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title: "Mediamix-Planung für Naver Ads: Strategien für E-Commerce und DB-Branchen"
locale: de
category: how_to
category_name: "Anleitungen"
translation_status: reviewed
license: cc_by
author: "injoys"
source_url: https://injoys.com/en/articles/naver-ads-media-mix-ecommerce-lead-generation
published_at: 2026-08-15T11:01:44+09:00
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# Mediamix-Planung für Naver Ads: Strategien für E-Commerce und DB-Branchen

> Powerlink, Shopping-Suchanzeigen, ADVoost und performancebasierte Naver-Displayanzeigen erfüllen je nach Kundenabsicht und Kaufphase unterschiedliche Aufgaben. Dieser Leitfaden erläutert aus der Praxisperspektive passende Kombinationen für E-Commerce sowie Beratungs- und DB-Branchen und behandelt außerdem Conversion-Messung, Datenschutz und Grundsätze zur Budgetskalierung.

## Key Points

- Erstens werden zunächst das endgültige Ziel – Umsatz, Beratung oder Besuche – und die Kriterien für eine gültige Conversion definiert.
- Zweitens werden vor dem Start der Werbung das Conversion-Tracking, der Produktfeed, die Landingpage und die Erfassung der Beratungsergebnisse überprüft.
- Drittens wird bereits vorhandene Nachfrage vorrangig mit Powerlink, Shopping-Suchanzeigen und Place-Anzeigen erfasst.
- Viertens werden ADVoost und performancebasierte Displayanzeigen genutzt, um die Reichweite bei der Suche nach Neukunden und bei der erneuten Ansprache zu erweitern.
- Fünftens werden die inkrementelle Leistung der einzelnen Medien und der Kundenwert geprüft; anschließend wird das Budget schrittweise auf nachweislich erfolgreiche Kombinationen umverteilt.

Der Kern eines Naver-Mediamix besteht nicht darin, möglichst viele Werbeprodukte einzusetzen, sondern darin, **die Rollen der einzelnen Produkte entsprechend der Kundenabsicht, der Art der Conversion und der Kaufphase aufzuteilen**. Im E-Commerce sollte die Planung auf Produktkäufen und Wiederholungskäufen basieren, in DB-Branchen auf qualifizierten Beratungen und endgültigen Vertragsabschlüssen.

Die Bezeichnungen der Werbeprodukte, die bereitgestellten Funktionen, Platzierungen und Nutzungsbedingungen können sich ändern. Bei der tatsächlichen Erstellung einer Kampagne sollten daher auch die aktuellen Betriebsrichtlinien für Naver-Suchanzeigen und performancebasierte Displaywerbung geprüft werden.

## Schritt 1: Zuerst Ziel und Conversion definieren

Bevor ein Medium ausgewählt wird, sollte die vom Unternehmen gewünschte endgültige Handlung in einem Satz definiert werden.

- **E-Commerce:** abgeschlossene Zahlung, Erstkauf, Wiederholungskauf, Umsatz einer bestimmten Produktgruppe
- **DB-Branchen:** nicht nur eine Beratungsanfrage, sondern eine tatsächlich erreichbare qualifizierte Anfrage, Teilnahme an einem Termin, Angebotsabgabe, Vertragsabschluss
- **Lokale Geschäfte:** Routenplanung, Anruf, Reservierung, Couponeinlösung, Geschäftsbesuch
- **Markenkampagnen:** Markensuchvolumen, neue Besucher, Reichweite usw.

In DB-Branchen kann die Leistung verzerrt dargestellt werden, wenn lediglich die Zahl der übermittelten Kontaktdaten gezählt wird. **Qualifizierte DBs**, aus denen Duplikate, Falschangaben und Anfragen außerhalb des Leistungsbereichs entfernt wurden, sowie tatsächliche Vertragsabschlüsse müssen separat erfasst werden.

| Branche | Primäre Conversion | Qualitäts-Conversion | Endgültiges Geschäftsergebnis |
|---|---|---|---|
| E-Commerce | Warenkorb·Zahlung | Nettoumsatz unter Berücksichtigung von Retouren | Wiederholungskäufe·Customer Lifetime Value |
| Beratung·DB | Anfrage übermittelt | erreichbare und den Bedingungen entsprechende Anfrage | Besuch·Beratung·Vertragsabschluss |
| Lokales Geschäft | Anruf·Reservierung·Routenplanung | tatsächliche Reservierung oder Besuch | Zahlung·erneuter Besuch |

## Schritt 2: Messgrundlage und Landingpage vorbereiten

Automatische Optimierung und Retargeting funktionieren nur mit korrekten Daten. Vor der Kampagne sollten folgende Punkte geprüft werden.

1. Werden wichtige Conversions wie Zahlung, abgeschlossene Anfrage, Anruf und Reservierung ohne Duplikate erfasst?
2. Stimmen Produktname, Preis, Bestand, Bild und Ziel-URL mit der tatsächlichen Verkaufsseite überein?
3. Lädt die Seite auf Mobilgeräten schnell und funktioniert das Antragsformular ordnungsgemäß?
4. Stimmen Preise, Vorteile und Bedingungen im Anzeigentext und auf der Landingpage überein?
5. Lassen sich in DB-Branchen die Anzeigenquelle und die Ergebnisse von Beratung und Vertragsabschluss miteinander verknüpfen?
6. Gibt es eine rechtmäßige Grundlage und ein Informationsverfahren für die werbliche Nutzung von Nutzerlisten oder Kundendaten?

Für Leistungsvergleiche können folgende Kennzahlen verwendet werden.

- **Conversion-Rate (CVR)** = Anzahl der Conversions ÷ Anzahl der Anzeigenzugriffe
- **Kosten pro Conversion (CPA)** = Werbekosten ÷ Anzahl der Conversions
- **Return on Ad Spend (ROAS)** = durch Werbung erfasster Umsatz ÷ Werbekosten × 100
- **Anteil qualifizierter DBs** = Anzahl qualifizierter Anfragen ÷ Gesamtzahl der Anfragen
- **Kosten pro qualifizierter DB** = Werbekosten ÷ Anzahl qualifizierter Anfragen
- **Customer Acquisition Cost (CAC)** = Vertriebs- und Marketingkosten ÷ Anzahl neuer Kunden

Auch bei einem hohen ROAS kann der tatsächliche Gewinn niedrig sein, wenn Marge, Stornierungen, Retouren und Wiederholungskäufe berücksichtigt werden. Umgekehrt ist eine Kampagne trotz niedriger Kosten pro DB nicht gut, wenn die Wahrscheinlichkeit eines Vertragsabschlusses gering ist.

## Schritt 3: Rollen der einzelnen Naver-Werbeprodukte unterscheiden

### Powerlink

Eine textbasierte Suchanzeige, die mit Suchbegriffen zusammenhängt und die Nachfrage in dem Moment erfasst, in dem Nutzer direkt nach einem Problem oder Produkt suchen.

- **Geeigneter Zweck:** Erfassung von Suchnachfrage mit klarer Absicht, etwa Kauf, Angebot oder Beratung
- **Stärke:** Absicht und Leistung lassen sich leicht nach Suchbegriffen vergleichen.
- **Zu beachten:** Das Suchvolumen ist begrenzt und bei beliebten Keywords kann der Wettbewerb hoch sein. Suchtraffic garantiert nicht immer eine hohe Conversion-Rate.
- **Betriebskriterium:** Die Leistung sollte getrennt nach Keywords für Marken, allgemeine Produkte und Dienstleistungen, Problemlösungen sowie Wettbewerbs- und Vergleichsabsichten betrachtet werden.

### Shopping-Suchanzeigen

Anzeigen, die im Bereich der Produktsuche Informationen wie Produktbilder, Preise und Anbieter zeigen, die für die Kaufentscheidung erforderlich sind.

- **Geeigneter Zweck:** Direktverkauf standardisierter Produkte
- **Stärke:** Nutzer können Produkt und Preis bereits vor dem Klick vergleichen.
- **Zu beachten:** Die Qualität des Produktfeeds, die Wettbewerbsfähigkeit des Preises, Bewertungen, Lieferbedingungen und die Detailseite haben großen Einfluss auf die Leistung.
- **Fälle mit hoher Wahrscheinlichkeit mangelnder Eignung:** immaterielle Dienstleistungen, die zunächst Erklärung und Beratung erfordern, angebotsbasierte B2B-Produkte

### ADVoost

ADVoost ist eine Bezeichnung für das KI-basierte Werbeoptimierungssystem von Naver oder damit verbundene Kampagnenprodukte. Im Mittelpunkt steht die automatische Optimierung betrieblicher Elemente anhand der Conversion-Wahrscheinlichkeit, der Produktinformationen und der Werbedaten.

- **Geeigneter Zweck:** Kaufoptimierung und Betriebsautomatisierung für zahlreiche Produkte
- **Stärke:** In Umgebungen, in denen Menschen nicht alle Produkte und Nutzer einzeln steuern können, lässt sich der Erkundungsbereich erweitern.
- **Zu beachten:** Wenn Conversion-Signale ungenau oder Produktfeed und Landingpage mangelhaft sind, kann die KI diese Probleme nicht lösen.
- **Praktische Einordnung:** Statt ADVoost lediglich als universellen Zusatzschalter für bestehende Shopping-Suchanzeigen zu betrachten, sollten die zum jeweiligen Zeitpunkt angebotenen Kampagnentypen und Anwendungsbedingungen geprüft werden.

### Performancebasierte Displaywerbung von Naver

Die auch als GFA bezeichnete performancebasierte Displaywerbung erreicht Kunden auf den Displayflächen der Naver-Dienste mit Bild- oder Videomaterial.

- **Geeigneter Zweck:** Erschließung neuer potenzieller Kunden, erneute Ansprache von Besuchern, Bewerbung von Aktionen
- **Stärke:** Visuelle Botschaften können auch potenziellen Kunden vermittelt werden, die nicht aktiv suchen.
- **Zu beachten:** Da die unmittelbare Absicht der Nutzer schwächer sein kann als bei Suchanzeigen, müssen Werbemittel, Targeting, Frequenz und Landingpage gemeinsam verwaltet werden.
- **Bedingungen für Retargeting:** Tracking-Einstellungen und eine ausreichend große Zielgruppe sind erforderlich. Verfügbare Zielgruppentypen und Kriterien können je nach Plattformrichtlinie variieren.

### Markensuche

Eine Suchanzeige, die Markenbilder, Texte und wichtige Verlinkungen gebündelt zeigt, wenn Nutzer nach einem bestimmten Markennamen suchen.

- **Geeigneter Zweck:** Kommunikation von Aktionen, Verknüpfung offizieller Kanäle, Kontrolle der Markenbotschaft
- **Stärke:** Kunden, die die Marke bereits kennen, erhalten konsistente Informationen.
- **Zu beachten:** Da überwiegend bestehende Markennachfrage erfasst wird, dürfen nicht alle über die Markensuche entstandenen Conversions als neue Nachfrage interpretiert werden.

### Place-Anzeigen

Anzeigen, die Naver-Place-Informationen Kunden präsentieren, die nach einer Kombination aus Ortsname und Branche suchen oder auf der Karte Unternehmen in ihrer Umgebung erkunden.

- **Geeigneter Zweck:** Förderung von Anrufen, Reservierungen und Besuchen bei lokalen Unternehmen wie Restaurants, Friseursalons, Krankenhäusern und Arztpraxen, Akademien und Beratungsstellen
- **Stärke:** Erfasst Nachfrage, bei der Standort und Besuchsabsicht zusammenkommen.
- **Zu beachten:** Sind Öffnungszeiten, Adresse, Telefonnummer, Angebot, Fotos, Reservierungsmöglichkeit und Nutzerbewertungen unzureichend, können Nutzer nach dem Anzeigenklick abspringen.

### Power Content

Anzeigen, die Nutzern durch informative, zum Suchthema passende Inhalte helfen, Verständnis und Vertrauen aufzubauen.

- **Geeigneter Zweck:** erklärungsbedürftige Dienstleistungen, Produkte mit langer Vergleichs- und Prüfphase, Bereitstellung von Fachinformationen
- **Stärke:** Statt eine sofortige Anfrage zu verlangen, können zunächst Informationen zur Problemlösung bereitgestellt werden.
- **Zu beachten:** Inhalte, die nur Werbeaussagen wiederholen, können kaum Vertrauen schaffen. Auch zulässige Branchen, Keywords, Inhalte und Prüfkriterien müssen kontrolliert werden.

| Werbeprodukt | Zustand des Kunden | Hauptrolle | Zentraler Prüfpunkt |
|---|---|---|---|
| Powerlink | erkennt einen Bedarf und sucht | Erfassung von Nachfrage mit hoher Absicht | Suchabsicht, Übereinstimmung mit der Landingpage |
| Shopping-Suchanzeigen | vergleicht Produkte und Preise | Produktverkauf | Feed, Preis, Bewertungen, Lieferung |
| ADVoost | Kaufwahrscheinlichkeit wird datenbasiert ermittelt | KI-basierte Optimierung | Conversion-Daten, Produktinformationen |
| Performancebasierte Displaywerbung | befindet sich vor der Erkundung oder ist nach einem Besuch abgesprungen | neue Reichweite·erneute Ansprache | Werbemittel, Targeting, Frequenz |
| Markensuche | kennt den Markennamen | Vermittlung offizieller Informationen·Aktionen | Unterscheidung zwischen Markennachfrage und Neukundeneffekt |
| Place-Anzeigen | sucht ein Unternehmen in einer bestimmten Region | Anruf·Reservierung·Besuch | Vollständigkeit der Place-Informationen |
| Power Content | recherchiert und vergleicht Informationen | Aufklärung·Vertrauensbildung | Inhaltsqualität, nachgelagerter Conversion-Pfad |

## Schritt 4: Mediamix nach Branche zusammenstellen

### Mediamix für E-Commerce

Im E-Commerce werden die Erfassung von Suchnachfrage, der Produktverkauf, die erneute Ansprache von Nichtkäufern und Wiederholungskäufe miteinander verbunden.

1. **Nachfrage mit Powerlink und Shopping-Suchanzeigen erfassen:** Produktnamen, Kategorienamen, Verwendungszwecke und problemlösungsorientierte Suchanfragen werden getrennt.
2. **Wirtschaftlichkeit jedes Produkts prüfen:** Neben dem Umsatz werden auch Einkaufskosten, Versandkosten, Rabatte, Stornierungen und Retouren berücksichtigt.
3. **Einsatz von ADVoost prüfen:** Die automatische Optimierung wird in dem Umfang getestet, in dem Produkt- und Conversion-Daten stabil erfasst werden.
4. **Erneute Ansprache mit performancebasierter Displaywerbung:** Botschaften werden entsprechend der Kundenphase unterschieden, etwa Produktansicht, Warenkorb oder Kaufhistorie.
5. **Markennachfrage mit der Markensuche ordnen:** Kunden, die aufgrund externer Werbung oder Mundpropaganda nach dem Markennamen suchen, werden über offizielle Aktionen und zentrale Produkte informiert.

| Wachstumsphase | Vorrangige Kombination | Betriebsziel |
|---|---|---|
| Anfangsphase | Shopping-Suchanzeigen + Powerlink | Prüfung verkaufsstarker Produkte und Suchbegriffe |
| Phase des Datenaufbaus | Suchanzeigen + ADVoost-Test | Ausweitung des Conversion-Optimierungsbereichs |
| Phase steigender Besucherzahlen | Suchanzeigen + performancebasierte Displaywerbung | erneute Ansprache von Nichtkäufern |
| Markenwachstumsphase | bestehende Kombination + Markensuche | Markensucherlebnis und Kommunikation von Aktionen |

Bei Werbung für Wiederholungskäufe sollte dasselbe Produkt nicht unmittelbar nach dem Kauf wiederholt angezeigt werden. Stattdessen sollten Verbrauchszyklus, ergänzende Produkte und voraussichtlicher Wiederkaufzeitpunkt berücksichtigt werden.

### Mediamix für Dienstleistungs- und DB-Branchen

Bei beratungsbasierten Dienstleistungen sind Vertrauen, Qualifizierung, Beratungsgeschwindigkeit und Abschlussquote wichtiger als die Anzahl der Anfragen.

1. **Mit Powerlink werden klare Probleme und Beratungsbedarfe erfasst.** Anzeigentexte und Landingpages werden nach Suchabsichten wie Preis, Region, Qualifikation und Vergleich aufgeteilt.
2. **Power Content liefert die für eine Entscheidung erforderlichen Informationen.** Erläutert werden Abläufe, Kostenstruktur, Auswahlkriterien, häufige Fehler und Fallbeispiele.
3. **Mit performancebasierter Displaywerbung werden Kunden in der Prüfphase erneut angesprochen.** Statt immer denselben Antragstext zu wiederholen, werden phasengerechte Botschaften zu Bewertungen, Abläufen und für die Beratung benötigten Unterlagen verwendet.
4. **Wenn Offline-Beratung wichtig ist, werden Place-Anzeigen ergänzt.** Regionale Zuständigkeitsbereiche und die tatsächliche Möglichkeit eines Besuchs werden klar angegeben.
5. **Beratungsergebnisse werden mit den Werbedaten verknüpft.** Die Conversion-Rate wird für jede Phase von der Anfrage über Kontakt, Beratung und Besuch bis zum Vertragsabschluss erfasst.

| Funnel-Phase | Empfohlene Rolle | Beispielbotschaft |
|---|---|---|
| Problemerkennung | Power Content·performancebasierte Displaywerbung | Auswahlkriterien und Informationen zur Problemlösung |
| Aktive Suche | Powerlink | Leistungsumfang, Bedingungen, Beratungsart |
| Vergleich und Prüfung | Power Content·Anzeigen zur erneuten Ansprache | Ablauf, Kostenstruktur, vertrauensbildende Materialien |
| Lokaler Besuch | Place-Anzeigen | Standort, Zeiten, Reservierungs- und Telefoninformationen |
| Endgültige Conversion | Landingpage·Beratungsbetrieb | einfacher Antrag und schnelle Reaktion |

### Bei gleichzeitigem Betrieb eines lokalen Geschäfts

Auch E-Commerce- oder DB-Unternehmen sollten einen separaten lokalen Funnel einrichten, wenn sie ein physisches Geschäft betreiben. Es empfiehlt sich, die Leistung landesweiter Onlinewerbung und die über Place erzielte Leistung bei Anrufen, Reservierungen und Besuchen nicht in einer Kennzahl zu vermischen.

## Schritt 5: Testen und Budget ausweiten

Wenn das Budget von Anfang an gleichmäßig auf alle Produkte verteilt wird, lässt sich nur schwer beurteilen, welches Medium die Ergebnisse erzielt hat. Die Ausweitung erfolgt in folgender Reihenfolge.

1. **Basiskampagne festlegen:** Mit Suchanfragen hoher Absicht oder zentralen Produktgruppen beginnen.
2. **Jeweils eine wichtige Variable testen:** Keywords, Werbemittel, Landingpage und Targeting nicht gleichzeitig ändern.
3. **Ausreichende Entscheidungsdaten sammeln:** Nicht allein aufgrund der Leistung eines Tages abbrechen, sondern den branchenüblichen Kauf- und Beratungszyklus berücksichtigen.
4. **Auch die Qualität vergleichen:** Im E-Commerce Nettoumsatz und Marge, in DB-Branchen qualifizierte Anfragen und Vertragsabschlüsse prüfen.
5. **Budget für reproduzierbare Kombinationen erhöhen:** Nach der Budgeterhöhung erneut beobachten, ob CPA und ROAS stabil bleiben.
6. **Auf externe Medien ausweiten:** Auf Grundlage der bei Naver validierten Kundenbotschaften und Landingpages andere Medien wie Google oder Meta separat messen.

Es gibt keine feste empfohlene Budgetverteilung. Das geeignete Verhältnis variiert je nach Suchvolumen, durchschnittlichem Bestellwert, Marge, Beratungskapazität, Kaufzyklus und Markenbekanntheit.

## Leicht zu übersehender inkrementeller Effekt bei der Leistungsmessung

Wenn derselbe Kunde mehrere Anzeigen sieht, kann jede Plattform denselben Kauf als eigene Leistung erfassen. Sieht ein Kunde beispielsweise eine Displayanzeige und sucht später nach dem Markennamen, um zu kaufen, können sowohl die Displaywerbung als auch die Markensuche einen Beitrag melden.

Daher sollten die in Medienberichten ausgewiesenen Conversions nicht einfach addiert werden. Zusätzlich sind folgende Punkte zu prüfen.

- Gesamtzahl der Bestellungen und Anfragen nach Entfernung von Duplikaten im Analysetool
- Veränderungen des Gesamtumsatzes und der Neukundenzahl vor und nach der Erhöhung der Werbeausgaben
- getrennte Leistung von Marken- und allgemeinen Keywords
- Verhältnis zwischen neuen und bestehenden Kunden
- nach Möglichkeit Vergleichstests nach Region, Zeitraum oder Zielgruppe

**Zugeordnete Conversions** sind Conversions, die in Verbindung mit einer Anzeige erfasst wurden. **Inkrementelle Conversions** sind zusätzliche Conversions, die ohne diese Anzeige nicht entstanden wären. Da die zugeordnete Leistung bei Markensuche und Retargeting leicht gut erscheinen kann, muss der inkrementelle Effekt separat geprüft werden.

## Hinweise zum Umgang mit Kundeninformationen und personenbezogenen Daten

Allein der Besitz von E-Mail-Adressen oder Telefonnummern berechtigt nicht dazu, diese frei für das Anzeigen-Targeting zu verwenden. Für die Nutzung kundeninformationsbasierter Zielgruppenfunktionen müssen der Zweck der Erhebung personenbezogener Daten, die Grundlage für deren werbliche Nutzung, die Information der Nutzer, die Aufbewahrungsdauer, Zugriffsrechte und Plattformrichtlinien geprüft werden.

- Bei der Weitergabe von Kundeninformationen an eine Werbeagentur werden Rollen und Zugriffsumfang eindeutig festgelegt.
- Originaldateien mit Kundendaten werden nicht über private Messenger oder gemeinsam genutzte Dokumente übermittelt.
- Daten werden nicht länger als erforderlich aufbewahrt.
- Es wird ein Verfahren eingerichtet, über das Nutzer ihre Einwilligung widerrufen oder die Einstellung der Verarbeitung verlangen können.
- In sensiblen Dienstleistungsbereichen erfolgt eine Prüfung durch die Rechts- oder Datenschutzverantwortlichen.

Dies ist keine Frage der Werbeeffizienz, sondern des Kundenvertrauens und der Data Governance.

## Checkliste für die Praxis

- [ ] Das endgültige Ziel und die Kriterien für eine qualifizierte Conversion wurden definiert.
- [ ] Abgeschlossene Zahlungen, Anfragen und Reservierungen werden ohne Duplikate gemessen.
- [ ] Die Bedingungen im Anzeigentext und auf der Landingpage stimmen überein.
- [ ] Produktfeed und Place-Informationen sind aktuell.
- [ ] Marken-, allgemeine, lokale und problemlösungsorientierte Suchbegriffe wurden getrennt.
- [ ] Die Leistung neuer und bestehender Kunden wird getrennt betrachtet.
- [ ] Statt der DB-Anzahl werden qualifizierte DBs und die Abschlussquote geprüft.
- [ ] Die Grundlage für die Nutzung von Kundeninformationen und die Zugriffsrechte wurden geprüft.
- [ ] Von mehreren Medien gemeldete Conversions werden nicht einfach addiert.
- [ ] Nach einer Budgeterhöhung wird geprüft, ob CPA, Nettoumsatz und Vertragsqualität stabil bleiben.

## FAQ

### Womit sollte man im E-Commerce zuerst beginnen: Powerlink oder Shopping-Suchanzeigen?
Bei standardisierten Produkten und wettbewerbsfähigen Preisen sollten Shopping-Suchanzeigen zuerst geprüft werden. Um jedoch auch Suchanfragen zur Produktverwendung, zu Problemlösungen sowie zu Marken oder Kategorien zu erfassen, empfiehlt es sich, Powerlink ebenfalls zu testen. Nettoumsatz, Marge und Kosten für die Neukundengewinnung müssen für beide Werbeformen jeweils verglichen werden.

### Ist beim Einsatz von ADVoost kein manueller Betrieb der Werbung mehr erforderlich?
Nein. Auch wenn AI einen Teil der Gebotssteuerung und der Suche nach Ausspielungsmöglichkeiten automatisiert, müssen Conversion-Tracking, Produktinformationen, Budget, Landingpage und Geschäftsziele vom Werbetreibenden verwaltet werden. Sind die Daten ungenau, kann auch die automatische Optimierung falschen Zielen folgen.

### Was ist der größte Unterschied zwischen performanceorientierter Displaywerbung und Suchanzeigen bei Naver?
Suchanzeigen erfassen anhand der vom Nutzer eingegebenen Suchbegriffe eine bereits erkennbare Nachfrage. Performanceorientierte Displaywerbung wird eingesetzt, um potenzielle Kunden vor einer Suche zu erreichen oder Besucher erneut anzusprechen. Daher stehen die beiden Ansätze weniger in Konkurrenz zueinander, sondern decken unterschiedliche Phasen des Funnels ab.

### Ist Werbung in der DB-Branche gut, solange der CPA niedrig ist?
Nein. Wenn es viele falsche oder doppelte Anfragen beziehungsweise Anfragen gibt, die nicht den Zielkriterien entsprechen, können die Geschäftsergebnisse trotz eines oberflächlich niedrigen CPA schlecht sein. Die Kosten pro gültigem DB-Datensatz, die erfolgreiche Kontaktquote, die Teilnahmequote an Beratungsgesprächen, die Abschlussquote und die endgültigen Kosten für die Kundengewinnung müssen gemeinsam geprüft werden.

### Sollte das Budget kontinuierlich erhöht werden, wenn die Conversion-Rate der Markensuche hoch ist?
Die Markensuche erfasst zu einem großen Teil die Nachfrage von Kunden, die die Marke bereits kennen. Da möglicherweise nicht alle gemeldeten Conversions neu durch die Werbung entstanden sind, müssen das gesamte Suchvolumen nach der Marke, der Anteil der Neukunden und die Umsätze vor und nach der Werbung gemeinsam verglichen werden.

### Kann man auch bei einer geringen Besucherzahl mit Retargeting-Werbung beginnen?
Ist die Zielgruppe zu klein, kann die Ausspielung der Werbung eingeschränkt sein oder die Leistung stark schwanken. Stabiler ist es, zunächst über Suchanzeigen, Inhalte und organischen Traffic genügend Besucherdaten zu sammeln, die korrekte Einrichtung des Trackings zu prüfen und anschließend eine Kampagne zur erneuten Ansprache zu testen.

### Können Telefonnummern oder E-Mail-Adressen von Kunden direkt für das GFA-Targeting verwendet werden?
Sie dürfen nicht allein deshalb sofort verwendet werden, weil sie vorhanden sind. Der Zweck der Datenerhebung, die Rechtsgrundlage für die Nutzung zu Werbezwecken, die Information der Nutzer, die Aufbewahrungsdauer, der Umfang der Weitergabe an Agenturen sowie die neuesten Richtlinien von Naver müssen geprüft werden. In sensiblen Branchen kann eine Prüfung durch einen Datenschutzexperten erforderlich sein.

### Kann man dieselbe Werbung einfach für Google und Meta kopieren, wenn sie bei Naver erfolgreich ist?
Ein validiertes Kundenproblem und Angebot können übernommen werden, doch die Vorgaben für Werbemittel, die Targeting-Methoden und das Nutzerverhalten unterscheiden sich je nach Plattform. Dieselbe Landingpage sollte als Referenzpunkt dienen, die Kampagnen sollten jedoch separat gemessen werden. Zudem müssen Überschneidungen bei den von den einzelnen Plattformen gemeldeten Conversions geprüft werden.

### Wie viel Prozent des Werbebudgets sollten jeweils auf die einzelnen Medien verteilt werden?
Es gibt kein festes Verhältnis, das für jedes Unternehmen gilt. Zu Beginn sollte man mit Bereichen starten, deren Leistung sich leicht interpretieren lässt, etwa Suchanfragen mit hoher Kaufabsicht und Kernprodukte, und das Budget für Kampagnen mit nachgewiesenen gültigen Conversions schrittweise erhöhen. Suchvolumen, Marge, Kapazität zur Bearbeitung von Beratungsgesprächen und Kaufzyklus sollten die Kriterien für die Verteilung bilden.

## Sources

- [Naver-Suchanzeigen](https://searchad.naver.com/)
- [Performance-Displayanzeigen von Naver](https://gfa.naver.com/)
- [Naver Business](https://business.naver.com/)
- [Naver-Datenschutzzentrum](https://privacy.naver.com/)

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