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title: "Steuerstatistik zu Selbstständigen: Branchen, in denen binnen 3 Jahren die Hälfte verschwindet – und solche, die bestehen"
locale: de
category: report
category_name: "Bericht"
translation_status: reviewed
license: cc_by
author: "naikeu"
source_url: https://injoys.com/en/articles/korea-self-employment-survival-rate-by-industry
published_at: 2026-07-09T08:47:30+09:00
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# Steuerstatistik zu Selbstständigen: Branchen, in denen binnen 3 Jahren die Hälfte verschwindet – und solche, die bestehen

> Die Statistik der Steuerbehörde zu 100 wichtigen Alltagsbranchen zeigt, dass die ersten 1 bis 3 Jahre nach der Gründung für Selbstständige die größte Hürde darstellen. Branchen mit niedrigen Eintrittsbarrieren und übermäßigem Wettbewerb haben geringere Überlebensraten, während Branchen mit Fachkompetenz, standortgebundenen Vermögenswerten und stabiler Nachfrage vergleichsweise länger bestehen.

## Key Points

- 2024 lag die 1-Jahres-Überlebensrate der 100 wichtigen Alltagsbranchen bei etwa 77.0 %, sodass mindestens 2 von 10 Neugründern ihr Geschäft innerhalb eines Jahres aufgeben.
- Die 3-Jahres-Überlebensrate sinkt auf etwa 52.3 %; die ersten 1 bis 3 Jahre nach der Gründung können daher als entscheidende Überlebensphase für Selbstständige gelten.
- Branchen wie der Versandhandel, in die viele Gründer drängen und deren Eintrittsbarrieren niedrig sind, weisen wegen des starken Wettbewerbs unterdurchschnittliche Überlebensraten auf.
- Friseursalons, Pensionen und Gästehäuser sowie einige Bildungsdienstleistungen weisen dank Fachkenntnissen, Vermögenswerten und wiederkehrender Nachfrage vergleichsweise stabile Kennzahlen auf.
- Vor einer Gründung sollten statt des erwarteten Umsatzes zunächst die Fixkosten, der Break-even-Punkt, die Wettbewerbsdichte im Geschäftsgebiet und die Möglichkeit zur Gewinnung wiederkehrender Kunden geprüft werden.

## Warum bei der Gründung einer selbstständigen Existenz die „Überlebensquote“ an erster Stelle steht

Wenn Menschen über eine Unternehmensgründung nach dem Ruhestand oder eine zweite Karriere nachdenken, betrachten viele zunächst Umsatzpotenzial, Trendprodukte, Ablösesummen und Einrichtungskosten. Auf dem tatsächlichen Markt für Selbstständige ist jedoch die **Überlebensquote** die Kennzahl, die zuerst geprüft werden sollte.

Die Überlebensquote bezeichnet den Anteil der zu einem bestimmten Zeitpunkt gegründeten Unternehmen, die auch nach 1, 3 oder 5 Jahren noch aktiv sind. Diese Kennzahl ist nicht nur eine einfache Erfolgsquote, sondern zeigt zugleich die Wettbewerbsintensität der jeweiligen Branche, die Belastung durch Fixkosten, die Stabilität der Nachfrage und die Anfälligkeit gegenüber Veränderungen des Konsumverhaltens.

Fasst man die Statistik der 100 lebensnahen Branchen der koreanischen Steuerbehörde und die zugehörigen Presseberichte zusammen, weist der koreanische Markt für Selbstständige bereits im ersten Jahr nach der Gründung eine hohe Abgangsquote auf, und im dritten Jahr ist nur noch etwa die Hälfte der Unternehmen übrig. Gründer müssen daher zuerst berechnen, „wie lange sie durchhalten können“, statt „wie viel sie verdienen können“.

## Zentrale Kennzahlen: Überlebensquoten nach 1, 3 und 5 Jahren

Die für 2024 veröffentlichten Überlebensquoten der 100 lebensnahen Branchen lassen sich wie folgt zusammenfassen.

| Kategorie | Überlebensquote | Interpretation |
|---|---:|---|
| 1 Jahr nach der Gründung | ca. 77,0 % | Mindestens 2 von 10 Betrieben schließen innerhalb eines Jahres oder stellen ihre Geschäftstätigkeit ein. |
| 2 Jahre nach der Gründung | ca. 61,6 % | Selbst nach dem Überstehen des ersten Jahres kommt es im zweiten Jahr zu weiteren erheblichen Abgängen. |
| 3 Jahre nach der Gründung | ca. 52,3 % | Nur etwa die Hälfte übersteht die kritische Dreijahresmarke. |
| 4 Jahre nach der Gründung | ca. 45,3 % | Ab dem vierten Jahr bleibt weniger als die Hälfte übrig. |
| 5 Jahre nach der Gründung | ca. 40,2 % | Nahezu 6 von 10 Betrieben verschwinden innerhalb von fünf Jahren. |

Diese Zahlen zeigen, dass sich das Gründungsrisiko für Selbstständige nicht auf bestimmte Branchen beschränkt. Insbesondere die hohe Schließungsquote im ersten Jahr bedeutet, dass schwache Anfangsumsätze, die Belastung durch Mieten und Personalkosten, mangelnde Betriebserfahrung und eine Fehleinschätzung des Geschäftsstandorts schnell darüber entscheiden, ob ein Unternehmen fortbesteht.

## Was sind die 100 lebensnahen Branchen?

Die 100 lebensnahen Branchen der koreanischen Steuerbehörde umfassen Branchen, die Waren oder Dienstleistungen verkaufen beziehungsweise anbieten, die eng mit dem Alltag der Bevölkerung verbunden sind. Dazu zählen Restaurants, Cafés, Friseursalons, Versandhandel, Bildungseinrichtungen, Beherbergungsbetriebe, Immobilienmakler sowie verschiedene Einzelhandels- und Dienstleistungsbranchen.

Diese Statistik ist aus folgenden Gründen wichtig.

- Sie erfasst Branchen, in die besonders viele private Gründer tatsächlich einsteigen.
- Die Zahl neuer Unternehmer und die Überlebensquote lassen sich nach Branchen vergleichen.
- Sie dient als Grundlage, um eine Überbesetzung bei Gründungen nach Region, Alter und Branche zu beurteilen.
- Sie lässt sich leicht für Analysen von Gründungen im Ruhestand, Gründungen junger Menschen und politischen Maßnahmen für Kleinunternehmen nutzen.

Allerdings zeigt die Überlebensquote lediglich, ob der Geschäftsbetrieb fortgeführt wurde, und nicht direkt, ob die Rentabilität ausreichend war. Auch unter den fortbestehenden Betrieben kann es solche geben, die niedrige Gewinne, eine hohe Arbeitsbelastung oder eine erhebliche Schuldenlast in Kauf nehmen.

## Warum Branchen mit niedrigen Eintrittsbarrieren riskant sein können

Niedrige Eintrittsbarrieren bedeuten bei einer selbstständigen Tätigkeit, dass der Einstieg leicht ist. Gleichzeitig bedeuten sie jedoch auch, dass jeder in den Markt eintreten kann und der Wettbewerb schnell überfüllt wird.

Ein typisches Beispiel ist der **Versandhandel**. Branchen, die Waren über Online-Kommunikationsnetze wie Internetshops, Verkäufe über soziale Medien oder Homeshopping im Einzelhandel verkaufen oder vermitteln, scheinen geringere Anfangsinvestitionen in die Ausstattung zu erfordern als stationäre Geschäfte. Tatsächlich verursachen jedoch Produktbeschaffung, Werbekosten, Plattformgebühren, Logistik, Retourenabwicklung, Preiswettbewerb und Bewertungsmanagement jeweils Kosten und Risiken.

Den vom Betreiber bereitgestellten Daten zufolge gehörte der Versandhandel 2024 mit mindestens 190.000 neuen Unternehmern zu den Bereichen mit den meisten Neugründungen. Seine Einjahres-Überlebensquote lag jedoch mit 67,7 % unter dem Gesamtdurchschnitt. Auch die Drei- und Fünfjahres-Überlebensquoten wurden mit 44,7 % beziehungsweise 34,6 % angegeben, womit sich die Branche als ein Bereich erwies, in dem ein langfristiges Überleben schwierig ist.

### Gemeinsame Risiken von Branchen mit niedrigen Eintrittsbarrieren

| Risiko | Beschreibung |
|---|---|
| Überfüllter Wettbewerb | Die Zahl ähnlicher Produkte und Dienstleistungen steigt schnell, wodurch sich der Preiswettbewerb verschärft. |
| Schwierige Differenzierung | Ohne Marke, Technologie, Standortvorteil oder exklusives Liefernetz wechseln Kunden leicht zur Konkurrenz. |
| Abhängigkeit von Werbeausgaben | Bei Onlineverkäufen oder lieferorientierten Branchen können die Kosten für Sichtbarkeit die Rentabilität belasten. |
| Trendzyklen | Kurzzeitig beliebte Produkte führen schnell zu einer Marktsättigung und einem starken Nachfragerückgang. |
| Geringe Kundentreue | Der Anteil der Kunden, die sich ausschließlich nach Preis oder Bequemlichkeit richten, ist hoch. |

## Merkmale von Branchen, die relativ lange bestehen

Zu den Branchen, die in den Daten relativ hohe Überlebensquoten aufwiesen, gehörten Friseursalons, Pensionen und Gästehäuser, Reisebüros sowie Kunstschulen, Sportbildungseinrichtungen und private Lehrinstitute. Das bedeutet nicht, dass alle diese Branchen sicher sind, doch sie verfügen über einige gemeinsame Überlebensfaktoren.

### 1. Dienstleistungen auf Grundlage von Fähigkeiten oder Qualifikationen

Bei Friseursalons, Bildungseinrichtungen und einigen professionellen Dienstleistungen bilden die Fähigkeiten, die Berufserfahrung und das Vertrauen der Kunden in den Betreiber eine Eintrittsbarriere. Im Vergleich zum einfachen Warenverkauf entsteht leichter eine Struktur, in der Kunden einer bestimmten Person und deren Können treu bleiben.

### 2. Wiederkehrende Nachfrage oder langfristige Kundenbeziehungen

Bildungsdienstleistungen gelten als ein Bereich, in dem sich die Ausgaben selbst während eines Konjunkturabschwungs nur schwer drastisch reduzieren lassen. Hinter den relativ stabilen Überlebensquoten von Kunstschulen, Sportbildungseinrichtungen, privaten Lehrinstituten und Lernräumen stehen wiederholte Kursteilnahmen, ein guter Ruf vor Ort und Netzwerke von Eltern.

### 3. Entlastung bei den Fixkosten durch Eigentum

Bei Pensionen und Gästehäusern kann die Mietbelastung niedriger sein, wenn der Betreiber das Grundstück oder Gebäude besitzt. Zwar bleiben Risiken durch Kreditzinsen, Instandhaltungskosten, saisonale Nachfrage und Plattformgebühren bestehen, doch im Vergleich zu einer Gründung in gemieteten Räumen kann dies für ein langfristiges Durchhalten von Vorteil sein.

### 4. Lokale Gemeinschaft und Stammkundenbasis

Für Friseursalons, Bildungseinrichtungen im Wohnviertel und alltagsnahe Dienstleistungsbetriebe sind wiederholte Kundenbesuche und Empfehlungen wichtig. Betriebe, die Beziehungskapital in der lokalen Gemeinschaft aufbauen, können bessere Voraussetzungen für ein langfristiges Überleben haben als solche, die sich ausschließlich auf Laufkundschaft verlassen.

## Warnsignale von Branchen mit niedrigen Überlebensquoten

In den vom Betreiber bereitgestellten Daten wurden PC-Cafés, Bierkneipen, Imbisslokale, Fast-Food-Restaurants und Mobiltelefongeschäfte im Hinblick auf die Dreijahres-Überlebensquote als schwierige Branchen genannt.

Diese Branchen weisen einige Gemeinsamkeiten auf.

- Die Belastung durch Mieten und Einrichtungskosten ist hoch.
- Sie sind stark von Laufkundschaft abhängig.
- Sie reagieren empfindlich auf Schwankungen bei Personal- und Rohstoffkosten.
- Sie werden durch den Wettbewerb mit großen Franchiseunternehmen oder Plattformen beeinflusst.
- Sie reagieren empfindlich auf Veränderungen der Verbraucherpräferenzen und das Aufkommen von Ersatzangeboten.

Insbesondere die Gastronomie scheint zwar alltäglich nachgefragt zu werden, doch im tatsächlichen Betrieb wirken Belastungen durch die Entsorgung von Lebensmitteln, Liefergebühren, Personalmanagement, Hygienerisiken, lange Arbeitszeiten und einen niedrigen Durchschnittsbon zusammen. Allein mit der Annahme, „Essen wird immer nachgefragt“, lässt sich die Überlebensfähigkeit nur schwer erklären.

## 5 Punkte, die vor einer Gründung unbedingt berechnet werden müssen

### 1. Gewinnschwelle

Die monatliche Miete, Nebenkosten, Personalkosten, Rohstoffkosten, Kartengebühren, Liefer- und Plattformgebühren, Steuern, Versicherungsbeiträge und Kreditzinsen müssen einbezogen werden, um den erforderlichen Mindestumsatz zu berechnen.

Betragen die monatlichen Fixkosten beispielsweise 6 Millionen Won und liegt die Bruttogewinnmarge bei 40 %, ergibt sich bei einer einfachen Berechnung ein monatlicher Umsatz an der Gewinnschwelle von etwa 15 Millionen Won. Werden zusätzlich die Lebenshaltungskosten des Unternehmers und eine Rücklage berücksichtigt, fällt der erforderliche Umsatz noch höher aus.

### 2. Reservekapital

In der Anfangsphase einer Gründung steigen die Umsätze häufig später als erwartet. Es muss ein Cashflow gesichert werden, der es ermöglicht, mindestens 6 Monate bis 1 Jahr durchzuhalten, selbst wenn nahezu kein Nettogewinn erzielt wird.

Wer ohne Reservekapital beginnt, läuft Gefahr, dass die Mittel noch vor der Überprüfung des Umsatzpotenzials aufgebraucht sind und anschließend Rabattverkäufe, übermäßige Werbung oder zusätzliche Kredite erforderlich werden.

### 3. Übereinstimmung von Geschäftsgebiet und Kundenwegen

Ein gutes Geschäftsgebiet ist nicht einfach nur ein Ort mit vielen Menschen. Die Zielkunden der jeweiligen Branche müssen dort tatsächlich vorbeikommen, anhalten und einen Grund zum Kauf haben.

Bei einem Café unterscheiden sich beispielsweise die Wege von Berufstätigen während der Mittagspause, die Aufenthaltsdauer von Schülern und Studierenden, die Nachfrage von Familien am Wochenende und der Anteil des Außer-Haus-Verkaufs. Bei einer Bildungseinrichtung sind Schulen, Wohnanlagen und die Wege der Eltern wichtig, während bei einem Friseursalon die Erreichbarkeit für erneute Besuche und der Ruf in der Region entscheidend sind.

### 4. Wettbewerbsdichte

Viele Betriebe derselben Branche in der Nähe können ein Zeichen für vorhandene Nachfrage sein, aber auch dafür, dass die Gewinne bereits aufgeteilt werden. Verglichen werden müssen nicht nur die Zahl der Wettbewerber, sondern auch Preisniveau, Bewertungen, Öffnungszeiten, Zusammenstellung von Menüs und Dienstleistungen sowie die jeweilige Kundengruppe.

### 5. Struktur für wiederholte Besuche

Der Schlüssel zum langfristigen Überleben liegt weniger in der Gewinnung neuer Kunden als in wiederholten Besuchen. Kommt ein durch Werbung gewonnener Kunde nicht wieder, bleibt der Umsatz dauerhaft von Werbeausgaben abhängig. Es muss geprüft werden, ob die Branche den Aufbau einer Stammkundschaft ermöglicht, ob Kundendaten verwaltet werden können und ob sich innerhalb der lokalen Gemeinschaft wiederkehrende Kontaktpunkte schaffen lassen.

## Worauf Gründer im Ruhestand besonders achten müssen

Gründer im Ruhestand haben weniger Zeit, sich von einem Rückschlag zu erholen, als jüngere Gründer. Da bereits ein einziger Misserfolg das Kapital für den Lebensabend beeinträchtigen kann, muss vor der erwarteten Rendite zunächst die Verlustgrenze festgelegt werden.

### Checkliste für Gründungen im Ruhestand

| Prüfkriterium | Kontrollfrage |
|---|---|
| Investitionsgrenze | Wie hoch ist der maximale Verlust, der die Lebensgrundlage selbst bei einem Scheitern nicht gefährdet? |
| Arbeitsbelastung | Ist ein tatsächlicher Betrieb von 10 bis 12 Stunden täglich zu bewältigen? |
| Eignung der Erfahrung | Sind Fähigkeiten, Kundenverständnis und betriebliche Kompetenzen vorhanden, die an die bisherige Karriere anknüpfen? |
| Familienrisiko | Ist der Betrieb auch möglich, ohne die Mitarbeit der Familie vorauszusetzen? |
| Ausstiegskriterium | Nach wie vielen aufeinanderfolgenden Verlustmonaten soll der Betrieb geschlossen oder die Branche gewechselt werden? |
| Rückgewinnung der Ablösesumme | Wurde zwischen beim Ausstieg verwertbaren Vermögenswerten und nicht erstattungsfähigen Kosten unterschieden? |

Der Ansatz, nach dem Ruhestand „wenigstens einen kleinen Laden zu eröffnen“, kann riskant sein. Auch ein kleines Geschäft erfordert Miete, Warenbestand, Personal, Steuern, Marketing, Kundenbetreuung und die Bearbeitung von Beschwerden.

## Grundsätze der Branchenwahl anhand von Daten

Statistiken zu Überlebensquoten sind kein Signal dafür, bestimmte Branchen bedingungslos zu meiden. Selbst innerhalb derselben Branche unterscheiden sich die Ergebnisse je nach Standort, Kompetenz des Betreibers, Kostenstruktur und Differenzierungsstrategie. Statistiken zeigen Gründern jedoch, welche Fragen sie zuerst stellen müssen.

### Notwendige Fragen bei der Branchenwahl

1. Warum ist die Überlebensquote dieser Branche niedrig oder hoch?
2. Zeigt sich dieselbe Tendenz auch in der Region, in die ich einsteigen möchte?
3. Gibt es einen klaren Grund, warum mein Betrieb besser als die Konkurrenz wäre?
4. Gibt es eine Struktur, die wiederholte Käufe durch Kunden ermöglicht?
5. Gibt es Kanäle, über die Kunden auch ohne Werbeausgaben gewonnen werden können?
6. Kann der Betrieb auch bei steigenden Waren-, Miet- und Personalkosten durchhalten?
7. Bleibt der Cashflow bei 6 Monaten schwacher Umsätze erhalten?
8. Wie hoch ist der Wert der Vermögensgegenstände, die bei einer Betriebsschließung verwertet werden können?

## Fazit: Bei einer Gründung kommt die Überlebensstruktur vor der Geschäftsidee

Die Überlebensquoten der 100 lebensnahen Branchen der koreanischen Steuerbehörde zeigen die harte Realität des koreanischen Marktes für Selbstständige. Ein erheblicher Anteil scheidet innerhalb eines Jahres nach der Gründung aus, und nach 3 Jahren bleibt nur noch etwa die Hälfte übrig. Dies lässt sich nur schwer allein mit mangelnder persönlicher Anstrengung erklären. Überfüllter Wettbewerb, Veränderungen des Konsumverhaltens, steigende Fixkosten, Plattformkosten und Veränderungen der Bevölkerungsstruktur wirken zusammen.

Gründer sollten daher zuerst die Daten betrachten und nicht Trendprodukte oder Erfolgsgeschichten aus ihrem Umfeld. Sie sollten erst beginnen, nachdem sie die branchenspezifische Überlebensquote, das regionale Geschäftsgebiet, die Fixkosten, die Gewinnschwelle, das Reservekapital und die Struktur für wiederholte Kundenbesuche geprüft haben.

Erfolg in der Selbstständigkeit entsteht nicht durch eine kurzfristige Umsatzexplosion, sondern durch den Aufbau einer Struktur, die langfristig bestehen kann. Wer eine Gründung vorbereitet, muss daher zuerst die Fragen beantworten: „Warum werden die Kunden immer wieder kommen?“ und „Wie lange kann ich durchhalten, selbst wenn der Umsatz nur langsam steigt?“, statt nur zu fragen: „Was soll ich verkaufen?“

## FAQ

### Selbstständigkeit](https://nts.go.kr/nts/na/ntt/selectNttInfo.do?bbsId=1028&mi=2201&nttSn=1342284https://www.data.go.kr/data/15048948/fileData.dohttps://www.data.go.kr/data/15061118/fileData.dohttps://www.hankyung.com/article/2025110286751%22,%22faqs%22:[{%22question%22:%22Selbstständigkeit) Was bedeutet die Überlebensrate?
Sie bezeichnet den Anteil der Unternehmer, die zu einem bestimmten Zeitpunkt gegründet haben und ihr Unternehmen auch nach 1, 3 beziehungsweise 5 Jahren noch weiterführen. Sie ist ein Indikator dafür, ob der Unternehmerstatus ohne Geschäftsaufgabe bestehen bleibt, garantiert jedoch nicht die tatsächliche Rentabilität.

### Warum gelten die ersten 3 Jahre nach der Gründung als wichtig?
Weil laut der Statistik der südkoreanischen Steuerbehörde zu den 100 Branchen des täglichen Lebens die Überlebensrate nach 3 Jahren auf etwa die Hälfte sinkt. Anlaufschwierigkeiten in der frühen Gründungsphase, die Belastung durch Fixkosten, die erfolglose Kundengewinnung und der zunehmende Wettbewerb treten in den ersten 1 bis 3 Jahren besonders deutlich zutage.

### Warum gibt es im Versandhandel viele Gründer, obwohl die Überlebensrate eher niedrig ist?
Der Einstieg scheint zwar einfach zu sein, tatsächlich bestehen jedoch große Belastungen durch die Produktbeschaffung, Werbekosten, den Wettbewerb auf Plattformen, Logistik, Retouren und den Druck durch Preisvergleiche. Gerade in Branchen, in die jeder leicht einsteigen kann, kann die Zahl der Wettbewerber schnell steigen und die Rentabilität sinken.

### Ist eine Gründung in einer Branche mit hoher Überlebensrate sicher?
Nein. Eine hohe Überlebensrate bedeutet lediglich, dass Unternehmen dieser Branche im Durchschnitt tendenziell länger bestehen. Je nach Standort, Miete, Kreditumfang, betrieblicher Kompetenz, regionaler Nachfrage und Wettbewerbssituation können die Ergebnisse einzelner Unternehmen unterschiedlich ausfallen.

### Welche Branchen sollten Gründer nach dem Eintritt in den Ruhestand meiden?
Statt bestimmte Branchen pauschal zu meiden, sollte man besonders bei Branchen vorsichtig sein, die hohe Anfangsinvestitionen, geringe Aussichten auf Amortisation und hohe Fixkosten aufweisen, stark von Trends abhängig sind oder nichts mit der eigenen Erfahrung zu tun haben.

### Wie viel finanzielle Reserve ist vor einer Gründung erforderlich?
Im Allgemeinen sollte berechnet werden, welcher Betrag erforderlich ist, um mindestens 6 Monate bis 1 Jahr lang Fixkosten wie Miete, Personalkosten, Betriebskosten und Kreditzinsen tragen zu können, selbst wenn nahezu kein Nettogewinn erzielt wird. Der erforderliche Betrag variiert je nach Branche und Investitionsumfang erheblich.

### Was ist bei der Analyse eines Geschäftsgebiets am wichtigsten?
Wichtiger als die Zahl der Passanten ist, ob die tatsächlichen Wege und Kaufabsichten der Zielkunden zur Branche passen. Selbst bei gleicher Passantenzahl eignen sich je nach Anteil von Berufstätigen, Schülern und Studierenden, Familien, Touristen und Anwohnern unterschiedliche Branchen.

### Ist die Gründung eines Franchiseunternehmens sicherer als eine unabhängige Gründung?
Bei einem Franchise kann man von der Marke und Betriebshandbüchern profitieren, muss jedoch zugleich die Franchisegebühr, Lizenzgebühren, Innenausbaukosten, Lieferbedingungen für Rohstoffe und das Problem sich überschneidender Geschäftsgebiete prüfen. Allein die Markenbekanntheit garantiert das Überleben nicht.

### Wo kann man Statistiken zur Überlebensrate von Selbstständigen einsehen?
Sie sind in den Pressemitteilungen der südkoreanischen Steuerbehörde, im Portal für Steuerstatistiken und in den Daten zu den 100 Branchen des täglichen Lebens im öffentlichen Datenportal zu finden. Dabei müssen auch das Bezugsjahr der Statistik, die Branchenklassifizierung und die Kriterien für neue Unternehmer geprüft werden.

### Was ist wichtiger als die Geschäftsidee?
Wichtiger sind der Break-even-Punkt, die Fixkostenstruktur, die Möglichkeit zur Gewinnung wiederkehrender Kunden, die Wettbewerbsdichte, die Eignung des Geschäftsgebiets, finanzielle Reserven und Kriterien für den Rückzug. Selbst mit einer guten Idee ist es schwierig, lange durchzuhalten, wenn die Kostenstruktur ungünstig ist.

## Sources

- [Pressemitteilung des Nationalen Steuerdienstes: Bei einer Gründung ist das erste Jahr die kritische Phase! Überlebensraten von Branchen des täglichen Lebens laut nationaler Steuerstatistik](https://nts.go.kr/nts/na/ntt/selectNttInfo.do?bbsId=1028&mi=2201&nttSn=1342284)
- [Portal für öffentliche Daten: Nationaler Steuerdienst_Status neuer Unternehmer in den 100 wichtigsten Branchen des täglichen Lebens (nach Branche und Region)](https://www.data.go.kr/data/15048948/fileData.do)
- [Portal für öffentliche Daten: Nationaler Steuerdienst_Unternehmerstatus_100 wichtigste Branchen des täglichen Lebens](https://www.data.go.kr/data/15061118/fileData.do)
- [Korea Economic Daily: Die Hälfte der Selbstständigen hält nicht einmal drei Jahre durch … 22 % geben innerhalb eines Jahres auf](https://www.hankyung.com/article/2025110286751)

## Images

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