---
title: "Onsite-Marketing konzipieren: Personalisierte Szenarien, die Kunden aus Anzeigen zum Kauf führen"
locale: de
category: how_to
category_name: "Anleitungen"
translation_status: reviewed
license: cc_by
author: "injoys"
source_url: https://injoys.com/en/articles/onsite-marketing-personalization-conversion-guide
published_at: 2026-08-28T16:14:47+09:00
---

# Onsite-Marketing konzipieren: Personalisierte Szenarien, die Kunden aus Anzeigen zum Kauf führen

> Beim Onsite-Marketing geht es nicht darum, allen Besuchern dasselbe Pop-up anzuzeigen, sondern um eine Conversion-Strategie, die Kunden abhängig von ihrem Status, Verhalten und Akquisekontext beim nächsten Schritt unterstützt. Erläutert werden der praktische Konzeptionsablauf und typische Szenarien – von der Kundensegmentierung über Ausspielbedingungen, Botschaften und Erfolgsmessung bis hin zum Datenschutz.

## Key Points

- Segmentieren Sie Kundengruppen anhand tatsächlich erfassbarer Daten wie Mitgliedsstatus, Kaufhistorie und Informationen zur Anzeigenakquise.
- Definieren Sie Verhaltensweisen, die auf eine Kaufabsicht hindeuten, etwa das Ansehen von Seiten, das Hinzufügen zum Warenkorb oder das Aufrufen des Bezahlvorgangs, sowie den Zeitpunkt der Intervention.
- Verknüpfen Sie jede Kundengruppe einzeln mit einer Botschaft, die ihr Zögern verringert, und einem Übermittlungsformat wie Banner, Pop-up oder Beratung.
- Prüfen Sie in Experimenten mit Kontrollgruppe neben der Kauf-Conversion-Rate auch nachgelagerte Kennzahlen wie Gewinn, Rückgaben und Abo-Kündigungen.
- Weiten Sie nur validierte Szenarien aus und kontrollieren Sie Mehrfachausspielungen, übermäßige Rabatte und Tracking ohne Einwilligung.

Ein Klick auf eine Anzeige bedeutet nicht, dass der Kauf abgeschlossen ist, sondern dass im eigenen Onlineshop ein neuer Überzeugungsprozess beginnt. Onsite-Marketing unterstützt die nächste Handlung, indem es auf Grundlage des Akquisekontexts, des Mitgliedsstatus, der Kaufhistorie und des aktuellen Verhaltens passende Hinweise bereitstellt.

Entscheidend ist nicht, möglichst viele Pop-ups anzuzeigen. Sie müssen festlegen, **wem, wann und was gezeigt werden soll**, und durch Experimente überprüfen, ob dies tatsächlich zur Conversion beigetragen hat.

## Schritt 1: Zu verwendende Daten und Kundengruppen definieren

Prüfen Sie zunächst, welche Daten in Ihrem Onlineshop derzeit zuverlässig erfasst werden können. Wenn Sie sich auf nicht vorhandene oder qualitativ unzureichende Daten stützen, entstehen Szenarien, die zwar ausgefeilt wirken, aber nicht funktionieren.

### Praktische Kriterien zur Kundensegmentierung

| Segmentierungsachse | Konkreter Status | Möglicher Zweck |
|---|---|---|
| Mitgliedsstatus | Gast, neues Mitglied, bestehendes Mitglied, lange inaktives Mitglied | Registrierung, erster Kauf, Rückkehr fördern |
| Kaufhistorie | kein Kauf, erster Kauf, wiederholte Käufe, Kauf eines bestimmten Produkts | erste Conversion, Wiederkauf, Cross-Selling |
| Kundenwert | Anzahl der Bestellungen, kumulierter Umsatz, letztes Kaufdatum | Betreuung wertvoller Kunden, Abwanderungsprävention |
| Akquisekontext | Werbekampagne, Werbemittel, Suchbegriff, Partner-Content | Werbebotschaft und Landing-Erlebnis verbinden |
| Aktuelles Verhalten | angesehene Produkte, Erkundungstiefe, Warenkorb, Checkout-Phase | Vergleich unterstützen, Abbruch verhindern, Checkout unterstützen |
| Gerät und Umgebung | Mobilgerät oder Desktop, App oder Web | Bildschirm und Bedienungsweise optimieren |

Statt Kunden allein aufgrund eines hohen Kundenwerts als VIP einzustufen, sollten Sie Kriterien dokumentieren, die zu Ihrem Geschäft passen. Sie können beispielsweise das letzte Kaufdatum, die Kaufhäufigkeit und den Kaufbetrag kombinieren. Ob Rücksendungen und Stornierungen ausgeschlossen werden und welcher Zeitraum berechnet wird, muss jedoch gesondert festgelegt werden.

### Mindestumfang der anfangs benötigten Events

- Aufruf einer Produktliste oder Produktdetailseite
- Hinzufügen zum und Entfernen aus dem Warenkorb
- Beginn des Checkouts
- Kaufabschluss und Bestellwert
- Abschluss der Anmeldung oder Registrierung
- Informationen zur Werbeakquise wie Kampagne und Werbemittel

Dokumentieren Sie Event-Namen, Auslösebedingungen sowie Formate für Produkt-ID und Betrag in einer Datenspezifikation. Wenn ein Kauf-Event beim Neuladen doppelt übertragen wird oder Werbeinformationen nach einem Seitenwechsel verschwinden, kann die Leistungsbewertung verzerrt werden.

## Schritt 2: Kaufabsicht und Interventionszeitpunkt festlegen

Die Absicht eines Besuchers lässt sich nicht allein daraus ableiten, was er getan hat. Der Aufruf mehrerer Seiten kann auf starkes Interesse hindeuten, aber auch darauf, dass das gewünschte Produkt nicht gefunden wurde. Verhaltenssignale sollten daher als Hypothesen behandelt und durch Experimente überprüft werden.

### Nutzbare Verhaltenssignale

- Wiederholter Aufruf desselben Produkts oder derselben Kategorie
- Intensive Erkundung von Produktbeschreibungen oder Bewertungsbereichen
- Auswahl einer Option, ohne das Produkt in den Warenkorb zu legen
- Erkundung weiterer Seiten nach dem Hinzufügen eines Produkts zum Warenkorb
- Aufruf der Checkout-Seite, ohne den Kauf abzuschließen
- Erneuter Aufruf eines früher gekauften Produkts zum voraussichtlichen Zeitpunkt eines Wiederkaufs

Werte wie „5 Seitenaufrufe“ oder „50 % Scrolltiefe“ sind nur Ausgangspunkte und keine allgemeingültigen Antworten. Für einen Shop mit wenigen Produkten und einen Shop mit langwieriger Vergleichssuche lassen sich nur schwer dieselben Kriterien anwenden. Passen Sie die Kriterien anhand der Verteilung tatsächlicher Besuchssitzungen und der Conversion-Daten an.

### Prioritäten bei Interventionen

1. Beheben Sie zuerst strukturelle Probleme, die den Kauf verhindern, etwa Checkout-Fehler, ausverkaufte Optionen oder unklare Versandkosten.
2. Ergänzen Sie anschließend Informationen, die für die Entscheidung benötigt werden, etwa Größe, Kompatibilität oder voraussichtliches Lieferdatum.
3. Bieten Sie Beratung oder Vorteile an, wenn sich das Zögern nicht allein durch Informationen beheben lässt.
4. Verwenden Sie Preisnachlässe als letztes Mittel.

Wenn Rabatte zuerst angezeigt werden, entstehen auch bei Kunden Kosten, die ursprünglich zum regulären Preis gekauft hätten. Zudem besteht die Gefahr, dass Kunden lernen, bei wiederholten Besuchen einen Gutschein zu erwarten.

## Schritt 3: Botschaften und Anzeigeformate verknüpfen

Verknüpfen Sie jede Kundengruppe mit einem Ziel und einer Kernbotschaft. Wenn auf einem Bildschirm gleichzeitig Registrierung, App-Installation, Rabatt und Beratung verlangt werden, bleibt unklar, was der Kunde tun soll.

### 6 typische Szenarien

| Zielgruppe und Situation | Zu beseitigendes Zögern | Beispielangebot | Geeignetes Format | Wichtigste Kennzahlen |
|---|---|---|---|---|
| Gast beim ersten Besuch | Kennt Marke und Vorteile noch nicht | Hinweise zu Mitgliedsvorteilen und Nutzungsbedingungen nach der Registrierung | schwebendes Banner, Inline-Bereich | Registrierungsabschlussrate, Erstkaufrate |
| Besucher aus einer bestimmten Anzeige | Schwache Verbindung zwischen Anzeige und Landingpage | Das in der Anzeige gezeigte Produkt, der Nutzen und der Content werden weitergeführt | Landing-Banner, relevantes Video | Absprungrate, Produktaufrufrate, Kaufrate |
| Besucher, der mehrere Produkte vergleicht | Fehlende Auswahlkriterien | Vergleichstabelle, Empfehlungskriterien, Beratungshinweis | Inline-Karte, Tooltip | Warenkorbquote, Kaufrate nach Beratung |
| Besucher mit Warenkorb | Hat die abgelegten Produkte vergessen oder prüft Bedingungen | Hinweis zur Rückkehr in den Warenkorb sowie zu Versand und Bestand | schwebende Schaltfläche, Mini-Warenkorb | Checkout-Startquote, Kaufabschlussrate |
| Besteller unterhalb der Schwelle für kostenlosen Versand | Schwankt zwischen Versandkosten und zusätzlichem Kauf | Anzeige des verbleibenden Schwellenbetrags und passender günstiger Produkte | Fortschrittsanzeige im Warenkorb | durchschnittlicher Bestellwert, Kaufrate, Gewinnmarge |
| Bestehender Kunde zum erwarteten Wiederkaufzeitpunkt | Verpasst den Austauschzeitpunkt eines Verbrauchsartikels | Früher gekauftes Produkt und einfacher Weg zum Wiederkauf | personalisiertes Banner, Empfehlung nach der Anmeldung | Wiederkaufrate, Wiederkaufsintervall |

### So verknüpfen Sie Werbe- und Landingbotschaften

Sorgen Sie dafür, dass das in der Anzeige hervorgehobene Produkt, der Problemlösungsansatz oder die Aktionsbedingungen auch im ersten sichtbaren Bereich der Landingpage erkennbar sind. Wenn in der Anzeige ein bestimmtes Produkt beworben wird, der Besucher aber auf eine allgemeine Startseite gelangt oder andere Bedingungen als in der Anzeige sieht, kann er annehmen, auf der falschen Seite gelandet zu sein.

Es genügt jedoch nicht, den Wortlaut mechanisch zu kopieren. Auf der Landingpage sollten zusätzlich folgende Informationen bereitgestellt werden:

- Anwendungsbedingungen für die in der Anzeige gemachten Zusagen
- Konkrete Erläuterungen, die die Produkteigenschaften belegen
- Entscheidungsrelevante Informationen zu Preis, Versand, Umtausch und Rückerstattung
- Rezensionen oder Bewertungen, deren tatsächliche Quelle und Kontext überprüfbar sind
- Eine eindeutige Schaltfläche, die zur gewünschten Handlung führt

### Bei erklärungsbedürftigen Produkten ist Entscheidungshilfe wichtiger als Rabatt

Bei hochpreisigen Produkten oder Produkten, die Installation oder Beratung erfordern, können folgende Mittel hilfreicher sein als ein sofortiger Rabatt:

- Produktvergleichstabellen und Auswahlleitfäden
- Prüfung von Spezifikationen, Kompatibilität und Installationsbedingungen
- Hinweise zu Liefer- oder Besuchsterminen
- Terminvereinbarung für eine Beratung oder Verbindung zu einem Chat
- Klare Darstellung der Garantie-, Umtausch- und Rückerstattungsbedingungen

Social Proof wie Echtzeit-Kaufzahlen sowie Hinweise auf knappe Bestände und Dringlichkeit müssen auf tatsächlichen Daten beruhen. Die Anzeige nicht vorhandener Kaufaktivitäten oder künstlicher Fristen kann das Vertrauen beschädigen und gegen Verbraucherschutzvorschriften der jeweiligen Rechtsordnung verstoßen.

## Schritt 4: Kontrollgruppenexperimente und Leistungsmessung

Aus einem Umsatzanstieg nach Ausspielung einer Kampagne darf nicht geschlossen werden, dass dieser auf die Onsite-Botschaft zurückzuführen ist. Auch Werbevolumen, Wochentag, Preis, Bestand und Saisonalität können gleichzeitig Einfluss nehmen.

### Grundlegender Versuchsaufbau

- **Kontrollgruppe:** Die bisherige Ansicht bleibt bestehen.
- **Versuchsgruppe:** Eine personalisierte Botschaft oder Funktion wird angezeigt.
- Halten Sie die Gruppenzuordnung stabil, damit Besucher während des Experiments nicht zwischen den Gruppen wechseln.
- Ein Experiment lässt sich leichter interpretieren, wenn nur eine zentrale Variable geändert wird.
- Legen Sie vor Beginn die Hauptkennzahl, Nebenkennzahlen und Abbruchbedingungen fest.

Bei geringem Traffic sollten Sie nicht allein anhand kurzfristiger Schwankungen der Kaufrate Schlussfolgerungen ziehen. Die erforderliche Stichprobe und Versuchsdauer hängen von der bisherigen Conversion-Rate, der zu erkennenden Effektgröße und dem Traffic ab. Es ist sicherer, die Bedingungen mit einem Statistiktool oder durch Analyseverantwortliche berechnen zu lassen.

### Kennzahlen, die bei alleiniger Betrachtung der Conversion-Rate übersehen werden

| Kennzahlenbereich | Zu prüfende Punkte | Warum dies erforderlich ist |
|---|---|---|
| Direkte Conversion | Warenkorbquote, Checkout-Startquote, Kaufrate | Prüfen, ob die Zielhandlung zugenommen hat |
| Wirtschaftlichkeit | durchschnittlicher Bestellwert, Rabattkosten, Bruttogewinn | Prüfen, ob der Umsatzanstieg zu tatsächlichem Gewinn führt |
| Kundenqualität | Wiederkaufrate, Kaufintervalle, Umsatz pro Kunde | Prüfen, ob Kunden mit kurzfristigen Vorteilen zu langfristigen Beziehungen führen |
| Nebenwirkungen | Schließen von Pop-ups, Absprünge, Abbestellungen, Rücksendungen | Prüfen, ob Störungen und minderwertige Bestellungen zunehmen |
| Betriebsqualität | Ladegeschwindigkeit, Fehlerquote, Mehrfachanzeigen | Prüfen, ob die Kampagne das Website-Erlebnis beeinträchtigt |

Bewerten Sie die Leistung nach Möglichkeit anhand des **inkrementellen Effekts**. Betrachten Sie beispielsweise die Differenz zwischen der Conversion-Rate der Versuchsgruppe und der Kontrollgruppe und berücksichtigen Sie auch gewährte Rabatte und Lösungskosten. Wenn alle Käufe nach der Anzeige als Kampagnenerfolg gezählt werden, werden auch Kunden einbezogen, die ohnehin gekauft hätten.

## Schritt 5: Validierte Szenarien erweitern und betreiben

Erstellen Sie nicht von Anfang an Dutzende Regeln, sondern beginnen Sie mit 1–2 Szenarien, für die stabile Daten vorliegen. Geeignet sind beispielsweise Kampagnen, die Werbebotschaften mit Landingpages verknüpfen, oder Hinweise zur Rückkehr in den Warenkorb, bei denen Zielgruppe und Ziel eindeutig sind.

### Schrittweise Erweiterungsmethode

1. Wählen Sie eine Kundengruppe und ein Ziel aus.
2. Behalten Sie das bisherige Erlebnis als Kontrollgruppe bei.
3. Legen Sie die Anzahl der Anzeigen und Ausschlussbedingungen fest.
4. Prüfen Sie gemeinsam die Versuchsergebnisse und Nebenwirkungen.
5. Behalten Sie nur Regeln bei, deren Wirkung bestätigt wurde.
6. Erweitern Sie anschließend in der Reihenfolge Wiederkauf, Cross-Selling und Rückgewinnung inaktiver Kunden.

In Shop-Umgebungen wie 카페24, 아임웹 und 고도몰 können Sie prüfen, ob kompatible CRM- oder Onsite-Tools verfügbar sind. Vergleichen Sie bei der Auswahl eines Tools nicht vorrangig die Anzahl der Pop-up-Designs, sondern folgende Funktionen:

- Umfang der Verknüpfung von Event- und Bestelldaten
- Festlegung von Kundengruppen und Ausschlussbedingungen
- Unterstützung von Kontrollgruppen und randomisierten Experimenten
- Begrenzung der Anzeigehäufigkeit
- Auswirkungen auf mobile Ansichten und Website-Geschwindigkeit
- Berücksichtigung von Löschungen personenbezogener Daten und Einwilligungswiderrufen
- Export von Rohdaten zur Leistung

## Gestaltung von Onsite-Marketing ohne Rabatte

Wenn Onsite-Marketing mit Gutscheinverwaltung gleichgesetzt wird, können die Margen sinken und nur preissensible Kunden übrig bleiben. Auch die Reduzierung des Informationsaufwands und der Unsicherheit, die einen Kauf verhindern, ist eine wichtige Form der Personalisierung.

Folgende Methoden lassen sich ohne Rabatte testen:

- Verkürzung des zur Besuchsabsicht passenden Wegs zur Produktsuche
- Wiederherstellung zuvor angesehener Produkte und Vergleichslisten
- Auswahlleitfäden nach Größe, Verwendungszweck und Budget
- Frühzeitige Hinweise auf das voraussichtliche Lieferdatum und die Rückgabebedingungen
- Anzeige von Verbrauchsartikeln und Zubehör, die mit dem gekauften Produkt kompatibel sind
- Verknüpfung mit situationsgerechten FAQ oder einer Beratung
- Hinweise zu Optionen und Bestandsstatus der Produkte im Warenkorb

Da diese Methoden die Ursachen für aufgeschobene Entscheidungen direkt beseitigen, lohnt sich ein Test auch ohne Preissenkung.

## Datenschutz und Vermeidung übermäßiger Überzeugungsversuche

Personalisierung wird nicht automatisch besser, je mehr Daten gesammelt werden. Verwenden Sie nur die für den Zweck erforderlichen Mindestdaten und prüfen Sie die geltenden Datenschutz-, Cookie- und E-Commerce-Vorschriften. Die Anforderungen an die Einwilligung können je nach Region des Besuchers, Datenart, eingesetzter Technologie und Rechtsstellung des Unternehmens variieren.

### Vor dem Betrieb zu prüfende Punkte

- Wurde der Zweck von Cookies und Tracking-Technologien verständlich erläutert?
- Werden Technologien, für die gesetzlich eine Einwilligung erforderlich ist, erst nach der Einwilligung aktiviert?
- Wird der Widerruf der Einwilligung auch im Personalisierungssystem berücksichtigt?
- Wird auf unnötige Rückschlüsse auf sensible Merkmale wie Gesundheit, Finanzen oder politische Ansichten verzichtet?
- Werden keine irreführenden falschen Fristen, falschen Bestandsangaben oder versteckten Kosten eingesetzt?
- Gibt es Prioritäten, damit sich Kampagnen für denselben Besucher nicht überschneiden?
- Sind die Kriterien für die Kundenidentifikation und Datenzusammenführung vor und nach der Anmeldung dokumentiert?
- Werden Verhaltensdaten nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist gelöscht?

Ziel der Personalisierung sollte nicht sein, Kunden unter Druck zu setzen, sondern die für die aktuelle Entscheidung erforderlichen Informationen zu reduzieren und eine geeignete nächste Handlung vorzuschlagen.

## Praxisspezifikation für Szenarien

Übertragen Sie eine Idee nicht sofort in ein Tool, sondern dokumentieren Sie die folgenden Punkte auf einer Seite.

| Punkt | Zu dokumentierender Inhalt |
|---|---|
| Ziel | eines aus Registrierung, Rückkehr zum Warenkorb, Kauf oder Wiederkauf |
| Zielgruppe | Datenbedingungen der einzubeziehenden Kunden |
| Ausschlüsse | Kunden, die bereits gekauft oder den betreffenden Vorteil genutzt haben usw. |
| Verhaltensbedingungen | Aufruf, Warenkorb, Zugriff auf den Checkout usw. |
| Anzeigezeitpunkt | unmittelbar nach Erfüllung der Bedingung, auf der nächsten Seite usw. |
| Botschaft | zu beseitigendes Zögern und Angebotsinhalt |
| Format | Banner, Inline-Karte, Tooltip, Beratung usw. |
| Häufigkeit | maximale Anzahl von Anzeigen pro Sitzung, Tag oder Woche |
| Kontrollgruppe | Vergleichsgruppe, die die Botschaft nicht sieht |
| Hauptkennzahl | einzelne zentrale Kennzahl zur Bestimmung des Versuchserfolgs |
| Schutzkennzahlen | Absprünge, Rücksendungen, Gewinn, Website-Geschwindigkeit usw. |
| Abbruchbedingungen | Zeitraum, Stichprobe, Bestand oder Ende der Aktion |

Mit dieser Spezifikation können Marketing-, Design-, Entwicklungs- und Datenverantwortliche dieselben Bedingungen nachvollziehen. Auch bei zunehmender Zahl von Kampagnen lassen sich Konflikte leichter verwalten.

## Zusammenfassung der Kernpunkte

Beim Onsite-Marketing geht es nicht darum, Besuchern, die über externe Werbung gewonnen wurden, bedingungslos Vorteile anzubieten. Es ist die Gestaltung einer Customer Journey, bei der auf Grundlage des Kundenstatus und -verhaltens die Ursache des Zögerns abgeschätzt wird und notwendige Informationen oder die nächste Handlung im passenden Moment präsentiert werden.

Um die Leistung zu steigern, sollten Sie Kundensegmentierung, Verhaltensbedingungen, Botschaft, Kontrollgruppe und Gewinnkennzahlen als ein zusammenhängendes Szenario verwalten. Es ist sicherer, mit kleinen Experimenten zu beginnen und nur Erlebnisse mit bestätigtem inkrementellem Effekt zu erweitern, als komplexe Personalisierungsregeln auf einmal einzuführen.

## FAQ

### Was unterscheidet Onsite-Marketing vom Einsatz gewöhnlicher Pop-ups?
Beim Einsatz gewöhnlicher Pop-ups werden häufig allen Besuchern dieselben Inhalte angezeigt. Beim Onsite-Marketing werden Zielgruppe und Zeitpunkt anhand von Kriterien wie Mitgliedsstatus, Herkunftsanzeige, Kaufhistorie und Warenkorb differenziert und der inkrementelle Effekt jeder Kampagne gemessen.

### Welche Szenarien eignen sich für den Einstieg in das Onsite-Marketing?
Beginnen Sie mit Szenarien, bei denen die Daten eindeutig sind und es nur ein Ziel gibt. Geeignet sind 1 bis 2 Punkte, bei denen sich Zielgruppe, Bedingungen und Handlung leicht definieren lassen, etwa die Verknüpfung von Werbemittel und Landingpage-Botschaft, Hinweise zur Registrierung für Nichtmitglieder oder Hinweise zur Rückkehr zum Warenkorb.

### Nach wie vielen aufgerufenen Seiten sollte Besuchern ein Pop-up angezeigt werden?
Es gibt keinen festen Richtwert, der für alle Onlineshops gilt. Analysieren Sie die Verteilung der Anzahl aufgerufener Seiten, der Verweildauer und der Scrolltiefe sowie die Kaufrate, legen Sie daraufhin einen ersten Richtwert fest und überprüfen Sie die Wirkung anschließend mit einem Kontrollgruppenexperiment.

### Sollte Kunden, die ihren Warenkorb verlassen haben, sofort ein Rabattgutschein angeboten werden?
Nicht unbedingt. Prüfen Sie zunächst mögliche Gründe für den Abbruch, etwa Versandkosten, voraussichtliches Lieferdatum, Optionen, Zahlungsfehler oder Rückgabebedingungen. Wenn Sie zuerst testen, Informationen ohne Rabatt klarer darzustellen oder den Weg zurück zum Warenkorb zu verkürzen, können Sie unnötige Kosten reduzieren.

### Anhand welcher Kennzahlen wird die Leistung einer Onsite-Kampagne gemessen?
Je nach Ziel der Kampagne werden die Registrierungsrate, die Rate der Warenkorbzugänge, die Rate der begonnenen Bezahlvorgänge oder die Kaufrate als Hauptkennzahl festgelegt. Auch der durchschnittliche Bestellwert, die Rabattkosten, der Bruttogewinn, die Rückgabequote, die Wiederkaufsrate sowie das Schließen von Pop-ups und die Abbruchrate sollten gemeinsam überprüft werden.

### Dürfen alle Käufe, die nach der Anzeige einer Kampagne erfolgen, als Erfolg gewertet werden?
Nein. Darin können Kunden enthalten sein, die auch ohne die Botschaft gekauft hätten. Behalten Sie eine randomisierte Kontrollgruppe bei und vergleichen Sie die Unterschiede bei der Konversion zwischen Test- und Kontrollgruppe, um den durch die Kampagne zusätzlich erzeugten inkrementellen Effekt zu schätzen.

### Können auch Besucher personalisiert angesprochen werden, die keine Mitglieder sind?
Zulässige Kontextdaten wie die innerhalb einer Sitzung angesehenen Produkte, die Herkunftskampagne und der Warenkorbstatus können verwendet werden. Wenn jedoch Cookies oder Identifikatoren eingesetzt werden, müssen die im jeweiligen Gebiet geltenden Anforderungen an Einwilligung und Information geprüft und nur die unbedingt erforderlichen Daten verarbeitet werden.

### Was ist zu tun, wenn mehrere Onsite-Kampagnen gleichzeitig angezeigt werden?
Legen Sie die Prioritäten anhand der Kaufphase und der Wichtigkeit fest und begrenzen Sie die maximale Anzahl der Einblendungen pro Bildschirm oder Sitzung. Schließen Sie Besucher aus, die die gewünschte Handlung bereits abgeschlossen haben, und prüfen Sie auch, ob Pop-ups, Banner und Beratungsnachrichten widersprüchliche Vorteile anbieten.

### Ist Onsite-Marketing auch ohne Rabatte möglich?
Ja. Informationen und Wege, die für die Kaufentscheidung erforderlich sind, lassen sich personalisieren, etwa Produktvergleiche, Größenauswahl, Kompatibilitätsprüfung, voraussichtliches Lieferdatum, Rückgabebedingungen, Wiederherstellung zuvor angesehener Inhalte oder die Weiterleitung zu einer Beratung.

### Wie sollte der Zeitpunkt für einen Wiederkauf festgelegt werden?
Statt ihn willkürlich festzulegen, sollten Sie die Verteilung der tatsächlichen Bestellintervalle je Produkt prüfen. Da Verbrauchsmenge und Kaufzyklus von Kunde zu Kunde variieren, sollten zu frühe Benachrichtigungen ausgeschlossen werden. Wenn nicht genügend Daten zu wiederholten Käufen vorliegen, ist es sicherer, in einem breiten Zeitraum zu testen.

## Sources

- [Google Analytics: E-Commerce messen](https://developers.google.com/analytics/devguides/collection/ga4/ecommerce)
- [Google Analytics-Hilfe: Zielgruppen](https://support.google.com/analytics/answer/9267572)
- [Baymard Institute: Statistiken zur Warenkorbabbruchrate](https://baymard.com/lists/cart-abandonment-rate)
- [Information Commissioner's Office: Cookies und ähnliche Technologien](https://ico.org.uk/for-organisations/uk-gdpr-guidance-and-resources/online/cookies-and-similar-technologies/)

## Images

![Frau hält eine Wasserfilterkartusche und betrachtet die Produktseite auf einem Tablet](https://injoys.com/rails/active_storage/blobs/proxy/eyJfcmFpbHMiOnsiZGF0YSI6MTI2OTcsInB1ciI6ImJsb2JfaWQifX0=--b9248fef71b9d54e20e21f9a8cbf4a69d5c489cd/ai-2b67a738.webp)
![Marketingablauf von der Anzeige über Kundensegmente und Verhaltenssignale bis zu Personalisierung und Kauf](https://injoys.com/rails/active_storage/blobs/proxy/eyJfcmFpbHMiOnsiZGF0YSI6MTI3MDMsInB1ciI6ImJsb2JfaWQifX0=--6f22254e3faec8fba9881829a6e58b9a8956051b/ai-9ac0efa1.webp)