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title: "Muss man bei eingeschränkter Nierenfunktion auf Fleisch verzichten?"
locale: de
category: knowledge_base
category_name: "Wissensdatenbank"
translation_status: reviewed
license: cc_by
author: "injoys"
source_url: https://injoys.com/en/articles/ckd-meat-protein-intake-guide
published_at: 2026-08-21T00:14:51+09:00
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# Muss man bei eingeschränkter Nierenfunktion auf Fleisch verzichten?

> Bei eingeschränkter Nierenfunktion muss man nicht grundsätzlich auf Fleisch verzichten. Das bedeutet jedoch nicht, dass die bisherige Verzehrmenge unverändert beibehalten werden kann. Innerhalb des an Krankheitsstadium und Dialysestatus angepassten Gesamtproteinziels muss das Eiweiß aus Fleisch, Reis und Beilagen gemeinsam berechnet werden.

## Key Points

- Bei einer Ernährung für chronische Nierenkrankheit ist die gesamte tägliche Proteinzufuhr wichtiger als die Frage, ob Fleisch verboten ist.
- KDIGO nennt Richtwerte für die Proteinzufuhr bei Erwachsenen mit chronischer Nierenkrankheit ohne Dialyse. Die betroffenen Krankheitsstadien und konkreten Zielmengen sollten jedoch in der entsprechenden Leitlinie und beim medizinischen Fachpersonal überprüft werden.
- Da auch Reis, Brot, Nudeln, Tofu und Milchprodukte Eiweiß enthalten, kann die tatsächliche Zufuhr unterschätzt werden, wenn nur Fleisch berücksichtigt wird.
- Eiweißarmer Reis kann dabei helfen, Spielraum für den Fleischverzehr zu schaffen. Dabei müssen jedoch die Nährwertangaben des jeweiligen Produkts und der Kaloriengehalt der gesamten Mahlzeit geprüft werden.
- Bei Dialyse oder einem Risiko für Mangelernährung oder Sarkopenie kann eine zu starke Einschränkung der Proteinzufuhr sogar schädlich sein.

Die Aussage, bei schlechten Nieren müsse man Fleisch möglichst vollständig meiden, ist zu stark vereinfacht. Umgekehrt lässt sich auch die Behauptung, man könne trotz einer Nierenerkrankung wie gewohnt Fleisch essen, nicht auf alle Patienten übertragen. Entscheidend ist, **nicht Fleisch an sich zu verbieten, sondern die gesamte tägliche Proteinmenge an Krankheitsstadium, Dialysestatus und Ernährungszustand anzupassen**.

## Der Irrtum, vollständig auf Fleisch verzichten zu müssen

Fleisch liefert hochwertiges Protein, Eisen, Vitamin B12 und weitere Nährstoffe. Beim Proteinabbau entstehen jedoch stickstoffhaltige Abfallprodukte, die über die Nieren verarbeitet werden müssen. Daher kann eine übermäßige Proteinzufuhr für manche Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion belastend sein.

Dabei sind folgende Unterscheidungen wichtig:

- **Das bedeutet nicht, dass Fleisch ein giftiges Lebensmittel ist.** Eine angemessene Menge kann in den Speiseplan aufgenommen werden.
- **Es gibt auch keine Garantie dafür, dass die bisherige Verzehrmenge angemessen ist.** War die bisherige Ernährung proteinreich, kann eine Reduzierung erforderlich sein.
- **Nicht alle Patienten mit einer Nierenerkrankung haben dasselbe Ziel.** Es hängt vom Stadium der chronischen Nierenerkrankung, von Proteinurie, Diabetes, Alter, Gewichtsveränderungen und Dialysestatus ab.
- **Eine extreme proteinarme Ernährung sollte nicht eigenmächtig begonnen werden.** Ein Mangel an Energie und essenziellen Nährstoffen kann zu Gewichtsverlust und Muskelabbau führen.

Die korrekte Aussage lautet daher: „Auch bei einer Nierenerkrankung kann Fleisch innerhalb der verordneten Gesamtproteinmenge gegessen werden.“

## Je nach Krankheitsstadium und Dialysestatus unterschiedliche Proteinziele

Die KDIGO-Leitlinie nennt Richtwerte für die Proteinzufuhr bei Erwachsenen mit chronischer Nierenerkrankung, die nicht dialysiert werden. Die genauen betroffenen Krankheitsstadien und Zielmengen sollten jedoch anhand der jeweiligen Leitlinie und mit dem medizinischen Fachpersonal geklärt werden. Es handelt sich um Richtwerte auf Bevölkerungsebene, die keine individuelle Verordnung ersetzen.

| Situation | Allgemeine Ernährungsrichtung | Unbedingt zu klären |
|---|---|---|
| Chronische Nierenerkrankung im Frühstadium | Vorrangig übermäßigen Verzehr verhindern, statt Fleisch pauschal zu verbieten | Proteinurie, Diabetes, derzeitige Ernährungsgewohnheiten |
| G3~G5 ohne Dialyse | Gesamtproteinmenge anpassen und zugleich eine angemessene Energiezufuhr sicherstellen | Vom behandelnden Fachpersonal festgelegte Bezugsmasse und Zielmenge |
| Während Hämodialyse oder Peritonealdialyse | Der Proteinbedarf kann höher sein als bei nicht dialysierten Patienten | Dialyseverfahren, Untersuchungsergebnisse, Ernährungszustand |
| Hohes Alter, Untergewicht oder Risiko für Sarkopenie | Vorrangig auf Mangelernährung durch übermäßige Einschränkung achten | Gewichtsverlust, Muskelkraft, Appetit, Albumin im Blut usw. |
| Akute Nierenschädigung, nephrotisches Syndrom oder nach Transplantation | Allgemeine Ernährungsempfehlungen für chronische Nierenerkrankungen lassen sich nur schwer unverändert anwenden | Gesonderte Anweisungen des für die jeweilige Erkrankung zuständigen medizinischen Fachpersonals |

Auch die Frage, welches Gewicht für die Berechnung der Zufuhr pro Kilogramm verwendet wird, ist wichtig. Bei Ödemen, Adipositas oder Untergewicht wird möglicherweise nicht einfach das aktuelle Gewicht eingesetzt, sondern das Standardgewicht oder ein angepasstes Gewicht. Dies sollte mit dem medizinischen Fachpersonal oder einer klinischen Ernährungsfachkraft geklärt werden.

## Warum die Rechnung nicht aufgeht, wenn nur Fleisch reduziert wird

Protein ist nicht nur in Fleisch, Fisch und Eiern enthalten. Auch das Protein aus den folgenden Lebensmitteln zählt zur täglichen Gesamtmenge:

- Getreideprodukte wie Reis, Mischgetreidereis, Brot und Nudeln
- Hülsenfrüchte, Tofu und Nüsse
- Milch, Joghurt und Käse
- Fisch, Eier und Fleisch
- Proteingetränke und Nahrungsergänzungsmittel für den Sport
- Bestimmte Fertiggerichte und Trink- oder Zusatznahrung

Auch wenn zu einer Mahlzeit kein Fleisch gegessen wird, summiert sich das Protein, wenn gleichzeitig Reis, eine Tofubeilage, Milch und Nüsse verzehrt werden. Umgekehrt entsteht Spielraum für einen Speiseplan innerhalb des verordneten Bereichs, wenn bei einer Mahlzeit mit Fleisch das Protein aus Getreide und anderen Beilagen angepasst wird.

Für die praktische Berechnung ist folgende Reihenfolge sinnvoll:

1. Die tägliche Zielmenge für Protein beim medizinischen Fachpersonal erfragen.
2. Bei verpackten Lebensmitteln zwischen der in den Nährwertangaben genannten Portionsgröße und der tatsächlich verzehrten Menge unterscheiden.
3. Nicht nur Fleisch, sondern auch das Protein aus Reis, Nudeln, Tofu und Milchprodukten dokumentieren.
4. Die tägliche Gesamtmenge auf die Mahlzeiten verteilen und nicht übermäßig auf eine einzige Mahlzeit konzentrieren.
5. Wenn Gewicht und Appetit weiter abnehmen, die Einschränkungen nicht verschärfen, sondern ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

## Wann kann proteinarmer Reis hilfreich sein?

Auch normaler gekochter Reis enthält Protein. Wenn eine Person, der das medizinische Fachpersonal eine Proteinbeschränkung verordnet hat, daher eine bestimmte Menge bevorzugter Beilagen wie Fleisch oder Fisch essen möchte, kann sie proteinarmen Reis oder proteinarmen Fertigreis verwenden, um die Proteinmenge aus Getreide zu reduzieren.

Der Proteingehalt aller proteinarmen Produkte beträgt jedoch nicht genau ein Zehntel des Gehalts normaler Produkte. Da sich Zutaten, Herstellungsverfahren und Portionsgrößen unterscheiden, müssen die auf der Verpackung angegebenen Werte direkt verglichen werden.

### Kriterien beim Produktvergleich

| Prüfkriterium | Grund für die Prüfung |
|---|---|
| Portionsgröße | Eine Packung des Produkts kann von der Bezugsmenge der Nährwertangaben abweichen |
| Protein | Erforderlich, um die bei einer tatsächlichen Mahlzeit eingesparte Menge zu beurteilen |
| Energie | Trotz der Proteinreduzierung muss die erforderliche Energiezufuhr sichergestellt werden |
| Natrium | Gewürzte Produkte oder Fertiggerichte können viel Natrium enthalten |
| Kalium und Phosphor | Abhängig von den individuellen Untersuchungsergebnissen kann eine Kontrolle erforderlich sein |
| Phosphatzusätze | Da sie die Phosphorzufuhr aus verarbeiteten Lebensmitteln erhöhen können, ist eine Prüfung der Zutatenliste hilfreich |

Proteinarmer Reis ist kein Arzneimittel, sondern ein Hilfsmittel zur Ernährungssteuerung. Der Verzehr eines solchen Produkts ist kein Grund, die Fleischmenge unbegrenzt zu erhöhen oder das Protein aus anderen Beilagen bei der Berechnung außer Acht zu lassen.

## Welches Fleisch sollte wie ausgewählt werden?

Selbst zwischen verschiedenen proteinhaltigen Lebensmitteln gibt es große Unterschiede beim Natriumgehalt und bei den Zusatzstoffen. Verarbeitetes Fleisch wie Schinken, Wurst, Speck, Trockenfleisch und mariniertes Fleisch kann viel Salz und Phosphatzusätze enthalten. Daher empfiehlt es sich, Zutatenliste und Nährwertangaben zu prüfen.

Relativ einfache Auswahlregeln sind:

- Unverarbeitetes Fleisch mit wenigen Zusatzstoffen gegenüber verarbeitetem Fleisch bevorzugen.
- Nach dem Braten, Grillen oder Kochen nicht übermäßig viel Salz, Sojasoße oder andere Soßen hinzufügen.
- Bei Suppengerichten neben der Fleischmenge auch den Natriumgehalt der Brühe berücksichtigen.
- Werden zusammen mit Fleisch auch Eier, Tofu oder Käse gegessen, muss alles als Protein zusammengerechnet werden.
- Proteinpräparate nicht ohne Rücksprache mit dem medizinischen Fachpersonal ergänzen.

Ob rotes Fleisch, Geflügel, Fisch oder pflanzliches Protein geeignet ist, hängt von den individuellen Blutwerten und Begleiterkrankungen ab. Sind beispielsweise die Kalium- oder Phosphorwerte erhöht, können allgemeine Ratschläge zu einer gesunden Ernährung ungeeignet sein.

## Die Falle einer reinen Proteinreduzierung: Energiemangel und Sarkopenie

Wer neben Protein auch andere Energiequellen wie Reis und Fett übermäßig reduziert, riskiert, dass der Körper nicht nur gespeichertes Fett, sondern auch Muskelprotein zur Energiegewinnung nutzt. In diesem Fall können trotz eingeschränkter Proteinzufuhr über die Nahrung durch den Muskelabbau die Abfallprodukte im Körper zunehmen und sich der Ernährungszustand verschlechtern.

Insbesondere bei folgenden Anzeichen sollte eine extreme proteinarme Ernährung beendet und das medizinische Fachpersonal konsultiert werden:

- Unbeabsichtigter Gewichtsverlust
- Appetitverlust oder Auslassen von Mahlzeiten
- Abnahme der Griffkraft und Gehfähigkeit
- Schnelle Erschöpfung oder Schwierigkeiten bei alltäglichen Aktivitäten
- Übelkeit, Erbrechen oder Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme
- Zunehmende Ödeme oder eine plötzlich veränderte Urinmenge

Das Ziel einer proteinarmen Ernährung besteht nicht darin, „weniger zu essen“, sondern **bei ausreichender Energie- und Nährstoffzufuhr ausschließlich übermäßiges Protein zu reduzieren**. Bei älteren Menschen, Dialysepatienten sowie Patienten mit Krebs oder einer Infektion muss das Risiko einer Mangelernährung besonders sorgfältig beurteilt werden.

## Auch Natrium, Kalium und Phosphor müssen berücksichtigt werden

Eine Ernährung bei Nierenerkrankungen lässt sich nicht allein anhand von Protein erklären.

- **Natrium:** Beeinflusst die Kontrolle von Ödemen und Blutdruck. Durch verarbeitetes Fleisch, Brühen, Soßen und eingelegte Lebensmittel kann die Zufuhr leicht steigen.
- **Kalium:** Eine Einschränkung ist nicht bei allen Patienten erforderlich. Die Zufuhr wird anhand des Kaliumspiegels im Blut und der eingenommenen Medikamente angepasst.
- **Phosphor:** Bei eingeschränkter Nierenfunktion kann eine Kontrolle notwendig sein. Auch Phosphatzusätze in verarbeiteten Lebensmitteln sollten geprüft werden.
- **Energie:** Bei unzureichender Zufuhr können Gewicht und Muskelmasse abnehmen.
- **Flüssigkeit:** Die Vorgaben unterscheiden sich je nach Ödemen, Herzinsuffizienz, Dialysestatus und Urinmenge.

Wenn die Untersuchungsergebnisse normal sind, aber allein aufgrund von Ernährungsplänen aus dem Internet gleichzeitig auch Kalium und Phosphor stark eingeschränkt werden, kann die Auswahl an essbaren Lebensmitteln übermäßig klein werden. Grundsätzlich sollten Einschränkungen anhand der Untersuchungsergebnisse festgelegt werden.

## Nützliche Informationen zur Vorbereitung auf den Arzttermin

Wer bei einem Gespräch mit dem medizinischen Fachpersonal oder einer klinischen Ernährungsfachkraft folgende Unterlagen mitbringt, kann konkretere Empfehlungen erhalten:

- Lebensmittel und ungefähre Mengen, die über 2~3 Tage verzehrt wurden
- Liste der eingenommenen Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel und Proteinpräparate
- Jüngste Gewichtsveränderungen und aktueller Appetit
- Dialysestatus und Dialyseverfahren
- Aktuelle Untersuchungsergebnisse zu Nierenfunktion, Kalium, Phosphor und Proteinurie
- Fotos der Nährwertangaben häufig verzehrter Fertigreisprodukte und verarbeiteter Lebensmittel

Zusammenfassend müssen Patienten mit einer Nierenerkrankung weder vollständig auf Fleisch verzichten noch gibt es einen Grund, es ohne jede Einschränkung wie gewohnt zu essen. Die angemessene Menge sollte anhand des gesamten täglichen Speiseplans festgelegt werden. Produkte wie proteinarmer Reis sollten als unterstützende Hilfsmittel genutzt werden, um dieses Ziel umzusetzen.

## FAQ

### Muss man bei schlechter Nierenfunktion vollständig auf Fleisch verzichten?
In den meisten Fällen wird Fleisch nicht grundsätzlich verboten. Allerdings muss die Menge so angepasst werden, dass die gesamte tägliche Eiweißzufuhr aus Fleisch, Fisch, Eiern, Reis, Tofu und Milchprodukten das individuelle Ziel nicht überschreitet.

### Kann man bei chronischer Nierenerkrankung weiterhin so viel Fleisch wie bisher essen?
Man sollte nicht einfach unverändert weiteressen, ohne zu prüfen, ob die bisherige Zufuhr angemessen ist. War die bisherige Ernährung eiweißreich oder ist die Nierenfunktion stark eingeschränkt, kann eine Reduzierung erforderlich sein. Bei einer Dialyse kann dagegen mehr Eiweiß notwendig sein.

### Wie wird die tägliche Eiweißzufuhr festgelegt?
Das Eiweißziel für Erwachsene mit chronischer Nierenerkrankung, die nicht dialysiert werden, hängt vom Krankheitsstadium, Ernährungszustand, Alter, einer Proteinurie und Begleiterkrankungen ab und sollte daher mit dem medizinischen Fachpersonal abgestimmt werden. Bei Ödemen oder Adipositas muss gegebenenfalls auch das für die Berechnung verwendete Körpergewicht angepasst werden, weshalb dies ebenfalls mit dem medizinischen Fachpersonal abzuklären ist.

### Müssen auch Dialysepatienten ihre Eiweißzufuhr reduzieren?
Für Dialysepatienten gelten andere Ernährungsgrundsätze als für Patienten ohne Dialyse. Aufgrund von Verlusten während der Dialyse und der Stoffwechsellage kann der Eiweißbedarf höher sein. Daher sollte man nicht eigenmächtig mit einer eiweißarmen Ernährung beginnen.

### Ist es sinnvoll, an Tagen, an denen man Fleisch isst, eiweißarmen Reis zu essen?
Wenn das medizinische Fachpersonal eine Eiweißbeschränkung verordnet hat, kann eiweißarmer Reis die Eiweißzufuhr aus Getreide reduzieren und so Spielraum für Fleisch oder Fisch schaffen. Allerdings müssen der Eiweiß- und Kaloriengehalt sowie der Natriumgehalt des jeweiligen Produkts geprüft und die Verwendung an die tägliche Gesamtmenge angepasst werden.

### Enthält eiweißarmer Instantreis immer nur ein Zehntel so viel Eiweiß wie normaler Reis?
Nein. Da sich Rohstoffe, Herstellungsverfahren und Portionsgrößen je nach Produkt unterscheiden, variiert auch der Grad der Reduzierung. Daher müssen die Portionsgröße und die Eiweißangabe auf der Verpackung direkt miteinander verglichen werden.

### Dürfen Menschen mit einer Nierenerkrankung nur Hähnchen und Fisch essen?
Es sind nicht nur bestimmte Fleischsorten erlaubt. Häufig sind die verzehrte Menge, der Verarbeitungsgrad sowie Natrium- und Phosphatzusätze wichtiger als die Sorte. Auch die individuellen Kalium- und Phosphorwerte sowie Begleiterkrankungen müssen berücksichtigt werden.

### Müssen Tofu oder Hülsenfrüchte, die anstelle von Fleisch gegessen werden, bei der Eiweißberechnung nicht berücksichtigt werden?
Auch Tofu und Hülsenfrüchte sind eiweißhaltige Lebensmittel und müssen daher in die tägliche Gesamtmenge eingerechnet werden. Pflanzliches Eiweiß hat zwar Vorteile, das bedeutet jedoch nicht, dass es unbegrenzt verzehrt werden kann. Personen, die ihre Kalium- und Phosphorzufuhr kontrollieren müssen, sollten die Verzehrmenge gesondert abklären.

### Was ist zu tun, wenn nach der Reduzierung der Eiweißzufuhr das Körpergewicht und die Muskelmasse abnehmen?
Die Ernährungseinschränkungen sollten nicht weiter verschärft werden; stattdessen sollte man das medizinische Fachpersonal oder eine klinische Ernährungsfachkraft informieren. Ein möglicher Kalorienmangel oder eine Mangelernährung muss beurteilt und das Eiweißziel sowie die Zusammenstellung der Mahlzeiten erneut angepasst werden.

## Sources

- [KDIGO 2024 Leitlinie für die klinische Praxis zur Beurteilung und Behandlung chronischer Nierenerkrankungen](https://kdigo.org/wp-content/uploads/2024/03/KDIGO-2024-CKD-Guideline.pdf)
- [Richtige Ernährung bei chronischer Nierenerkrankung](https://www.niddk.nih.gov/health-information/kidney-disease/chronic-kidney-disease-ckd/eating-nutrition)

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