---
title: "Checkliste zum EU AI Act ab August 2026: Kennzeichnung generativer KI und GPAI-Pflichten"
locale: de
category: how_to
category_name: "Anleitungen"
translation_status: reviewed
license: cc_by
author: "injoys"
source_url: https://injoys.com/en/articles/eu-ai-act-2026-generative-ai-labeling-gpai-checklist
published_at: 2026-07-09T19:41:54+09:00
---

# Checkliste zum EU AI Act ab August 2026: Kennzeichnung generativer KI und GPAI-Pflichten

> Zusammenfassung der ab dem 2. August 2026 geltenden Pflichten des EU AI Act zur Offenlegung und Kennzeichnung generativer KI-Inhalte sowie der für Anbieter von GPAI-Modellen relevanten Durchsetzungsschwerpunkte. Enthalten ist eine Checkliste zu Rollenabgrenzung, Dokumentation, Urheberrecht und Risikomanagement, die koreanische und US-amerikanische Unternehmen bei der Bereitstellung von KI-Diensten für Nutzer in der EU beachten müssen.

## Key Points

- Ab dem 2. August 2026 gelten zentrale Transparenzpflichten des EU AI Act, darunter die Offenlegung und Kennzeichnung von KI-generierten Inhalten.
- Die Unterzeichnung eines freiwilligen Verhaltenskodexes hebt die gesetzlichen Pflichten nicht auf, kann jedoch dabei helfen, den Regulierungsbehörden ernsthafte Bemühungen um die Einhaltung nachzuweisen.
- Anbieter von GPAI-Modellen müssen gesonderte Dokumentationspflichten prüfen, darunter technische Dokumentation, Informationen für nachgelagerte Anbieter, eine Urheberrechtsstrategie und eine Zusammenfassung der Trainingsdaten.
- Für GPAI-Modelle mit systemischem Risiko ist ein verstärktes Managementsystem erforderlich, das unter anderem Bewertungen, Risikominderung, die Meldung schwerwiegender Vorfälle und Cybersicherheitsmaßnahmen umfasst.
- Auch koreanische und US-amerikanische Unternehmen außerhalb der EU müssen den Anwendungsbereich prüfen, wenn sie KI-Systeme oder GPAI-Modelle auf dem EU-Markt anbieten oder deren Ergebnisse in der EU verwendet werden.

## Fazit auf einen Blick

Der AI Act der Europäischen Union tritt ab dem 2. August 2026 in eine Phase ein, in der Kennzeichnungs- und Labelingpflichten für generative AI-Inhalte sowie bestimmte Transparenzpflichten umfassend gelten. Die Europäische Kommission hat am 10. Juni 2026 einen Verhaltenskodex für die Kennzeichnung und das Labeling AI-generierter Inhalte veröffentlicht. Dieser dient Unternehmen als praktischer Maßstab, wenn sie gesetzliche Pflichten in den tatsächlichen Betrieb ihrer Produkte und Dienstleistungen überführen.

Dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung, sondern Informationsmaterial für Compliance-Prüfungen. Ob die Vorschriften tatsächlich anwendbar sind, kann von der Servicestruktur, dem Standort der Nutzer, der Art der Modellbereitstellung, der vertraglichen Rolle und der Auslegung durch die lokalen Aufsichtsbehörden abhängen.

## Zentrale Termine und Anwendungspunkte

| Punkt | Wesentlicher Inhalt | Was Unternehmen prüfen sollten |
|---|---|---|
| 10. Juni 2026 | Die Europäische Kommission veröffentlicht den Verhaltenskodex zur Kennzeichnung und zum Labeling AI-generierter Inhalte | Prüfen, ob Produkt-UI, Metadaten, Wasserzeichen und die Form öffentlicher Hinweise dem Verhaltenskodex entsprechen |
| 2. August 2026 | Anwendung der einschlägigen Transparenzpflichten des AI Act | Labeling-Richtlinien und Protokolle für Text, Bilder, Audio und Video vorbereiten |
| 2. August 2026 | Als Zeitpunkt genannt, ab dem die Durchsetzungsbefugnisse gegenüber Anbietern von GPAI-Modellen umfassend greifen | Technische Dokumentation, Urheberrechtsrichtlinie, Zusammenfassung der Trainingsdaten und Risikomanagementsystem prüfen |
| Fortlaufende Anwendung | Auch außerhalb der EU ansässige Unternehmen können erfasst sein, wenn eine Verbindung zum EU-Markt oder zu EU-Nutzern besteht | Auch bei koreanischen oder US-amerikanischen Gesellschaften den Anwendungsbereich danach prüfen, ob Dienstleistungen in der EU angeboten werden |

## Begriffserläuterungen

### AI-generierte Inhalte

Damit sind Texte, Bilder, Audio- und Videoinhalte oder Kombinationen daraus gemeint, die von einem AI-System erstellt wurden. Die Transparenzpflichten des AI Act sind insbesondere bei Inhalten relevant, die den Eindruck erwecken, tatsächlich von einem Menschen erstellt worden zu sein, oder die dazu führen können, dass reale Personen, Ereignisse oder Aussagen irrtümlich für authentisch gehalten werden.

### Labeling generativer AI

Das Labeling generativer AI ist ein Verfahren, durch das Nutzer oder Empfänger erkennen können, ob Inhalte durch AI erzeugt oder manipuliert wurden. In der Praxis ist es sicherer, die Kennzeichnung in die folgenden zwei Ebenen zu unterteilen.

1. **Für Menschen sichtbare Kennzeichnung**: Bildschirmtexte, Symbole, Untertitel, Beschreibungsfelder, Hinweise in Beiträgen usw.
2. **Maschinenlesbare Kennzeichnung**: Metadaten, Informationen zur Herkunft von Inhalten, Wasserzeichen sowie Informationen zur Authentifizierung und Provenienz von Inhalten usw.

### GPAI-Modelle

GPAI ist die Abkürzung für general-purpose AI und bezeichnet allgemeine AI-Modelle, die für eine Vielzahl nachgelagerter Aufgaben und Anwendungsdienste eingesetzt werden können. Dazu können große Sprachmodelle, multimodale Modelle und Bildgenerierungsmodelle gehören. Für Unternehmen, die lediglich AI-Funktionen nutzen, und Unternehmen, die selbst GPAI-Modelle anbieten, gelten unterschiedliche Pflichtenniveaus.

## Änderungen der Kennzeichnungspflichten für generative AI ab August 2026

Das Transparenzsystem des AI Act soll es Nutzern ermöglichen zu erkennen, ob sie mit AI interagieren oder ob die Inhalte, mit denen sie in Kontakt kommen, durch AI erzeugt oder manipuliert wurden. Die Eindeutigkeit der Kennzeichnung ist besonders wichtig, wenn AI-generierte Inhalte mit Informationen von öffentlichem Interesse, Nachrichten, Wahlen, Gesundheit, Finanzen, Sicherheit oder rechtlichen Entscheidungen verbunden sind.

### Labeling-Checkliste nach Medientyp

| Inhaltstyp | Praktische Kennzeichnungsform | Zu beachten |
|---|---|---|
| Text | Hinweis am Anfang oder Ende eines Beitrags, redaktionelle Anmerkung, Erläuterung der Erstellungsweise in den Nutzungsbedingungen oder Hilfetexten | Bei Texten, die der Information über Angelegenheiten von öffentlichem Interesse dienen, klar dokumentieren, ob eine menschliche Prüfung und redaktionelle Verantwortung bestehen |
| Bild | Hinweis im Umfeld des Bildes, Metadaten der heruntergeladenen Datei, Wasserzeichen oder Herkunftsinformationen | Einfache Bearbeitungen und synthetische Bilder mit starker Verzerrung der Realität unterscheiden und entsprechende Richtlinien festlegen |
| Audio | Gesprochener Hinweis vor oder nach der Wiedergabe, Beschreibungsfeld, Dateimetadaten | Bei synthetischen Stimmen, die wie die Stimme einer realen Person klingen, das Risiko einer Irreführung gesondert bewerten |
| Video | Bildschirmuntertitel, Beschreibungsfeld, Hinweis zu Beginn und am Ende, Metadaten oder Wasserzeichen | Für Deepfakes, die Wiedergabe politischer oder gesellschaftlicher Aussagen sowie synthetische Videos von Personen sind höhere Transparenzstandards erforderlich |
| Multimodale Inhalte | Kombinierte Kennzeichnung, die jeweils auf Text, Bild, Audio und Video abgestimmt ist | Prüfen, ob eine einzige Kennzeichnung ausreicht und ob bei den einzelnen Medien weiterhin ein Irreführungsrisiko besteht |

## Verhältnis zwischen freiwilligem Verhaltenskodex und gesetzlichen Pflichten

Der Verhaltenskodex der Europäischen Kommission ist ein praktisches Instrument, das konkretisiert, wie Unternehmen ihre gesetzlichen Pflichten erfüllen können. Obwohl er als freiwilliger Verhaltenskodex bezeichnet wird, sollte seine Bedeutung nicht unterschätzt werden.

### Bedeutung der Unterzeichnung des Verhaltenskodex

- Der Verhaltenskodex ersetzt nicht den AI Act selbst.
- Unternehmen, die ihn unterzeichnen, können gegenüber Regulierungsbehörden möglicherweise leichter darlegen, dass sie über ein Compliance-System verfügen.
- Auch Unternehmen, die ihn nicht unterzeichnen, sind nicht von den gesetzlichen Pflichten des AI Act befreit.
- Der Verhaltenskodex kann in der Kommunikation mit Aufsichtsbehörden und dem AI Office als Referenz dienen, um Compliance-Standards zu erläutern.

### In internen Unternehmensdokumenten zu berücksichtigende Punkte

- Definition und Umfang AI-generierter Inhalte
- Kennzeichnungsstandards nach Inhaltstyp
- Ausnahmen, bei denen eine Kennzeichnung entfallen kann, und das entsprechende Genehmigungsverfahren
- Technische Kennzeichnungsformen wie Metadaten und Wasserzeichen
- Verfahren zur Prüfung, ob die Kennzeichnung bei der Veröffentlichung auf externen Plattformen erhalten bleibt
- Verfahren für Nutzermeldungen und die Korrektur fehlerhafter Labels
- Aufbewahrungsdauer von Protokollen und zuständige Abteilung

## Abgrenzung der GPAI-bezogenen Rollen: Anbieter, Vertriebspartner und Fine-Tuning-Unternehmen

Bei der Prüfung von GPAI-Pflichten muss zunächst geklärt werden, welche Rolle das eigene Unternehmen einnimmt. Dasselbe Unternehmen kann bei einem Produkt lediglich Nutzer und bei einem anderen Produkt Modellanbieter sein.

| Rolle | Allgemeine Bedeutung | Wesentliche Verantwortungsbereiche |
|---|---|---|
| Anbieter eines GPAI-Modells | Akteur, der ein GPAI-Modell entwickelt oder unter eigenem Namen auf dem EU-Markt anbietet | Technische Dokumentation, Informationen für nachgelagerte Anbieter, Urheberrechtsrichtlinie, Zusammenfassung der Trainingsdaten |
| Anbieter eines AI-Systems | Akteur, der ein AI-System mit einer bestimmten Funktion auf den Markt bringt oder als Dienstleistung anbietet | Risikoklasse des AI-Systems, Transparenz, Nutzerhinweise, Erfordernis einer Konformitätsbewertung |
| Vertriebspartner oder Vertriebsakteur | Akteur, der innerhalb der Lieferkette ein AI-System oder Modell bereitstellt oder vertreibt | Weitergabe von Produktinformationen, Prüfung auf Änderungen, Aufbewahrung von Lieferkettendokumenten |
| Betreiber oder gewerblicher Nutzer | Akteur, der ein AI-System zu beruflichen oder geschäftlichen Zwecken verwendet | Hinweise an Nutzer, Verantwortung für die Verwendung von Ausgaben, interne Kontrollen, menschliche Aufsicht |
| Fine-Tuning-Unternehmen | Akteur, der ein bestehendes Modell zusätzlich trainiert oder anpasst und für einen bestimmten Zweck oder unter einer bestimmten Marke anbietet | Je nach Umfang der Änderungen können Pflichten eines Anbieters oder nachgelagerten Anbieters entstehen |

### Fragen, die Fine-Tuning-Unternehmen besonders prüfen sollten

- Erfolgt lediglich eine interne Nutzung oder wird das Modell externen Kunden angeboten?
- Wurden Funktionen, Risiken oder Verwendungszweck des Basismodells wesentlich verändert?
- Wird das Modell oder der Dienst unter der eigenen Marke angeboten?
- Werden die vom Anbieter des Basismodells erhaltenen Unterlagen und Einschränkungen weiterhin beachtet?
- Liegen Prüfaufzeichnungen zu Herkunft, Rechten, personenbezogenen Daten und Urheberrecht der Fine-Tuning-Daten vor?

## Checkliste der Pflichten von GPAI-Anbietern

Anbieter von GPAI-Modellen können umfangreicheren Dokumentations- und Transparenzpflichten unterliegen als Betreiber allgemeiner AI-Anwendungen. Die folgenden Punkte sollten in der Zeit um August 2026 vorrangig geprüft werden.

### 1. Technische Dokumentation

- Allgemeine Funktionen und Grenzen des Modells
- Überblicksinformationen zu Training, Validierung und Tests
- Modellarchitektur und wesentliche Designentscheidungen
- Informationen, die nachgelagerte Anbieter für eine sichere Integration benötigen
- Aufzeichnungen zu Modellaktualisierungen und Versionsverwaltung

### 2. Informationen für nachgelagerte Anbieter

Wenn ein GPAI-Modell als API, Open-Weight-Modell, Lizenz oder Cloud-Dienst angeboten wird, müssen ausreichende Informationen bereitgestellt werden, damit nachgelagerte Anbieter ihre eigenen AI-Systeme entwickeln und bewerten können. Dazu können Leistungsgrenzen, verbotene Nutzungen, empfohlene Sicherheitsmaßnahmen, bekannte Risiken und Integrationsleitlinien gehören.

### 3. Urheberrechtsrichtlinie

Der AI Act verlangt von GPAI-Anbietern eine Richtlinie zum Urheberrecht. Unternehmen müssen mindestens Folgendes dokumentieren:

- Richtlinie zur Erhebung und Nutzung von Trainingsdaten
- Verfahren zum Umgang mit urheberrechtlich geschützten Inhalten
- Verfahren zur Prüfung von Opt-out- oder Nutzungsbeschränkungssignalen der Rechteinhaber
- Vorgehensweise bei der Prüfung von Quellen und Lizenzen der Datensätze
- Verfahren zur Entgegennahme und Bearbeitung von Meldungen über Rechtsverletzungen

### 4. Zusammenfassung der Trainingsdaten

GPAI-Anbieter müssen eine hinreichend detaillierte Zusammenfassung der für das Training verwendeten Inhalte bereitstellen. Dies ist nicht gleichbedeutend mit einer Pflicht zur Offenlegung sämtlicher Quelldaten, jedoch muss nachvollziehbar sein, welche Datentypen in welchem Umfang verwendet wurden.

### 5. Bewertung systemischer Risiken

Bestimmte leistungsstarke GPAI-Modelle können als Modelle mit systemischem Risiko eingestuft werden. In diesem Fall müssen Unternehmen die folgenden erweiterten Pflichten prüfen:

- Modellbewertungen und adversariale Tests
- Identifikation, Analyse und Minderung systemischer Risiken
- Verfahren zur Überwachung und Meldung schwerwiegender Vorfälle
- Cybersicherheitsmaßnahmen
- Überwachung nach der Markteinführung und kontinuierliche Verbesserung

## Prüfung des EU-Anwendungsbereichs für koreanische und US-amerikanische Unternehmen

Der EU AI Act gilt nicht ausschließlich für Unternehmen in der EU. Auch außerhalb der EU ansässige Unternehmen müssen eine mögliche Anwendbarkeit prüfen, wenn sie AI-Systeme oder GPAI-Modelle auf dem EU-Markt anbieten, Dienstleistungen für Nutzer innerhalb der EU bereitstellen oder die Ausgaben eines AI-Systems in der EU verwendet werden.

### Prüffragen für außerhalb der EU ansässige Unternehmen

1. Können sich EU-Nutzer registrieren, bezahlen und den Dienst verwenden?
2. Richten sich Sprache, Preise, Kundensupport und Marketing des Dienstes an den EU-Markt?
3. Verwenden API- oder B2B-Kunden das betreffende Modell in der EU?
4. Wirken sich AI-generierte Ausgaben auf Verbraucher, Arbeitnehmer, Bürger oder Wähler in der EU aus?
5. Erfolgt die Bereitstellung über eine EU-Gesellschaft, einen Vertreter, einen Wiederverkäufer oder einen Cloud-Partner?
6. Wird der tatsächliche Zugriff und die Nutzung kontrolliert, selbst wenn EU-Nutzer in den Nutzungsbedingungen ausdrücklich ausgeschlossen werden?

## Interner Umsetzungsplan zur Vorbereitung vor August 2026

### Produkt- und Technikteam

- UI-Komponenten entwickeln, mit denen Ausgaben generativer AI standardmäßig gekennzeichnet werden können
- Erhaltung von Metadaten in Bild-, Audio- und Videodateien testen
- Prüfen, ob Wasserzeichen oder Informationen zur Herkunft von Inhalten auch nach Komprimierung und erneutem Hochladen erhalten bleiben
- Logik zur Unterscheidung zwischen AI-Ausgaben und von Menschen redaktionell bearbeiteten Inhalten implementieren

### Rechts- und Richtlinienteam

- Vermerk zum Anwendungsbereich des AI Act und zur Rollenklassifizierung erstellen
- Unterzeichnung des Verhaltenskodex und Compliance-Strategie prüfen
- Urheberrechtsrichtlinie, Datennutzungsrichtlinie und Verfahren zur Bearbeitung von Meldungen überarbeiten
- Klauseln zu AI-Rollen und Verantwortlichkeiten in Verträge mit EU-Kunden und -Partnern aufnehmen

### Sicherheits- und Risikoteam

- Szenarien für den Missbrauch von Modellen erstellen
- Risiken durch synthetische Identitäten, Betrug, Desinformation sowie Informationen zu Wahlen und Angelegenheiten von öffentlichem Interesse bewerten
- Meldewege für Vorfälle und Verantwortliche festlegen
- Systeme für Protokollaufbewahrung, Zugriffsrechte und Audit-Trails einrichten

### Geschäftsleitung

- Budget und zuständige Organisationseinheit vor August 2026 festlegen
- Prioritäten für Hochrisikoprodukte und GPAI-bezogene Produktgruppen bestimmen
- Informationsmaterial für Anfragen von Regulierungsbehörden, Kundenprüfungen und Investorenfragen genehmigen

## Schnelle Selbstdiagnose

| Frage | Ja | Nein | Nächste Maßnahme |
|---|---:|---:|---|
| Können EU-Nutzer auf den Dienst zugreifen? |  |  | EU-Anwendungsbereich prüfen |
| Wird gekennzeichnet, dass Text-, Bild-, Audio- und Videoausgaben AI-generiert sind? |  |  | Kennzeichnungs-UI und Metadaten konzipieren |
| Werden AI-generierte Texte zu Angelegenheiten von öffentlichem Interesse gesondert verwaltet? |  |  | Menschliche Prüfung und redaktionelle Verantwortung dokumentieren |
| Wird ein GPAI-Modell unter der eigenen Marke angeboten? |  |  | Pflichten eines GPAI-Anbieters prüfen |
| Wird ein Fine-Tuning-Modell externen Kunden angeboten? |  |  | Rolle neu klassifizieren und dokumentieren |
| Sind Trainingsdaten und Urheberrechtsrichtlinie dokumentiert? |  |  | System zur Prüfung von Daten und Rechten einrichten |
| Bestehen eine Bewertung systemischer Risiken und ein Verfahren zur Meldung von Vorfällen? |  |  | Risikomanagementsystem aufbauen |

## Häufige Missverständnisse in der Praxis

### Missverständnis 1: Der Verhaltenskodex ist freiwillig und kann daher ignoriert werden

Der Verhaltenskodex selbst hat freiwilligen Charakter, die gesetzlichen Pflichten des AI Act bestehen jedoch unabhängig davon. Der Verhaltenskodex kann als Orientierungspunkt dafür dienen, wie diese Pflichten erfüllt werden können.

### Missverständnis 2: Es reicht aus, das Label einmal auf dem Bildschirm anzuzeigen

Beim Herunterladen, Teilen, erneuten Hochladen oder Bearbeiten von Inhalten kann die Kennzeichnung verloren gehen. Es ist sicherer, für Menschen sichtbare und maschinenlesbare Kennzeichnungen gemeinsam zu konzipieren.

### Missverständnis 3: Koreanische oder US-amerikanische Unternehmen sind vom EU AI Act nicht betroffen

Bei Dienstleistungen mit Verbindung zum EU-Markt oder zu EU-Nutzern können auch außerhalb der EU ansässige Unternehmen erfasst sein. Insbesondere bei API-, SaaS-, App-Store-, Open-Source-Modell- und Cloud-Bereitstellungsstrukturen muss der tatsächliche Nutzungsort geprüft werden.

### Missverständnis 4: Fine-Tuning ist immer nur eine einfache Nutzung

Wenn Ergebnisse des Fine-Tunings extern angeboten oder unter der eigenen Marke als Dienst bereitgestellt werden, kann je nach Umfang der Änderungen und Art der Bereitstellung eine höhere Verantwortung entstehen.

## Fazit

In der ab August 2026 geltenden Anwendungsphase des EU AI Act müssen Unternehmen zunächst das Kennzeichnungssystem für AI-generierte Inhalte und ihre GPAI-Rollen eindeutig festlegen. Labeling bedeutet nicht nur das Einfügen eines einfachen Hinweises, sondern ist ein Betriebssystem, das UI, Metadaten, Wasserzeichen, redaktionelle Verantwortung und Protokollaufbewahrung miteinander verbindet. Unternehmen, die GPAI-Modelle anbieten oder durch Fine-Tuning anpassen und vertreiben, müssen vor August 2026 ihre technische Dokumentation, Urheberrechtsrichtlinie, Zusammenfassung der Trainingsdaten und Bewertung systemischer Risiken prüfen.

## FAQ

### Ab wann gelten die Kennzeichnungspflichten für generative KI nach dem EU AI Act?
Den bereitgestellten Unterlagen zufolge gelten die entsprechenden Transparenzpflichten ab dem 2. August 2026. Unternehmen müssen zuvor die Kennzeichnungsarten für Texte, Bilder, Audioinhalte und Videos sowie interne Genehmigungsverfahren vorbereiten.

### Entfällt die gesetzliche Verpflichtung, wenn man einen freiwilligen Verhaltenskodex unterzeichnet?
Nein. Der Verhaltenskodex ersetzt die gesetzlichen Verpflichtungen nicht. Seine Unterzeichnung und Umsetzung können jedoch dabei helfen, darzulegen, dass das Unternehmen über ein gewissenhaftes Compliance-System verfügt.

### Müssen alle von KI erstellten Texte zwingend auf dieselbe Weise gekennzeichnet werden?
In der Praxis kann der Umfang der Kennzeichnung je nach Zweck des Inhalts, Grad der Zugänglichkeit, Bezug zu Angelegenheiten von öffentlichem Interesse und menschlicher Überprüfung unterschiedlich gestaltet werden. Es bedarf jedoch klarer und einheitlicher Kriterien, damit Nutzer nicht darüber getäuscht werden, ob der Inhalt von KI erzeugt wurde.

### Reicht bei Bildern oder Videos ein Hinweis auf dem Bildschirm aus?
Ein Hinweis auf dem Bildschirm ist wichtig, kann jedoch beim Teilen oder Herunterladen verloren gehen. Soweit möglich, ist es sicherer, zusätzlich maschinenlesbare Kennzeichnungen wie Metadaten, Wasserzeichen und Informationen zur Herkunft des Inhalts in Betracht zu ziehen.

### Worin unterscheiden sich Anbieter von GPAI-Modellen und bloße Nutzer von KI-Diensten?
Ein Anbieter von GPAI-Modellen ist ein Akteur, der ein KI-Modell mit allgemeinem Verwendungszweck entwickelt oder unter eigenem Namen auf dem Markt bereitstellt. Ein bloßer Nutzer verwendet das betreffende Modell für interne Aufgaben oder einen bestimmten Dienst; der Umfang der Pflichten kann daher unterschiedlich sein.

### Wird man durch Fine-Tuning automatisch zum GPAI-Anbieter?
Das ist nicht immer der Fall. Wird das durch Fine-Tuning angepasste Modell jedoch externen Kunden angeboten oder unter der eigenen Marke vertrieben und werden dabei die Funktionen oder Risiken des ursprünglichen Modells wesentlich verändert, muss eine Verantwortlichkeit als Anbieter oder nachgelagerter Anbieter geprüft werden.

### Müssen auch koreanische Unternehmen den EU AI Act einhalten?
Eine Anwendung kommt infrage, wenn sie Nutzern in der EU KI-Dienste anbieten oder KI-Systeme beziehungsweise GPAI-Modelle auf dem EU-Markt bereitstellen. Allein der Umstand, dass sich der Sitz einer juristischen Person in Korea befindet, macht eine Prüfung des EU AI Act nicht entbehrlich.

### Kann er auch gelten, wenn ein US-amerikanisches KI-Unternehmen EU-Kunden eine API bereitstellt?
Das ist möglich. Wenn EU-Kunden über die API ein GPAI-Modell oder KI-System nutzen und dessen Ausgaben in der EU verwendet werden, müssen die jeweilige Rolle und der Anwendungsbereich geprüft werden.

### Welche zentralen Dokumente müssen Anbieter von GPAI-Modellen vorbereiten?
Zu den zentralen Dokumenten gehören technische Unterlagen, Informationen für nachgelagerte Anbieter, eine Urheberrechtsstrategie, eine Zusammenfassung der Trainingsdaten, Aufzeichnungen über Modellaktualisierungen sowie Verfahren zur Risikobewertung und Reaktion auf Vorfälle. Bei Modellen mit systemischem Risiko sind Bewertungs- und Minderungsmaßnahmen noch wichtiger.

### Welche Prioritäten gelten bei der Vorbereitung auf den EU AI Act?
Zunächst müssen der EU-Anwendungsbereich und die Rolle des Unternehmens eingeordnet und ein Kennzeichnungssystem für generative KI in das Produkt integriert werden. Anschließend sollten die Dokumentation zu GPAI, die Urheberrechtsstrategie, die Bewertung systemischer Risiken und die Vertragsklauseln überarbeitet werden; diese Reihenfolge ist in der Praxis angemessen.

## Sources

- [Europäische Kommission: Kommission veröffentlicht Verhaltenskodex zur Kennzeichnung und Etikettierung KI-generierter Inhalte](https://digital-strategy.ec.europa.eu/en/news/commission-publishes-code-practice-marking-and-labelling-ai-generated-content)
- [Europäische Kommission: Verhaltenskodex für KI-generierte Inhalte](https://digital-strategy.ec.europa.eu/en/policies/code-practice-ai-generated-content)
- [Europäische Kommission: Inhalt des Verhaltenskodex für KI mit allgemeinem Verwendungszweck](https://digital-strategy.ec.europa.eu/en/policies/contents-code-gpai)
- [FAQ des AI Act Service Desk](https://ai-act-service-desk.ec.europa.eu/en/faq)

## Images

![KI-Schild über einer Europakarte und Häkchen auf Karten für Bilder, Audio, Videos und Dokumente](https://injoys.com/rails/active_storage/blobs/proxy/eyJfcmFpbHMiOnsiZGF0YSI6MTA2MCwicHVyIjoiYmxvYl9pZCJ9fQ==--07095cda3aa6661cf4b523c79f1e912e1ba9cdda/ai-d0dbd2b7.webp)
![Infografik mit der EU-Flagge im Zentrum, die mit KI-Modell, Datenbank, Sicherheit, Risikostufe und Checkliste verbunden ist](https://injoys.com/rails/active_storage/blobs/proxy/eyJfcmFpbHMiOnsiZGF0YSI6MTA2NiwicHVyIjoiYmxvYl9pZCJ9fQ==--54be3660f71e1d99412c1901e67320b99aaee584/ai-d17b76b0.webp)