auffassung, sie sei durch Handel zu einer reichen Kauffrau geworden.

Die Studie erörtert die Möglichkeit, dass sie durch ihre Tätigkeit als Kurtisane Vermögen ansammelte. Der Autor machte selbst deutlich, dass dies eine Hypothese ist, die sich eher auf die damaligen Umstände als auf unmittelbare Quellen stützt. Sie darf daher nicht als gesichertes Ergebnis dargestellt werden. Die Fragestellung und ihre Grenzen sind in der [Zusammenfassung von „18세기 후반 김만덕의 경제활동 재고찰“](https://www.kci.go.kr/kciportal/ci/sereArticleSearch/ciSereArtiView.kci?sereArticleSearchBean.artiId=ART002210897) nachzulesen.

## Warum man sich heute an sie erinnert

Der Fall zeigt, dass sich mehrere Seiten an der Bewältigung der Notlage beteiligten. Staatliche Nahrungsmittelhilfe und der Einsatz privaten Vermögens wurden für denselben Zeitraum festgehalten. In den Verwaltungsakten blieben sowohl die Erfolge der Hilfe als auch Probleme bei ihrer Durchführung dokumentiert.

Heute wird 김만덕 auch durch Ausstellungen gewürdigt. Visit Jeju der 제주관광공사 stellt die 김만덕기념관 vor. Das Museum widmet sich ihrem Leben und ihrem Einsatz für andere. Welche Art von Einrichtung es ist, zeigt die [Beschreibung der 김만덕기념관 bei Visit Jeju](https://visitjeju.net/kr/detail/view?contentsid=CNTS_000000000018332&menuId=DOM_000001718000000000).

## Häufig gestellte Fragen

### Wie viele Menschen hat 김만덕 gerettet?

Aus den beiden Chronikeinträgen lässt sich die Zahl der Menschen, denen sie persönlich half, nicht feststellen. Die Personenzahl im Eintrag von 1795 ist eine Statistik zur regionalen Nothilfe. Es wäre falsch, sie als Zahl der Menschen anzuführen, die 김만덕 allein rettete.

### Gab sie wirklich ihr gesamtes Vermögen her?

Laut der Enzyklopädie setzte sie ihr gesamtes Vermögen für die Nothilfe ein. Die Chronik von 1796 berichtet, dass sie mit ihrem Vermögen Bewohner rettete. Zahlen, aus denen sich der Gesamtwert ihres Vermögens und der gespendete Anteil berechnen ließen, fehlen jedoch.

### Rettete sie 제주 allein, ohne staatliche Unterstützung?

Auch der Staat versorgte 제주 mit Getreide und führte Nothilfemaßnahmen durch. Der Eintrag von 1795 nennt zudem Getreidegaben anderer Personen. 김만덕s Einsatz ist ein persönlicher Beitrag, der im Rahmen dieser Maßnahmen gesondert verzeichnet wurde.

### Trug 김만덕 정조 ihren Wunsch persönlich vor?

Der Chronikeintrag von 1796 übermittelt ihren Wunsch durch den Bericht des Präfekten. Er ist nicht als Aufzeichnung eines direkten Gesprächs mit dem König verfasst. Auf seiner Grundlage lassen sich keine Dialoge zwischen den beiden formulieren.

## FAQ

### Wer war Kim Man-deok?
Sie wurde 1739 geboren und starb 1812. Sie stammte aus Jeju und ist als Händlerin der späten Joseon-Zeit bekannt. In den Annalen von Jeongjo ist festgehalten, dass sie während einer Hungersnot auf Jeju ihr Vermögen einsetzte, um den Einwohnern zu helfen.

### Wann leistete sie Hilfe, 1795 oder 1796?
Die Enzyklopädie der koreanischen Nationalkultur beschreibt ihre Hilfsmaßnahmen im Jahr 1795. In den Annalen von Jeongjo steht unter dem 25. Tag des 11. Mondmonats 1796 ein Eintrag über ihre Verdienste und ihre Belohnung. Das Datum des Eintrags darf nicht als Beginn ihrer Hilfsmaßnahmen verstanden werden.

### Wie viele Menschen rettete Kim Man-deok?
In den beiden Einträgen der Annalen wird nicht angegeben, wie viele Menschen von ihr persönlich Hilfe erhielten. Die im Eintrag von 1795 genannten 725,329 Personen sind eine Gesamtzahl aus der Hungerhilfe in Jeju, Daejeong und Jeongui. Diese Zahl kann nicht als Zahl der von Kim Man-deok persönlich geretteten Menschen angeführt werden.

### Waren die 25,905 Seok Getreide eine Spende von Kim Man-deok?
Nein. Die 25,905 Seok bezeichnen die Getreidemenge für die regionale Hungerhilfe, die in der koreanischen Übersetzung des Eintrags von 1795 über den Abschluss der Hilfsmaßnahmen genannt wird. Im Eintrag von 1796 wird keine Zahl für Kim Man-deoks persönliche Getreidespende angegeben.

### Spendete Kim Man-deok ihr gesamtes Vermögen?
Die Enzyklopädie der koreanischen Nationalkultur schreibt, dass sie ihr gesamtes Vermögen für die Hungerhilfe einsetzte. Der Eintrag von 1796 in den Annalen von Jeongjo berichtet, dass sie ihr Vermögen einsetzte, um Einwohnern zu helfen. Es fehlen jedoch Zahlen, anhand derer sich der gespendete Betrag oder sein Anteil an ihrem Vermögen berechnen ließe.

### Welche Belohnung gewährte Jeongjo?
Laut den Annalen von Jeongjo lehnte Man-deok eine Belohnung ab und wünschte sich stattdessen eine Reise in die Hauptstadt und einen Besuch des Geumgangsan. Jeongjo gewährte ihr beides. Er wies die Orte entlang ihrer Reiseroute an, sie mit Proviant zu versorgen.

### Fand der Besuch des Geumgangsan tatsächlich statt?
Laut der Enzyklopädie der koreanischen Nationalkultur reiste sie 1796 in die Hauptstadt und besuchte im folgenden Jahr den Geumgangsan. Danach kehrte sie nach Jeju zurück. Der Eintrag in den Annalen über die Erlaubnis und der tatsächliche Reiseverlauf müssen auseinandergehalten werden.

### Ist überliefert, dass Kim Man-deok Jeongjo ihren Wunsch persönlich mitteilte?
Der Eintrag in den Annalen von 1796 gibt Man-deoks Wunsch über einen Bericht des Magistrats von Jeju wieder. Er ist keine Niederschrift eines direkten Gesprächs zwischen dem König und Man-deok. Aussagen, die nicht in diesem Eintrag stehen, dürfen nicht erfunden und als Zitate angeführt werden.

### Wurde das gesamte Getreide kostenlos ausgegeben?
Der Eintrag von 1795 behandelt sowohl die unentgeltliche Ausgabe von Getreide als auch die Frage, wie mit Getreide umzugehen war, das zurückgezahlt werden musste. Der von Jeongjo erneut bestätigte Erlass der Rückzahlung betraf das vom Jeongniso eigens bereitgestellte Getreide. Das gesamte Getreide darf nicht als unter denselben Bedingungen ausgegeben betrachtet werden.

### Welche Aspekte von Kim Man-deoks Leben sind in der Forschung umstritten?
Wie sie ihr Vermögen genau erwarb und wie sich ihr gesellschaftlicher Status veränderte, sind Forschungsfragen. Eine Arbeit von Yang Jeong-pil aus dem Jahr 2017 überprüfte die verbreitete Auffassung, sie sei durch Handel zu einer bedeutenden Händlerin geworden. Auch die darin vorgeschlagene alternative Erklärung bleibt mangels direkter historischer Quellen eine Hypothese.

## Sources

- [Nationales Institut für koreanische Geschichte, Annalen von König Jeongjo, Band 42, 11. Tag des 5. Monats im 19. Regierungsjahr von Jeongjo, die Nothilfe auf Jeju abschließen](https://sillok.history.go.kr/id/kva_11905011_001)
- [Nationales Institut für koreanische Geschichte, Annalen von König Jeongjo, Band 45, 25. Tag des 11. Monats im 20. Regierungsjahr von Jeongjo, einen Bericht erhalten, dass die Gisaeng Man-deok aus Jeju die hungernde Bevölkerung gerettet hat](https://sillok.history.go.kr/id/kva_12011025_001)
- [Enzyklopädie der koreanischen Nationalkultur, Kim Man-deok, zuletzt geändert am 23. September 2024](https://encykorea.aks.ac.kr/Article/E0076304)
- [Yang Jeong-pil, Neubewertung der wirtschaftlichen Aktivitäten von Kim Man-deok in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, Historische Forschung, Nr. 125, 2017, S. 229-270, KCI-Zusammenfassung](https://www.kci.go.kr/kciportal/ci/sereArticleSearch/ciSereArtiView.kci?sereArticleSearchBean.artiId=ART002210897)
- [Jeju Tourism Organization Visit Jeju, Kim-Man-deok-Gedenkstätte](https://visitjeju.net/kr/detail/view?contentsid=CNTS_000000000018332&menuId=DOM_000001718000000000)

## Images

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