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title: "FEMA-Hochwasserkarten und Prüfung des Überflutungsrisikos für Häuser vor der Hurrikan-Hochsaison"
locale: de
category: knowledge_base
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translation_status: reviewed
license: cc_by
author: "injoys"
source_url: https://injoys.com/en/articles/fema-flood-maps-home-flood-risk-gaps-before-hurricane-peak
published_at: 2026-08-24T05:33:00+09:00
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# FEMA-Hochwasserkarten und Prüfung des Überflutungsrisikos für Häuser vor der Hurrikan-Hochsaison

> FEMA-Hochwasserkarten sind ein wichtiger Ausgangspunkt, bilden jedoch Starkregen, Entwässerungsprobleme, veraltete Karten und die individuelle Anfälligkeit einzelner Gebäude nicht vollständig ab. In Zeiten zunehmender Hurrikanaktivität sollten adressbezogene Karten, frühere Überflutungen, Höhenlage, Sturmflutgefahr, Versicherungsbedingungen und Schadensnachweise gemeinsam geprüft werden.

## Key Points

- Auch wenn der Beginn der atlantischen Hurrikansaison ruhig war, bedeutet dies nicht, dass das Überflutungsrisiko für Häuser im Spätsommer und Herbst, wenn sich die Aktivität üblicherweise konzentriert, ebenfalls gesunken ist.
- Die FEMA-Zonen A und V weisen auf ein hohes Hochwasserrisiko hin, doch die Gefahr einer Überflutung verschwindet nicht allein deshalb, weil ein Haus in Zone X oder außerhalb eines besonderen Hochwasserrisikogebiets liegt.
- Kurzer, heftiger Regen, unzureichende städtische Entwässerungskapazitäten, Kanalrückstau und Oberflächenabfluss werden auf offiziellen, hauptsächlich an Flüssen und Küsten orientierten Karten möglicherweise nicht ausreichend dargestellt.
- Die Deckung von Windschäden durch eine reguläre Wohngebäudeversicherung, eine separate Sturmversicherung und eine Hochwasserversicherung unterscheiden sich hinsichtlich Ursache und Versicherungsbedingungen; Sturmfluten werden im Allgemeinen als Hochwasser eingestuft.
- Vor einer Überflutung aufgenommene Fotos und Videos des Hauses, Inventarlisten, Belege, Seriennummern und Versicherungsunterlagen sind zentrale Nachweise für die Schadensfeststellung und das Antragsverfahren.

Die Hochwasserkarten der US-amerikanischen FEMA sind die erste Informationsquelle, die man zur Beurteilung des Überflutungsrisikos eines Wohnhauses prüfen sollte. Dass ein Standort auf der Karte nicht als Hochrisikogebiet ausgewiesen ist, garantiert jedoch nicht, dass er „nicht überflutet wird“. Um das tatsächliche Risiko realistisch einzuschätzen, müssen neben Fluss- und Küstenhochwasser auch Starkregen, die Kapazitätsgrenzen der Entwässerungssysteme, Sturmfluten, die Höhenlage des Gebäudes und frühere Schäden berücksichtigt werden.

Auch wenn der Beginn der atlantischen Hurrikansaison 2026 als vergleichsweise ruhig beobachtet wurde, ist das kein Grund, die Vorbereitungen abzuschließen. Die Aktivität tropischer Wirbelstürme im Atlantik nimmt im Allgemeinen ab Ende August rasch zu. Saisonprognosen und aktuelle Sturminformationen sollten nicht anhand privater Kommentare, sondern anhand der neuesten Mitteilungen des National Hurricane Center erneut überprüft werden.

## Warum auch ein ruhiger Saisonbeginn kein Grund zur Entwarnung ist

Der offizielle Zeitraum der atlantischen Hurrikansaison ist den neuesten Hinweisen des National Hurricane Center zu entnehmen. Klimatologisch nimmt die Aktivität ab Ende August tendenziell rasch zu, doch das bedeutet keine Vorhersage eines Landfalls an einem bestimmten Datum oder in einer bestimmten Region.

Aus folgenden Gründen lässt sich das Risiko für ein einzelnes Wohnhaus nur schwer anhand der Zahl der Stürme zu Saisonbeginn beurteilen:

- Bereits ein einzelner Hurrikan oder Tropensturm kann je nach Ort des Landfalls und Zuggeschwindigkeit große Schäden verursachen.
- Die Hurrikankategorie gibt hauptsächlich die höchste anhaltende Windgeschwindigkeit an und sagt nichts direkt über die Niederschlagsmenge oder Überflutungstiefe an einer bestimmten Adresse aus.
- Auch weit vom Zentrum entfernte Gebiete können von Regenbändern, Flusshochwasser, Tornados oder Sturmfluten betroffen sein.
- Selbst ein schwaches tropisches Tiefdruckgebiet kann bei langsamer Verlagerung große Regenmengen über einem Gebiet abladen.
- Eine Hochwasserversicherung tritt im Allgemeinen möglicherweise nicht sofort nach Abschluss in Kraft, sodass es für Vorsorgemaßnahmen zu spät sein kann, wenn ein Sturm bereits unmittelbar bevorsteht.

Daher sind „Bisher war es ruhig“ und „Das Risiko für mein Haus ist für den Rest der Saison gering“ zwei unterschiedliche Einschätzungen.

## Was die FEMA-Hochwasserzonen zeigen

Die Flood Insurance Rate Map der FEMA stellt modellierte Risiken wie Flusshochwasser, Küstenüberflutungen und Welleneinwirkung in Zonen dar. Diese Karten werden für die örtliche Flächennutzung und Bauvorschriften, Hochwasserversicherungsanforderungen bei der Kreditvergabe sowie für Versicherungs- und Risikomanagementaufgaben genutzt.

| Repräsentative Zone | Allgemeine Bedeutung | Worauf bei der Auslegung zu achten ist |
|---|---|---|
| A-Zonen | Von der FEMA als besonderes Hochwasserrisikogebiet mit Bemessungshochwasserrisiko ausgewiesen | Die genauen Wahrscheinlichkeitskriterien sind anhand der neuesten offiziellen Zonendefinitionen der FEMA zu prüfen; je nach Unterzone kann die Bemessungshochwasserhöhe angegeben oder noch nicht ermittelt worden sein. |
| V-Zonen | Von der FEMA ausgewiesene Hochrisikogebiete an der Küste, in denen auch Welleneinwirkung erwartet wird | Die genauen Wahrscheinlichkeitskriterien sind anhand der neuesten offiziellen Zonendefinitionen der FEMA zu prüfen; außerdem müssen die Kräfte berücksichtigt werden, die Sturmfluten und Wellen auf Bauwerke ausüben. |
| Schattierte X-Zone | Umfasst im Allgemeinen ein mittleres Hochwasserrisiko | Die genauen Wahrscheinlichkeitskriterien sind anhand der neuesten offiziellen Zonendefinitionen der FEMA zu prüfen; auch selten auftretende Hochwasser können ein großes Ausmaß erreichen. |
| Nicht schattierte X-Zone | Gebiet, das kartografisch mit einem geringeren Risiko als besondere Hochwasserrisikogebiete dargestellt wird | Das bedeutet nicht, dass keine Risiken durch Starkregen oder lokale Entwässerungsprobleme bestehen. |
| D | Gebiet, in dem Hochwasser möglich ist, das Risiko aber nicht ausreichend analysiert wurde | Fehlende Daten dürfen nicht als Beleg für Sicherheit ausgelegt werden. |

Die Wahrscheinlichkeit eines Bemessungshochwassers bedeutet nicht, dass es „nur einmal in einem festen zeitlichen Abstand“ auftritt; die genauen Wahrscheinlichkeitskriterien sind den neuesten offiziellen Hinweisen der FEMA zu entnehmen. Es handelt sich um einen statistischen Maßstab, bei dem jedes Jahr dieselbe Wahrscheinlichkeit gilt, und ein solches Ereignis kann auch in mehreren aufeinanderfolgenden Jahren eintreten. Zudem steigt bei längerer Besitzdauer die kumulierte Wahrscheinlichkeit, mindestens einmal ein Bemessungshochwasser zu erleben.

Neben den geltenden Karten können bei der FEMA auch vorläufige Karten in einem Änderungsverfahren sowie Dokumente zu Kartenänderungen für einzelne Grundstücke vorliegen. Deshalb sollten nach der Suche einer Adresse das Inkrafttretensdatum des Kartenblatts und der Änderungsstatus geprüft werden.

## Überflutungsrisiken, die auf offiziellen Karten möglicherweise nicht erfasst sind

Weder die Schlussfolgerung, FEMA-Karten seien ungenau und daher nutzlos, noch die Annahme, außerhalb der kartierten Gebiete sei man sicher, ist angemessen. Da offizielle Karten Modelle für bestimmte Zwecke und Wahrscheinlichkeitskriterien sind, bilden sie nicht jede Form von Wasserschäden vollständig ab.

### Starkregen und urbane Überflutungen

Wenn innerhalb kurzer Zeit mehr Regen fällt, als die Entwässerungssysteme bewältigen können, können auch Häuser fern von Flüssen oder Küsten überflutet werden. Wasser kann sich an tiefen Straßenabschnitten, auf Parkplätzen, an unterirdischen Zugängen, rund um Stützmauern und an Kellerfenstern sammeln. Solche regenbedingten Oberflächenüberflutungen werden auf Karten, die vor allem Flusshochwasser darstellen, möglicherweise nicht ausreichend sichtbar.

### Ausbreitung von Sturmfluten ins Landesinnere

Eine Sturmflut entsteht, wenn der Wind Meerwasser in Richtung Küste drückt und aufstaut. Sie kann sich entlang von tiefliegenden Gebieten, Buchten, Flussmündungen und Wasserwegen ins Landesinnere ausbreiten. Die FEMA-Versicherungskarten und die Sturmflutrisikokarten des National Hurricane Center verfolgen unterschiedliche Zwecke und beruhen auf unterschiedlichen Annahmen. Sie sollten daher nicht als Ersatz füreinander, sondern als ergänzende Informationsquellen betrachtet werden.

### Veraltete Gelände-, Niederschlags- und Bebauungsbedingungen

Seit Erstellung einer Karte können sich Straßen, Wohnsiedlungen, Deiche, Entwässerungsgräben und versiegelte Flächen verändert haben. Wenn neue Bebauung den Wasserabfluss verändert oder Entwässerungsanlagen altern, kann sich das heutige lokale Risiko von den Bedingungen zum Zeitpunkt der Kartenerstellung unterscheiden. Neben dem Inkrafttretensdatum des Kartenblatts sollten daher auch die neuesten Überflutungs- und Entwässerungskarten sowie Bauvorhaben der Kommunalverwaltung geprüft werden.

### Übermäßiges Vertrauen in Deiche und Entwässerungssysteme

Das Vorhandensein eines Deichs oder einer Pumpe beseitigt das Risiko nicht. Möglich sind Wassermengen oberhalb des Auslegungsniveaus, Geräteausfälle, Stromausfälle, verstopfte Abflüsse oder Strömungen, die einen Deich umgehen. Auch in Gebieten, deren kartiertes Risiko eine Schutzwirkung berücksichtigt, bleibt ein Restrisiko bestehen.

## Unterlagen, die für jede Adresse zusätzlich geprüft werden sollten

Eine genaue Beurteilung ist möglich, wenn mehrere Informationsquellen übereinandergelegt werden, statt sich auf eine einzige Karte zu verlassen.

1. Im FEMA Map Service Center nach der Adresse suchen und das derzeit geltende Kartenblatt, die Zone und das Inkrafttretensdatum prüfen.
2. Im GIS der Kommune oder des Countys Beschwerden über Überflutungen, Entwässerungsanlagen, Flüsse, tiefliegende Gebiete und Evakuierungszonen prüfen.
3. Bei Küstengebieten zusätzlich die Sturmflutrisikokarte des National Hurricane Center einsehen.
4. Den Verkäufer, frühere Eigentümer oder die zuständige Verwaltung nach früheren Überflutungen, Wassereintritt, Schimmelbeseitigung und Reparaturen fragen.
5. Wenn möglich, anhand von Vermessungsunterlagen oder eines Elevation Certificate prüfen, wie die niedrigste Bodenhöhe des Gebäudes und wichtige technische Anlagen im Verhältnis zur Bemessungshochwasserhöhe liegen.
6. Vom Versicherer oder Vermittler schriftliche Angaben zum derzeit verfügbaren Deckungsumfang einer Hochwasserversicherung, zur Selbstbeteiligung, Wartezeit und voraussichtlichen Prämie anfordern.

Frühere Versicherungsschäden sind aufgrund von Datenschutzbestimmungen oder Vertragsverhältnissen nicht für jedermann zugänglich. Käufer sollten die Offenlegungspflichten des Verkäufers im jeweiligen Bundesstaat prüfen und im Rahmen der Gebäudeinspektion und der Einholung von Versicherungsangeboten gesondert nach Spuren von Wasserschäden suchen.

## Warum sich die Schäden selbst innerhalb derselben Hochwasserzone von Haus zu Haus unterscheiden

Karten zeigen hauptsächlich das Risiko eines Gebiets, doch die tatsächlichen Verluste können je nach Lage und Bauweise eines Gebäudes stark variieren. Diese Unterschiede auf Gebäudeebene werden leicht übersehen, wenn nur der Zonenbuchstabe geprüft wird.

- Richtung, in die Wasser auf dem Grundstück zum Hauseingang, zur Garage oder zur Kellertreppe fließt
- Ob der Fußboden des Hauses höher liegt als die umliegenden Straßen und Abflüsse
- Bauweise von Keller, Kriechkeller und Wänden in unteren Geschossen
- Einbauhöhe von HVAC, Schalttafel, Warmwasserbereiter, Generator und Kraftstofftank
- Vorhandensein von Rückstauventil, Sumpfpumpe und Notstromversorgung
- Zustand von Wanddurchführungen, Lichtschächten, Garagentor und Fundamentrissen
- Zustand von Abflüssen und Dachrinnen, die durch Erde und Laub verstopfen können

Werden wichtige technische Anlagen und wertvolle Gegenstände im Keller aufbewahrt, kann insbesondere schon eine geringe Überflutung hohe Sanierungskosten verursachen. Unabhängig von der Kartenprüfung sollten daher mögliche Eintrittswege des Wassers, die elektrische Sicherheit, die Höhe der technischen Anlagen und Szenarien eines Entwässerungsausfalls untersucht werden.

## Unterschiede zwischen Wohngebäude-, Sturm- und Hochwasserversicherung

Für die Versicherungsbeurteilung ist nicht der Name des Sturms maßgeblich, sondern die unmittelbare Schadenursache und die Vertragsbedingungen. Selbst bei demselben Hurrikan können Windschäden am Dach und Schäden durch eindringendes Oberflächenwasser von unterschiedlichen Versicherungen reguliert werden.

| Versicherungsart | Im Allgemeinen abgedeckte Risiken | Typische Deckungslücken und Prüfpunkte |
|---|---|---|
| Allgemeine Wohngebäudeversicherung | Wind, Feuer, Diebstahl und weitere laut Vertrag eingeschlossene Risiken | Von außen über die Erdoberfläche eindringendes Hochwasser ist im Allgemeinen ausgeschlossen. In Küstengebieten können auch Wind- oder Hagelschäden ausgeschlossen sein. |
| Separate Wind- oder Sturmversicherung | Schäden durch Hurrikanwinde, starke Winde oder Hagel | Hochwasser und Sturmfluten sind gewöhnlich nicht versichert. Es ist zu prüfen, ob eine gesonderte Selbstbeteiligung gilt. |
| NFIP oder private Hochwasserversicherung | Schäden an Gebäude und Hausrat durch ein im Vertrag definiertes Hochwasser | Deckungsgrenzen und Selbstbeteiligungen für Gebäude und Hausrat können unterschiedlich sein; der Schutz für Kellerräume ist eingeschränkt. Kosten für eine vorübergehende Unterbringung und Ähnliches sind produktspezifisch zu prüfen. |
| Zusatzdeckung für Kanal- und Abwasserrückstau | Rückstau aus Abwasserleitungen oder Entwässerungssystemen gemäß den Vertragsbedingungen | Diese Zusatzdeckung ersetzt keinen Schutz gegen Oberflächenhochwasser. Es ist zu prüfen, welche Regelungen gelten, wenn Hochwasser und Rückstau gleichzeitig auftreten. |

Da bei einer Sturmflut Meerwasser auf das Land gedrückt wird, wird sie im Allgemeinen als Hochwasserrisiko behandelt. Dringt dagegen Regen ein, nachdem das Dach durch Wind beschädigt wurde, müssen die Ursache der Beschädigung und die Vertragsbedingungen geprüft werden. Ob tatsächlich eine Entschädigung erfolgt, hängt vom jeweiligen Vertrag, den Ausschlussklauseln, der Untersuchung der Schadenursache und dem Recht des Bundesstaates ab.

Für Häuser in besonderen Hochwasserrisikogebieten mit einem bundesbezogenen Darlehen kann eine Pflicht zum Abschluss einer Hochwasserversicherung gelten. Dass diese Pflicht nicht besteht, bedeutet jedoch nicht, dass eine Versicherung unnötig ist. Außerdem bestimmt NFIP mit Risk Rating 2.0 die Versicherungsprämie nicht allein anhand einer Kartenzone, sondern nutzt mehrere Risikofaktoren wie Entfernung, Hochwasserart und Wiederaufbaukosten.

## Schadensnachweise, die vor der Versicherungsprüfung vorbereitet werden sollten

Unabhängig davon, ob eine Versicherung abgeschlossen wurde, erleichtern vor einer Katastrophe erstellte Aufzeichnungen den Nachweis von Eigentum, Zustand der Gegenstände und Schadensumfang.

### Fotos und Videos des Hauses

- Alle Räume in der Übersicht aufnehmen, sodass der Zustand von Wänden, Böden und Decken erkennbar ist.
- Schubladen und Schränke öffnen und ihren Inhalt langsam auf Video festhalten.
- Dach, Außenwände, Fenster, Garagentor, Fundament und Entwässerungsanlagen fotografieren.
- Modellbezeichnungen und Seriennummern von Schalttafel, HVAC, Warmwasserbereiter und wichtigen Haushaltsgeräten aus der Nähe aufnehmen.
- Originaldateien und Metadaten aufbewahren, damit das Aufnahmedatum überprüft werden kann.

### Inventarliste und Dokumente

- Bezeichnung, Kaufzeitpunkt, Menge, Modell und ungefähren Kaufpreis der Gegenstände festhalten.
- Quittungen, Garantien, Gutachten und Fotos wertvoller Gegenstände miteinander verknüpft aufbewahren.
- Deklarationsseite der Versicherungspolice, Zusatzdeckungen, Selbstbeteiligungen und Kontaktdaten des Versicherers speichern.
- Kopien von Hypotheken- oder Mietunterlagen und Ausweisen sowie Notfallkontakte bereithalten.
- Kopien in einer verschlüsselten Cloud oder an einem sicheren Ort außerhalb des Hauses aufbewahren.

Nach einer Überflutung müssen zunächst Menschenleben sowie die elektrische und bauliche Sicherheit geschützt werden. Die Wasserhöhe und den Zustand der Schäden fotografieren und den Versicherer umgehend informieren. Sofern keine dringenden Hygienemaßnahmen erforderlich sind, sollten beschädigte Gegenstände vor der Begutachtung möglichst nicht pauschal entsorgt werden. Müssen sie weggeworfen werden, sollten für jeden Gegenstand Fotos, Menge, Herstellerangaben und der Entsorgungsgrund dokumentiert und die Sicherheitshinweise der Kommunalverwaltung befolgt werden.

## Entscheidungskriterien vor dem Höhepunkt der Hurrikansaison

Die FEMA-Karte ist der Ausgangspunkt der Risikobeurteilung, nicht deren endgültiges Ergebnis. Alle folgenden vier Fragen sollten beantwortet werden können.

- In welcher Zone liegt diese Adresse auf der aktuell geltenden FEMA-Karte, und wann ist die Karte in Kraft getreten?
- Gibt es neben Fluss- und Küstenrisiken auch Gefahren durch Starkregen, Entwässerungsstörungen oder Wege, auf denen sich Sturmfluten ausbreiten können?
- Wie viel höher liegen der Fußboden des Hauses und die wichtigsten technischen Anlagen als die umliegenden Straßen, Abflüsse und erwarteten Wasserstände?
- Durch welche Versicherung sind Wind, Hochwasser, Kanalrückstau und Kosten einer vorübergehenden Unterbringung jeweils abgedeckt oder ausgeschlossen?

Auch für Häuser außerhalb kartierter Risikogebiete liegt das Risiko nicht bei null. Umgekehrt erleiden nicht alle Häuser in einem Hochrisikogebiet allein wegen ihrer Lage dort dieselben Schäden. Der realistischste Ansatz besteht darin, lokale Karten, die Gebäudehöhe, frühere Überflutungen, Entwässerungswege und Versicherungsbedingungen gemeinsam zu prüfen.

## FAQ

### Ist keine Hochwasserversicherung erforderlich, wenn das Gebiet auf der FEMA-Karte als Zone X ausgewiesen ist?
Zone X bedeutet im Allgemeinen, dass das Gebiet mit einem geringeren Risiko als besondere Hochwasserrisikogebiete kartiert wurde, nicht aber, dass keine Überschwemmungsgefahr besteht. Da Starkregen, Störungen der Entwässerung, kleine Gewässer und Veränderungen durch Bebauung nach der Kartenerstellung möglicherweise nicht ausreichend berücksichtigt sind, sollten sowohl frühere Überschwemmungen als auch die Versicherungsprämien geprüft werden.

### Bedeutet die Wahrscheinlichkeit einer Basisflut, dass sie einmal in einem bestimmten Zeitraum auftritt?
Nein. Es handelt sich um einen statistischen Ausdruck für die Wahrscheinlichkeit, dass in jedem einzelnen Jahr eine Überschwemmung auftritt; die genaue Definition sollte in den neuesten offiziellen Informationen der FEMA geprüft werden. In einem Gebiet kann es auch mehrere Jahre in Folge dazu kommen, und bei langfristigem Besitz eines Hauses steigt die kumulierte Wahrscheinlichkeit einer Gefährdung.

### Zeigen FEMA-Hochwasserkarten alle durch Starkregen verursachten Überschwemmungen?
Nein. FEMA-Karten liefern wichtige Informationen zu Fluss- und Küstenhochwasser, bilden jedoch möglicherweise nicht alle Überschwemmungen detailliert ab, die durch kurze, heftige Regenfälle, örtlich unzureichende Entwässerungsanlagen, tiefer gelegene Straßenabschnitte und Oberflächenabfluss entstehen.

### Sind durch die Sturmflut eines Hurrikans verursachte Schäden durch eine normale Wohngebäudeversicherung gedeckt?
Sturmfluten werden im Allgemeinen als Hochwasser eingestuft und sind daher häufig von normalen Wohngebäudeversicherungen ausgeschlossen. Ob tatsächlich Versicherungsschutz besteht, muss jeweils anhand der Bedingungen der Hochwasserversicherung, einer separaten Sturmversicherung und der Wohngebäudeversicherung geprüft werden.

### Sind Sturmversicherung und Hochwasserversicherung dasselbe?
Nein. Eine Sturmversicherung deckt hauptsächlich Schäden durch Wind oder Hagel ab, während eine Hochwasserversicherung das Übertreten von Wasser abdeckt, das gemäß den Versicherungsbedingungen als Hochwasser gilt. Selbst bei ein und demselben Hurrikan kann für Windschäden am Dach und für das Eindringen von Oberflächenwasser unterschiedlicher Versicherungsschutz gelten.

### Kann eine Zusatzdeckung für Abwasser-Rückstau eine Hochwasserversicherung ersetzen?
Im Allgemeinen nicht. Eine Zusatzdeckung für Abwasser- und Entwässerungsrückstau deckt Rückstauereignisse ab, die in den Versicherungsbedingungen festgelegt sind; ihre Definition kann sich jedoch von der eines Hochwassers unterscheiden, bei dem Oberflächenwasser von außen mehrere Gebäude oder Grundstücke betrifft.

### Wo kann man die Überschwemmungshistorie für eine bestimmte Adresse prüfen?
Zunächst sollten die FEMA-Karten und das GIS der örtlichen Behörden geprüft und der Verkäufer, der frühere Eigentümer oder die zuständige Verwaltung nach früheren Überschwemmungen und Reparaturen gefragt werden. Da Unterlagen zu Versicherungsansprüchen aus Gründen wie dem Datenschutz möglicherweise nicht vollständig öffentlich zugänglich sind, sollten zusätzlich die bundesstaatlichen Offenlegungsvorschriften für Verkäufer und eine Hausinspektion genutzt werden.

### Warum ist ein Elevation Certificate nützlich?
Ein Elevation Certificate hilft dabei, die Höhenlage des Gebäudes und die Lage der wichtigsten Geschosse mit der Basisfluthöhe zu vergleichen. Es ist nicht für den Abschluss einer Versicherung für jedes Haus zwingend erforderlich, kann aber für die Risikominderung sowie die Prüfung von Bauvorschriften und Versicherungsschutz nützlich sein.

### Welche Fotos sollte man vor einer Überschwemmung aufnehmen?
Fotografiert werden sollten alle Räume vollständig, das Innere von Schränken, Dach und Außenwände, das Fundament, Entwässerungsanlagen, der Stromverteiler, die HVAC-Anlage und wichtige Haushaltsgeräte. Wertgegenstände und Haushaltsgeräte sollten so fotografiert werden, dass Modellbezeichnung und Seriennummer sichtbar sind; die Originaldateien und Belege sollten außerhalb des Hauses oder in einer sicheren Cloud aufbewahrt werden.

### Besteht bei einer unmittelbar vor einem Sturm abgeschlossenen Hochwasserversicherung sofort Versicherungsschutz?
Bei Hochwasserversicherungen kann eine Wartezeit gelten, daher sollten die neuesten Informationen des NFIP sowie die Wartezeit und mögliche Ausnahmen beim Versicherer geprüft werden. Da für private Versicherungen andere Bedingungen gelten können, sollten Abschlussdatum, Datum des Versicherungsbeginns und Voraussetzungen für Ausnahmen schriftlich beim Versicherer bestätigt werden.

## Sources

- [Nationales Hochwasserversicherungsprogramm — Hochwasserzonen und -karten](https://www.floodsmart.gov/flood-zones-and-maps)
- [FEMA-Servicecenter für Hochwasserkarten](https://msc.fema.gov/portal/home)
- [Nationales Hurrikanzentrum — Klimatologie tropischer Wirbelstürme](https://www.nhc.noaa.gov/climo/)
- [Nationales Hurrikanzentrum — Nationale Risikokarten für Sturmfluten](https://www.nhc.noaa.gov/nationalsurge/)
- [FEMA — Nationale Risikobewertung 2.0](https://www.fema.gov/flood-insurance/risk-rating)
- [Nationales Hochwasserversicherungsprogramm — Hochwasserversicherungsschutz](https://www.floodsmart.gov/coverage)
- [FEMA — Erste Schritte zur Hochwasserversicherung](https://www.fema.gov/flood-insurance/get-started)
- [Amt für finanziellen Verbraucherschutz — Hochwasserrisiko und der US-Hypothekenmarkt](https://www.consumerfinance.gov/data-research/research-reports/flood-risk-and-the-us-mortgage-market/)
- [Nationaler Verband der Versicherungsaufsichtsbehörden — Hochwasserversicherung](https://content.naic.org/consumer/flood-insurance)
- [Ready.gov — Finanzielle Vorsorge](https://www.ready.gov/financial-preparedness)
- [Michael Lowry — Hurrikane im August in den USA: Woher kommen sie?](https://michaelrlowry.substack.com/p/august-us-hurricanes-where-do-they)

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