---
title: "Reform der Krankenversicherungsvergütung: Fokus auf regionale und unverzichtbare Versorgung statt Untersuchungen"
locale: de
category: report
category_name: "Bericht"
translation_status: reviewed
license: cc_by
author: "naikeu"
source_url: https://injoys.com/en/articles/korea-health-insurance-fee-reform-essential-care-2026
published_at: 2026-07-05T10:08:51+09:00
---

# Reform der Krankenversicherungsvergütung: Fokus auf regionale und unverzichtbare Versorgung statt Untersuchungen

> Die Regierung beschloss im Juni 2026 eine grundlegende Reform der Vergütungsstruktur der Krankenversicherung. Die untersuchungsorientierte Vergütung soll reduziert und die Mittel sollen auf die regionale und unverzichtbare medizinische Versorgung umverteilt werden. Im Mittelpunkt stehen die Anpassung übermäßig vergüteter Leistungen wie Labortests, CT und MRI sowie jährliche Investitionen von 3 Billionen 600 Milliarden Won in unverzichtbare Bereiche wie Sprechstunden, stationäre Versorgung, Notfallmedizin, Geburtshilfe und pädiatrische Versorgung.

## Key Points

- Die Regierung will das Vergütungssystem der Krankenversicherung in einem seit der Einführung der Relativwertpunkte im Jahr 2001 beispiellosen Umfang anpassen.
- Durch geringere übermäßige Ausgaben für Untersuchungen wie Labortests, CT und MRI sollen jährlich 2 Billionen 600 Milliarden Won eingespart werden. Zusammen mit 1 Billion Won aus den Mitteln der Krankenversicherung wird das Geld in die regionale und unverzichtbare medizinische Versorgung investiert.
- Die Vergütung für Erstkonsultationen in Arztpraxen soll um 6% und für Folgekonsultationen um 4% steigen. Die Vergütung für Aufenthalte in Allgemeinstationen soll um 7% und für Aufenthalte auf Intensivstationen um 10% erhöht werden.
- Außerhalb der Hauptstadtregion und in unterversorgten Gebieten innerhalb der Hauptstadtregion werden regionale Vergütungszuschläge eingeführt, um die Vergütung für Operationen und Behandlungen, Notoperationen, Hochrisikogeburten und die pädiatrische Intensivversorgung zu verbessern.
- Die Belastung der Patienten kann je nach Behandlungsleistung und Eigenbeteiligungssatz variieren. Die Regierung erklärt jedoch, das System so zu gestalten, dass die gesamten selbst zu tragenden Behandlungskosten nicht steigen.

## Die Reform auf einen Blick

Die Regierung hat am 25. Juni 2026 im Ausschuss für Gesundheitspolitik die **Innovationsstrategie für die Vergütungsstruktur der Krankenversicherung** beschlossen. Diese Reform gilt als die umfangreichste Anpassung der Vergütungssätze seit Einführung des Systems der relativen Bewertungszahlen in der Krankenversicherung im Jahr 2001.

Die zentrale Ausrichtung ist einfach: **Die Struktur, bei der mehr Untersuchungen zu höheren Einnahmen führen, soll zurückgedrängt werden, während medizinische Leistungen stärker vergütet werden, die für den Erhalt des Versorgungssystems unverzichtbar sind, etwa Notfallversorgung, Geburtshilfe, Pädiatrie, stationäre Behandlung und ärztliche Konsultationen.**

| Kategorie | Bisheriges Problem | Reformrichtung |
|---|---:|---|
| Laboruntersuchungen·CT·MRI | Kritik an Anreizen für übermäßige Untersuchungen aufgrund hoher Erträge im Verhältnis zu den Kosten | Schrittweise Anpassung der Vergütung überkompensierter Leistungen |
| Konsultationen·stationäre Behandlung | Kritik, dass die Zeit des medizinischen Personals und die Aufklärung der Patienten nicht ausreichend vergütet werden | Erhöhung der Grundvergütung für Konsultationen und stationäre Behandlung |
| Regionale Versorgung | Schwierigkeiten für Krankenhäuser außerhalb der Hauptstadtregion und in unterversorgten Gebieten, unverzichtbare Leistungen aufrechtzuerhalten | Anwendung regionaler Vergütungszuschläge |
| Notfall·Behandlung schwerer Erkrankungen | Unzureichende Vergütung für Bereitschaft in der Nacht und an Feiertagen sowie für hochkomplexe Behandlungen | Stärkere Vergütung für Notfalloperationen, schwere Operationen und Anästhesie |
| Geburtshilfe·Pädiatrie | Schwächung der Versorgungsgrundlage für Hochrisikogeburten, Neugeborenenintensivmedizin und schwere pädiatrische Erkrankungen | Ausbau gesonderter Vergütungen für Mutter-Kind-Medizin und Pädiatrie |

## Was sind Vergütungssätze der Krankenversicherung?

Die **Vergütungssätze der Krankenversicherung** sind die Preisliste für medizinische Leistungen, die von der Krankenversicherung abgedeckt werden. Der Betrag, den Patienten bei einer Behandlung im Krankenhaus am Schalter zahlen, entspricht einem Teil der Gesamtvergütung; den Rest trägt die Nationale Krankenversicherung.

Die Vergütungssätze der Krankenversicherung werden in der Regel nach folgender Struktur berechnet:

- **Relative Bewertungszahl**: Punktwert, der Arbeitsaufwand, Behandlungskosten und Risiken der jeweiligen medizinischen Leistung berücksichtigt
- **Umrechnungsfaktor**: Preis je Punkt
- **Zu- oder Abschlag**: Anpassungswert je nach Region, Nacht- oder Feiertagszeit, Schweregrad und Funktion der medizinischen Einrichtung

Eine Vergütungsreform ist daher keine Politik, die lediglich die Einnahmen der Krankenhäuser verändert. Sie verändert zugleich, für welche Behandlungen medizinische Einrichtungen Personal und Geräte einsetzen, wie gut Patienten Zugang zu bestimmten Leistungen haben und wofür die Mittel der Krankenversicherung verwendet werden.

## Warum gilt sie als größte Reform seit 25 Jahren?

Die relativen Bewertungszahlen, die den Kern des derzeitigen Vergütungssystems der Krankenversicherung bilden, wurden 2001 eingeführt. Damals waren teure Geräte wie CT und MRI noch weniger verbreitet als heute, und für Untersuchungsleistungen, deren Kosten sich relativ leicht berechnen ließen, etwa anhand von Gerätepreisen oder Reagenzienkosten, konnte ein vergleichsweise klares Vergütungssystem geschaffen werden.

Bei Konsultationsgebühren war die Kostenberechnung dagegen schwierig. Die Zeit, die ein Arzt für einen Patienten aufwendet, die Qualität der Erläuterungen und die Schwierigkeit einer umfassenden Beurteilung komplexer Erkrankungen lassen sich nur schwer in einfache Zahlen umrechnen. Daher nahm im Laufe der Zeit die Kritik zu, dass Geräteuntersuchungen weiterhin hoch vergütet würden, während grundlegende und unverzichtbare Leistungen wie Konsultationen, stationäre Behandlung, Anästhesie und abschließende Notfallbehandlungen relativ niedrig bewertet seien.

Nach einer von der Regierung veröffentlichten Analyse von rund 6000 ärztlichen Leistungen der Krankenversicherung lagen die Erträge bei Laboruntersuchungen wie Bluttests im Verhältnis zu den Kosten bei rund 190% und bei speziellen bildgebenden Untersuchungen wie CT und MRI bei rund 194%. Konsultationen, stationäre Behandlung und Anästhesie wurden dagegen als untervergütete Bereiche eingestuft.

## Finanzierungsstruktur: Einsparungen von 2 Billionen 600 Milliarden Won + zusätzliche Investitionen von 1 Billion Won

Die Finanzierungsstruktur dieser Reform gliedert sich im Wesentlichen in zwei Teile.

| Finanzierungs- oder Ausgabenposten | Umfang | Erläuterung |
|---|---:|---|
| Anpassung übermäßiger Ausgaben für Laboruntersuchungen, CT, MRI usw. | Einsparung von jährlich 2 Billionen 600 Milliarden Won | Schaffung finanzieller Spielräume durch Abbau der untersuchungszentrierten Vergütungsstruktur |
| Zusätzliche Mittel der Krankenversicherung | Jährlich 1 Billion Won | Zusätzliche Mittel für den Ausbau der Vergütung unverzichtbarer medizinischer Versorgung |
| Ausbau der Vergütung für regionale und unverzichtbare Versorgung | Jährlich 3 Billionen 600 Milliarden Won | Verteilung auf Konsultationen, stationäre Behandlung, Notfallversorgung, Geburtshilfe, Pädiatrie, rehabilitative Versorgung usw. |

Die Regierung erklärte, die Vergütungssätze für Laboruntersuchungen sowie CT und MRI nicht pauschal auf einmal zu kürzen. Stattdessen sollen überkompensierte Leistungen angepasst werden, deren Erträge im Verhältnis zu den Kosten mindestens ein bestimmtes Niveau erreichen, und mit dem Qualitätsmanagement der Untersuchungen verknüpft werden.

## Was steigt und was sinkt?

### 1. Die Konsultationsgebühren steigen

Die Konsultationsgebühren in ambulanten medizinischen Einrichtungen sollen wie folgt angepasst werden.

| Leistung | Erhöhung | Vor der Anpassung | Nach der Anpassung |
|---|---:|---:|---:|
| Erstkonsultation in einer ambulanten Einrichtung | 6% | 18,840 Won | 19,980 Won |
| Folgekonsultation in einer ambulanten Einrichtung | 4% | 13,370 Won | 13,900 Won |
| Erst- und Folgekonsultation in Krankenhäusern und höheren Einrichtungen | 2% | Je nach Einrichtung unterschiedlich | Je nach Einrichtung unterschiedliche Erhöhung |

Die bisher als Pilotprojekt in hochrangigen Allgemeinkrankenhäusern angebotene **vertiefte Konsultation von mindestens 15 Minuten** wird in den regulären Betrieb überführt, zudem wird die zulässige Anwendungshäufigkeit ausgeweitet. In Allgemeinkrankenhäusern werden vertiefte Konsultationen und in einigen Fachgebieten vertiefte primärmedizinische Beratungen von mindestens 10 Minuten eingeführt.

Die Bedeutung dieser Änderung besteht darin, eine Behandlung mit „ausreichendem Zuhören und Erklären“ stärker zu vergüten als eine Behandlung, bei der Patienten „nur kurz gesehen und viele Untersuchungen durchgeführt werden“.

### 2. Die Vergütung für stationäre Behandlung steigt

Auch die Vergütung stationärer Leistungen wird gestärkt.

| Leistung | Erhöhung | Bedeutung |
|---|---:|---|
| Grundvergütung für stationäre Behandlung im Allgemeinzimmer | 7% | Ausbau der Grundvergütung für die stationäre Behandlung auf Krankenhausstationen |
| Grundvergütung für stationäre Behandlung auf der Intensivstation | 10% | Ausbau der Vergütung für Intensivbehandlungen, die einen hohen Personal- und Geräteeinsatz erfordern |

Zugleich wird das Vergütungssystem für stationäre Behandlung so geändert, dass Zimmer mit höherem Pflegepersonaleinsatz eine höhere Vergütung erhalten können. Dadurch sollen Krankenhäuser dazu veranlasst werden, mehr Personal für die Betreuung stationärer Patienten bereitzustellen.

### 3. Regionale Vergütungszuschläge werden eingeführt

Für Gebiete außerhalb der Hauptstadtregion und einige unterversorgte Gebiete innerhalb der Hauptstadtregion gilt künftig grundsätzlich ein regionaler Vergütungszuschlag. Außerhalb der Hauptstadtregion sowie in den Regionen Uijeongbu, Namyangju, Icheon und Pocheon in Gyeonggi und den nordwestlichen und zentralen Regionen von Incheon werden Operationen, Behandlungen und Notfallversorgung zusätzlich vergütet.

Die wichtigsten Inhalte sind:

- 10% Zuschlag für rund 2700 Operationen und Behandlungen in Allgemeinkrankenhäusern und höheren medizinischen Einrichtungen
- Zusätzlicher Zuschlag von 10% für Notfalloperationen und Notfallbehandlungen in der Nacht und an Feiertagen
- In einigen Regionen Anwendung eines regionalen Vergütungszuschlags von bis zu 20%
- Zuschlag von 5% auf Konsultationsgebühren für medizinische Einrichtungen in 84 Städten, Landkreisen und Bezirken mit Bevölkerungsrückgang
- Zusätzliche Zahlung von 5% auf die Vergütung stationärer Behandlung an Allgemeinkrankenhäuser und Krankenhäuser in den betreffenden Regionen

Mit diesem System sollen die Kosten und Schwierigkeiten berücksichtigt werden, die mit der Aufrechterhaltung unverzichtbarer Versorgung in den Regionen verbunden sind, selbst wenn es sich um dieselbe medizinische Leistung handelt.

### 4. Die Vergütung für abschließende Behandlungen schwerer Erkrankungen und Notfälle steigt

Die Regierung investiert jährlich 900 Milliarden Won in die abschließende Behandlung schwerer Erkrankungen und Notfälle. Von den rund 2700 Operationen und Eingriffen, die in Allgemeinkrankenhäusern und höheren Einrichtungen durchgeführt werden, werden die Vergütungssätze für rund 1600 Leistungen um 20% erhöht. Zudem ist vorgesehen, Notfalloperationen in der Nacht und an Feiertagen bis zum 5.5-Fachen zu vergüten.

Auch die Vergütungssätze für Vollnarkosen werden gegenüber dem derzeitigen Niveau um 50% erhöht. Damit sollen nicht nur die Operation selbst, sondern auch Anästhesie, Bereitschaft und Kapazitäten zur Notfallreaktion vergütet werden, die eine Operation erst ermöglichen.

### 5. Die Vergütung für Geburtshilfe und Pädiatrie wird gestärkt

Geburtshilfe und Pädiatrie sind Bereiche mit hoher Personalbelastung und hohem Risiko für medizinische Einrichtungen. Da die Nachfrage regional schwankt, kann das Angebot dort leicht zurückgehen. Im Rahmen dieser Reform werden für diese Bereiche gesonderte Mittel bereitgestellt.

| Bereich | Investitionsumfang | Wichtigste Inhalte |
|---|---:|---|
| Hochrisikoschwangere·Neugeborene | Jährlich 100 Milliarden Won | Stärkere Vergütung für Hochrisikogeburten, Neugeborenenintensivstationen und Mutter-Kind-Zentren |
| Pädiatrische Versorgung | Jährlich 200 Milliarden Won | Ausweitung der Altersgrenze für pädiatrische Konsultationszuschläge, Zuschläge für schwere pädiatrische Operationen, stärkere Vergütung pädiatrischer Intensivstationen |

Für die Geburt eines Frühgeborenen vor der 28. Woche kann beispielsweise in einem Zentrum für schwere Mutter-Kind-Fälle ein Zuschlag von rund 4.4 Millionen Won gelten; in einem Mutter-Kind-Zentrum außerhalb der Hauptstadtregion kann dieser unter Berücksichtigung des regionalen Vergütungszuschlags rund 5.06 Millionen Won betragen. Die Altersgrenze für pädiatrische Konsultationszuschläge wird von unter 6 Jahren auf unter 8 Jahre ausgeweitet.

## Wie ändern sich CT, MRI und Laboruntersuchungen?

Die Regierung passt die Vergütungssätze für Laboruntersuchungen sowie CT und MRI an, um übermäßige Ausgaben im Untersuchungsbereich zu senken.

| Leistung | Anpassungsrichtung | Erwarteter finanzieller Effekt |
|---|---|---:|
| Laboruntersuchungen von Blut, Urin usw. | Anpassung von Vergütungssätzen mit einer Überkompensation von mindestens 150% | Einsparung von jährlich 1 Billion 700 Milliarden Won |
| Verwaltungsgebühr für ausgelagerte Untersuchungen | Abschaffung des Systems und Reform der Vergütungsstruktur | Einsparung von jährlich 200 Milliarden Won |
| CT·MRI | Anpassung von Leistungen mit Erträgen von mindestens 150% im Verhältnis zu den Kosten | Einsparung von jährlich 700 Milliarden Won |
| Gesamt | Anpassung übermäßiger Ausgaben im Untersuchungsbereich | Einsparung von jährlich 2 Billionen 600 Milliarden Won |

Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Vergütung sämtlicher CT- und MRI-Untersuchungen sowie aller anderen Untersuchungen pauschal gesenkt wird. Die Regierung erklärte, detaillierte Anpassungen vorzunehmen, damit unverzichtbare Untersuchungen für schwer erkrankte Patienten und Notfallpatienten sowie Untersuchungen mit geringem Risiko einer Überversorgung auf dem derzeitigen Niveau bleiben können.

## Auch das System zur Vergabe und Übernahme von Laboruntersuchungen ändert sich

Das System zur Vergabe und Übernahme von Laboruntersuchungen ist in seinen Grundzügen seit 1999 unverändert geblieben. Dabei beauftragen ambulante Einrichtungen und andere Auftraggeber mit Blut- und Urinuntersuchungen, während die beauftragten Einrichtungen die eigentlichen Untersuchungen durchführen.

Die Regierung geht davon aus, dass im bisherigen System das Zusammenspiel überhöhter Vergütungssätze und rabattierter Untersuchungsgebühren Anreize für unnötige Untersuchungen geschaffen hat. Daher soll die Verwaltungsgebühr für ausgelagerte Untersuchungen abgeschafft und durch ein Modell ersetzt werden, das die Rollen der auftraggebenden und der beauftragten Einrichtungen innerhalb der Untersuchungsgebühr klar voneinander trennt.

In der ersten Reformstufe wird die angepasste Untersuchungsgebühr zu 35% an die auftraggebende Einrichtung und zu 65% an die beauftragte Einrichtung gezahlt. Anschließend wird ein Modell geprüft, bei dem bedingte Vergütungen anhand der Untersuchungsqualität, der Patientensicherheit, der Unterstützung von Untersuchungen in unterversorgten Regionen, der schnellen Meldung dringender Ergebnisse und der Rückverfolgbarkeit von Proben gewährt werden.

## Wie verändert sich die Belastung der Patienten?

Aus Sicht der Patienten ist die wichtigste Frage: „Steigen auch meine Krankenhauskosten, wenn die Vergütungssätze steigen?“ Die Antwort lautet: **Das hängt von der jeweiligen medizinischen Leistung und dem Eigenanteil ab.**

Die Vergütungssätze der Krankenversicherung umfassen sowohl den Anteil der Versicherung als auch den Eigenanteil der Patienten. Steigt die Vergütung einer Leistung, für die ein Eigenanteil anfällt, kann daher auch die Belastung der Patienten teilweise steigen. Für Konsultationsgebühren oder einige stationäre Leistungen gilt beispielsweise der gesetzliche Eigenanteil der Patienten, sodass sich die tatsächlich wahrgenommenen Behandlungskosten geringfügig ändern können.

Bei Leistungen wie CT, MRI oder Laboruntersuchungen, deren Vergütungssätze sinken, kann dagegen auch der Eigenanteil zurückgehen. Die Regierung erklärte außerdem, dass viele Maßnahmen zum Ausbau der Vergütung unverzichtbarer medizinischer Leistungen, darunter regionale Vergütungszuschläge, Geburtshilfe und stationäre Behandlung für Kinder unter 2 Jahren, so ausgestaltet würden, dass kein oder nur ein geringer Eigenanteil für Patienten entstehe.

Zusammengefasst ergibt sich Folgendes:

| Mögliche Auswirkung für Patienten | Erläuterung |
|---|---|
| Teilweise Erhöhung von Konsultationsgebühren und Kosten stationärer Behandlung möglich | Bei Leistungen mit Eigenanteil kann ein Teil der Vergütungserhöhung auf die Patientenbelastung durchschlagen |
| Teilweise Senkung von Untersuchungskosten möglich | Bei Laboruntersuchungen sowie CT- und MRI-Leistungen mit sinkenden Vergütungssätzen kann auch der Eigenanteil sinken |
| Einige Vergütungen für unverzichtbare Versorgung werden ohne Patientenbelastung ausgestaltet | Bei regionalen Vergütungszuschlägen und einigen Leistungen in Geburtshilfe, Pädiatrie und der Behandlung schwerer Erkrankungen kann die Patientenbelastung entfallen oder niedrig bleiben |
| Der endgültige Betrag unterscheidet sich je nach Leistung | Er variiert nach Art der medizinischen Einrichtung, Sonderregelungen für die Kostenübernahme, Ermäßigungen des Eigenanteils und Leistungskriterien |

## Was bedeutet die Reform für medizinische Einrichtungen?

Diese Reform verändert die Einnahmestruktur medizinischer Einrichtungen. Geschäftsmodelle, die von der Auslastung von Untersuchungsgeräten abhängen, werden zurückgedrängt, während Einrichtungen, die Konsultationen, stationäre Behandlung, Notfallversorgung, Geburtshilfe, Pädiatrie und unverzichtbare regionale Versorgung aufrechterhalten, zusätzliche Vergütungen erhalten.

Insbesondere für Krankenhäuser außerhalb der Hauptstadtregion könnten die regionalen Vergütungszuschläge den Anreiz erhöhen, unverzichtbare Leistungen aufrechtzuerhalten. Die tatsächliche Wirkung muss jedoch gemeinsam mit der Verfügbarkeit medizinischen Personals, dem Betrieb von Krankenhausbetten, dem Notfallversorgungssystem, den Ausbildungsbedingungen für Assistenzärzte und der regionalen Bevölkerungsstruktur bewertet werden. Es ist schwer anzunehmen, dass sich sämtliche Probleme der unverzichtbaren regionalen Versorgung allein durch Vergütungssätze lösen lassen.

## Politische Bedeutung dieser Reform

Im Kern geht es bei dieser Vergütungsreform nicht darum, „mehr“ Mittel der Krankenversicherung auszugeben, sondern sie „anders“ einzusetzen. Die relativ hohe Vergütung untersuchungszentrierter Leistungen wird zurückgefahren, und die Mittel werden in unverzichtbare Bereiche verlagert, bei deren Zusammenbruch sich der Zugang der Bevölkerung zur Versorgung erheblich verschlechtern würde.

Politisch hat dies folgende Bedeutung:

1. **Reform zum Abbau von Vergütungsverzerrungen**: Untersuchungsbereiche mit hohen Erträgen im Verhältnis zu den Kosten werden angepasst, während untervergütete unverzichtbare Leistungen aufgewertet werden.
2. **Reform unter Berücksichtigung regionaler Unterschiede**: Für unverzichtbare Versorgung in unterversorgten Gebieten werden selbst bei identischen Leistungen zusätzliche Vergütungen anerkannt.
3. **Reform zur Aufwertung ärztlicher Konsultationen**: Das System bewegt sich von kurzen Behandlungen hin zu einer Vergütung ausreichender Beratung und Erläuterung.
4. **Effizienterer Einsatz der Mittel der Krankenversicherung**: Anreize für unnötige Untersuchungen werden reduziert und Mittel in vorrangige Bereiche wie schwere Erkrankungen, Notfallversorgung, Geburtshilfe und Pädiatrie investiert.
5. **Übergang zu einem laufenden Anpassungssystem**: Der bisherige Reformzyklus der relativen Bewertungszahlen von 5 bis 7 Jahren wird auf einen Anpassungszeitraum von höchstens 2 Jahren verkürzt, um Veränderungen bei Medizintechnik und Kosten schneller zu berücksichtigen.

## Künftig zu prüfende Fragen

Mit dieser Ankündigung wurde die grundsätzliche Richtung festgelegt. Die konkreten Auswirkungen auf die medizinische Praxis und die Patientenbelastung werden jedoch erst durch detaillierte Verordnungen und den Umsetzungsprozess bestimmt. Insbesondere folgende Punkte müssen weiter geprüft werden:

- Ob die Anpassung der Vergütungssätze für CT und MRI den Zugang zu notwendigen Untersuchungen beeinträchtigt
- Ob die Erhöhung der Konsultationsgebühren tatsächlich zu längeren Behandlungszeiten führt
- Ob die regionalen Vergütungszuschläge ausreichen, um Personal für unverzichtbare medizinische Leistungen außerhalb der Hauptstadtregion zu gewinnen
- Ob die stärkere Vergütung in Geburtshilfe und Pädiatrie tatsächlich die nachhaltige Betriebsfähigkeit der Krankenhäuser verbessert
- Ob die Reform des Systems zur Vergabe und Übernahme von Untersuchungen die Untersuchungsqualität und Patientensicherheit erhöht
- Wie sich der Eigenanteil der Patienten bei den einzelnen Leistungen verändert

## Zusammenfassung

Mit der Reform des Vergütungssystems der Krankenversicherung will die Regierung die untersuchungszentrierte Vergütungsstruktur zurückdrängen und die Mittel stärker auf regionale und unverzichtbare medizinische Versorgung ausrichten. Bei Laboruntersuchungen sowie CT und MRI sollen jährlich 2 Billionen 600 Milliarden Won eingespart werden. Zusammen mit zusätzlichen Mitteln der Krankenversicherung in Höhe von 1 Billion Won werden jährlich 3 Billionen 600 Milliarden Won in Konsultationen, stationäre Behandlung, Notfallversorgung, Geburtshilfe, Pädiatrie und rehabilitative Versorgung investiert.

Für Patienten können die Auswirkungen je nach medizinischer Leistung unterschiedlich ausfallen. Konsultationsgebühren und einige Kosten stationärer Behandlung können geringfügig steigen, während bei Leistungen mit sinkenden Untersuchungssätzen die Belastung zurückgehen kann. Die Regierung vertritt den Standpunkt, die Reform so auszugestalten, dass der gesamte Eigenanteil nicht steigt. Die tatsächlichen Auswirkungen hängen jedoch von den detaillierten Umsetzungskriterien und den individuellen Behandlungsleistungen ab.

## FAQ

### Was sind die Vergütungssätze der Krankenversicherung?
Die Vergütungssätze der Krankenversicherung sind eine Preisliste für Behandlungen, Untersuchungen, Operationen, Krankenhausaufenthalte und weitere Leistungen, die von der Krankenversicherung abgedeckt werden. Einen Teil zahlt der Patient, den Rest übernimmt die Nationale Krankenversicherung.

### Was ist der Kern dieser Reform der Vergütungssätze der Krankenversicherung?
Die hohen Vergütungen für untersuchungsbezogene Leistungen wie Laboruntersuchungen sowie CT und MRI sollen gesenkt werden, während die Vergütungen für die regionale und unverzichtbare medizinische Versorgung wie Sprechstunden, Krankenhausaufenthalte, Notfallversorgung, Entbindungen und pädiatrische Behandlungen erhöht werden sollen.

### Warum werden die Vergütungssätze für CT und MRI gesenkt?
Weil Sonderbildgebungsverfahren wie CT und MRI laut einer Analyse der Regierung zu den übervergüteten Leistungen mit im Verhältnis zu den Kosten hohen Erträgen gehören. Die Regierung erklärte, dass sie sich bei den Anpassungen vor allem auf Leistungen konzentrieren werde, deren Erträge im Verhältnis zu den Kosten bei mindestens 150 % liegen.

### Werden alle Untersuchungskosten gesenkt?
Das bedeutet nicht, dass die Vergütungen für alle Untersuchungen pauschal gesenkt werden. Die Regierung erklärte, dass sie sich bei den Anpassungen auf übervergütete Leistungen konzentrieren, zugleich aber Detailanpassungen vornehmen werde, damit unverzichtbare Untersuchungen für schwer erkrankte Patienten und Notfallpatienten sowie Untersuchungen mit geringem Risiko einer übermäßigen Inanspruchnahme auf dem derzeitigen Niveau bleiben können.

### Um wie viel steigt die Sprechstundengebühr in örtlichen Arztpraxen?
Die Sprechstundengebühr für Erstkonsultationen in Arztpraxen soll um 6 % und die für Folgekonsultationen um 4 % angehoben werden. Den veröffentlichten Unterlagen zufolge wird die Gebühr für eine Erstkonsultation in einer Arztpraxis von 18.840 Won auf 19.980 Won und die für eine Folgekonsultation von 13.370 Won auf 13.900 Won angepasst.

### Steigen auch die Krankenhauskosten, die Patienten selbst zahlen müssen?
Das ist je nach Leistung unterschiedlich. Sprechstundengebühren oder einige Krankenhausgebühren, auf die ein Eigenanteil angewandt wird, können leicht steigen. Bei Leistungen wie CT, MRI oder Laboruntersuchungen, deren Vergütungssätze sinken, kann auch die Belastung der Patienten zurückgehen. Die Regierung vertritt den Standpunkt, die Reform so zu gestalten, dass die gesamten selbst zu tragenden Behandlungskosten nicht steigen.

### Was sind regionale Vorzugsvergütungssätze?
Dabei handelt es sich um ein System, das medizinischen Einrichtungen, die außerhalb der Hauptstadtregion und in einigen unterversorgten Gebieten innerhalb der Hauptstadtregion unverzichtbare medizinische Leistungen anbieten, eine zusätzliche Vergütung gewährt. Zuschläge gelten unter anderem für Operationen und Eingriffe, Notoperationen nachts und an Feiertagen, Hochrisikoentbindungen sowie neonatologische Intensivstationen.

### Was ändert sich bei Entbindungen und pädiatrischen Behandlungen?
Die Vergütung für die Behandlung von Hochrisikoschwangeren und Neugeborenen wird um jährlich 100 Milliarden Won und die für pädiatrische Behandlungen um jährlich 200 Milliarden Won erhöht. Die Altersgrenze für den Zuschlag bei pädiatrischen Konsultationen wird von unter 6 Jahren auf unter 8 Jahre ausgeweitet. Auch die Vergütung für schwere pädiatrische Operationen und pädiatrische Intensivstationen wird erhöht.

### Ab wann wird diese Reform umgesetzt?
Die Regierung erklärte, dass sie die Reform nach den praktischen Vorbereitungen ab Dezember 2026 schrittweise umsetzen wolle. Einige Maßnahmen, darunter die Erhöhung der Vergütung für Zentren für Mutter-Kind-Medizin, sollen bereits ab dem 3. Quartal 2026 umgesetzt werden.

### Werden die Probleme der regionalen unverzichtbaren medizinischen Versorgung allein durch diese Reform gelöst?
Die Reform der Vergütungssätze ist ein wichtiger finanzieller Anreiz. Die Probleme der regionalen unverzichtbaren medizinischen Versorgung hängen jedoch auch mit dem medizinischen Personal, den Krankenhausbetten, dem System der Notfallversorgung und Patientensteuerung, der Weiterbildung von Assistenzärzten sowie der regionalen Bevölkerungsstruktur zusammen. Daher müssen zur Bewertung der tatsächlichen Wirkung nach der Umsetzung sowohl der Betrieb medizinischer Einrichtungen als auch die Veränderungen beim Zugang der Patienten zur Versorgung betrachtet werden.

## Sources

- [Pressemitteilung des Ministeriums für Gesundheit und Soziales: Jährlich 3.6 Billionen Won aus der Krankenversicherung für die regionale und unverzichtbare medizinische Versorgung – Strukturreform der Krankenversicherungstarife in bislang größtem Umfang](https://www.mohw.go.kr/board.es?act=view&bid=0027&list_no=1491009&mid=a10503010100&nPage=1&tag=)
- [Politikbriefing der Republik Korea: Vergütung für die regionale und unverzichtbare medizinische Versorgung wird deutlich erhöht … umfassende Reform des Krankenversicherungstarifsystems](https://www.korea.kr/news/policyNewsView.do?newsId=148967170)
- [Politikbriefing der Republik Korea: Jährlich 3.6 Billionen Won aus der Krankenversicherung für die regionale und unverzichtbare medizinische Versorgung](https://www.korea.kr/news/policyNewsView.do?newsId=148967195)
- [Politikbriefing der Republik Korea: Briefing zu den Maßnahmen für eine Strukturreform der Krankenversicherungstarife](https://www.korea.kr/briefing/policyBriefingView.do?newsId=156768110)
- [Pressemitteilung des Ministeriums für Gesundheit und Soziales: Auf Grundlage der Ergebnisse der Analyse medizinischer Kosten und weiterer Daten wird 2026 eine laufende Anpassung der relativen Werte vorangetrieben](https://www.mohw.go.kr/board.es?act=view&bid=0027&list_no=1488346&mid=a10503010100&nPage=6&tag=)

## Images

![Illustration einer medizinischen Waage mit Untersuchungsgeräten auf der einen und Einrichtungen der unverzichtbaren medizinischen Versorgung auf der anderen Seite](https://injoys.com/rails/active_storage/blobs/proxy/eyJfcmFpbHMiOnsiZGF0YSI6MzY4LCJwdXIiOiJibG9iX2lkIn19--8848706f5efb1f895034e927d6002db7fbc3e044/ai-51fe85a7.webp)
![Illustration eines Gesundheitssystems, in dem Ressourcen von Laboren und bildgebenden Geräten zu regionalen medizinischen Einrichtungen fließen](https://injoys.com/rails/active_storage/blobs/proxy/eyJfcmFpbHMiOnsiZGF0YSI6Mzc0LCJwdXIiOiJibG9iX2lkIn19--328f4772b25cba03519e67b7a0fbc5c971cce785/ai-3722581e.webp)