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title: "Diversifiziert investieren: Wo und wie viel?"
locale: de
category: how_to
category_name: "Anleitungen"
translation_status: reviewed
license: cc_by
author: "naikeu"
source_url: https://injoys.com/en/articles/diversified-investing-portfolio-allocation-guide
published_at: 2026-06-29T11:32:29+09:00
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# Diversifiziert investieren: Wo und wie viel?

> Bei der Diversifikation wird das Kapital auf verschiedene Finanzprodukte, Regionen und Laufzeiten verteilt, um das Verlustrisiko zu verringern, das bei der Konzentration auf einen einzigen Vermögenswert entsteht. Dieser Artikel erläutert die Merkmale wichtiger Finanzprodukte, die Kriterien Rendite, Sicherheit und Liquidität sowie Beispielportfolios für unterschiedliche Anlegertypen und Methoden zu deren Überprüfung.

## Key Points

- Diversifikation beseitigt die Möglichkeit von Verlusten nicht, trägt aber dazu bei, Risiken zu verringern, die auf bestimmte Vermögenswerte oder Unternehmen konzentriert sind.
- Beim Aufbau eines Portfolios sollten Rendite, Sicherheit und Liquidität gemeinsam betrachtet sowie zunächst das Anlageziel und der Anlagezeitraum festgelegt werden.
- Einlagen und Sparverträge weisen ein geringes Risiko von Marktpreisschwankungen auf, bieten jedoch nur begrenzte Renditen. Bei Aktien, Anleihen und Fonds sind Verluste des eingesetzten Kapitals möglich.
- Mit zunehmendem Alter oder je näher der Zeitpunkt rückt, zu dem das Kapital benötigt wird, wird der Anteil risikoreicher Anlagen üblicherweise reduziert und der Anteil sicherer sowie liquider Anlagen erhöht.
- Ein Portfolio wird nicht einmalig festgelegt und dann unverändert gelassen, sondern sollte regelmäßig neu gewichtet werden, damit die angestrebten Anteile erhalten bleiben.

## Auf einen Blick verstehen

Diversifikation bedeutet, das Anlagekapital auf mehrere Vermögenswerte zu verteilen, um die Auswirkungen eines Preisrückgangs bei einem bestimmten Vermögenswert auf das Gesamtvermögen zu verringern. Es ist wie das Sprichwort, nicht alle Eier in einen Korb zu legen.

Allerdings kann Diversifikation Verluste nicht vollständig verhindern. Risiken, die den gesamten Markt betreffen, bleiben bestehen, etwa wenn der gesamte Aktienmarkt fällt oder sich die Zinsen stark verändern. Diversifikation ist daher keine Technik, die Renditen garantiert, sondern ein grundlegendes Prinzip des Risikomanagements.

## Bedeutung von Diversifikation und Portfolio

### Diversifikation

Diversifikation ist eine Anlagestrategie, bei der das Kapital nicht auf einen einzelnen Titel, eine Branche, ein Land, eine Währung oder ein Produkt mit einer bestimmten Laufzeit konzentriert, sondern auf mehrere Vermögenswerte verteilt wird. Dazu gehört beispielsweise die Aufteilung des gesamten Anlagekapitals auf Einlagen, Rentenprodukte, inländische Aktien, ausländische Aktien und einige Fremdwährungsanlagen.

### Portfolio

Ein Portfolio ist die Gesamtheit der Finanzprodukte, die ein Anleger hält. Es bezeichnet die gesamte Anlagestruktur, die nach festgelegten Anteilen der jeweiligen Anlageklassen zusammengestellt wird, beispielsweise 30% Einlagen, 30% Rentenfonds, 20% inländische Aktien und 20% ausländische Aktien.

Die moderne Portfoliotheorie entwickelte sich auf Grundlage der Vorstellung, dass sich durch die Kombination von Vermögenswerten, die sich unterschiedlich entwickeln, bei gleicher erwarteter Rendite das Risiko senken oder bei gleichem Risiko eine bessere erwartete Rendite anstreben lässt. Harry Markowitz erhielt 1990 gemeinsam mit anderen den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften für seine Theorie der Portfolioauswahl, und James Tobin wurde 1981 für seine Forschung zur Analyse der Finanzmärkte mit dem Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften ausgezeichnet.

## Arten wichtiger Finanzprodukte und Möglichkeit eines Kapitalverlusts

Finanzprodukte unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Ertragsquellen und Risiken. Vor dem Abschluss sollten die Möglichkeit eines Kapitalverlusts, die Bedingungen einer vorzeitigen Kündigung, Gebühren, Steuern und der Einlagenschutz geprüft werden.

| Produkt | Grundkonzept | Wichtigste Ertragsquelle | Möglichkeit eines Kapitalverlusts | Zentrales Risiko |
|---|---|---|---|---|
| Termineinlage | Produkt, bei dem ein bestimmter Betrag für einen festgelegten Zeitraum angelegt und verzinst wird | Zinsen | Im Allgemeinen gering | Geringere vereinbarte Zinsen bei vorzeitiger Kündigung, Kreditrisiko des Finanzinstituts |
| Ratensparvertrag | Produkt, bei dem monatlich ein bestimmter Betrag eingezahlt und bei Fälligkeit Kapital und Zinsen ausgezahlt werden | Zinsen | Im Allgemeinen gering | Geringere Zinsen bei vorzeitiger Kündigung, Kreditrisiko des Finanzinstituts |
| Aktie | Wertpapier, das einen Eigentumsanteil an einem Unternehmen darstellt | Dividenden, Kursgewinne | Hoch | Verschlechterung der Unternehmensergebnisse, Kursschwankungen, Möglichkeit eines Börsenrückzugs |
| Anleihe | Urkunde, mit der Staaten, Unternehmen usw. Geld aufnehmen und die Rückzahlung des Kapitals sowie Zinszahlungen versprechen | Zinsen, Handelsgewinne | Vorhanden | Kursrückgang bei steigenden Zinsen, Ausfallrisiko des Emittenten |
| Fonds | Indirektes Anlageprodukt, bei dem das Geld mehrerer Anleger gebündelt und von Fachleuten in Aktien, Anleihen usw. investiert wird | Anlageergebnis | Vorhanden | Preisschwankungen der enthaltenen Vermögenswerte, Verwaltungsgebühren, Wechselkursrisiko |
| Fremdwährungsanlagen | Ausländische Währungen wie der Dollar oder auf Fremdwährung lautende Produkte | Zinsen, Wechselkursgewinne | Vorhanden | Wechselkursschwankungen, Länder- und Zinsrisiko |
| Rohstoffe und alternative Anlagen | Gold, Rohöl, immobilienbezogene Produkte usw. | Preissteigerungen, Erträge mit Miet- oder Dividendencharakter | Vorhanden | Preisvolatilität, Liquidität, Risiken der Produktstruktur |

Termineinlagen und Ratensparverträge sind keine Produkte, deren Preis wie bei Aktien täglich schwankt. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie unter allen Umständen risikofrei sind. Risiken wie die Insolvenz eines Finanzinstituts, eine vorzeitige Kündigung oder der inflationsbedingte Rückgang des realen Werts müssen gesondert betrachtet werden.

## Direkte und indirekte Anlage

Die Möglichkeiten, in Finanzprodukte zu investieren, lassen sich im Wesentlichen in direkte und indirekte Anlagen unterteilen.

| Kategorie | Bedeutung | Beispiele | Vorteile | Zu beachten |
|---|---|---|---|---|
| Direkte Anlage | Der Anleger wählt, kauft und verkauft die Produkte selbst | Einzelaktien, einzelne Anleihen | Große Wahlfreiheit und direkte Kontrolle über die Kosten | Erfordert Analysefähigkeiten und Zeit; hohes Konzentrationsrisiko bei einzelnen Titeln |
| Indirekte Anlage | Geld wird einer Verwaltungsgesellschaft anvertraut, und der Anleger erhält einen Anteil am Anlageergebnis | Fonds, ETF, Pensionsfonds | Diversifikation über mehrere Vermögenswerte bereits mit kleinen Beträgen möglich | Verwaltungs- und sonstige Gebühren, Anlagestrategie und Tracking-Differenz müssen geprüft werden |

Für unerfahrene Anleger kann es einfacher zu verwalten sein, Fonds oder ETF zu nutzen, die breit über den Markt diversifiziert sind, statt viele Einzeltitel auszuwählen. Allerdings garantieren auch ETF und Fonds nicht den Erhalt des eingesetzten Kapitals.

## Drei wesentliche Kriterien beim Anlegen: Rendite, Sicherheit und Liquidität

Die grundlegenden Kriterien für Anlageentscheidungen sind Rendite, Sicherheit und Liquidität. Produkte, die in allen drei Bereichen hohe Werte bieten, sind selten.

### 1. Rendite

Die Rendite bezeichnet die Möglichkeit, mit einer Anlage einen Gewinn zu erzielen. Bei Aktien, Aktienfonds und einigen alternativen Anlagen sind langfristig hohe Erträge zu erwarten, doch auch die Preisschwankungen sind groß.

### 2. Sicherheit

Sicherheit beschreibt, wie gering die Möglichkeit eines Kapitalverlusts ist. Einlagen und Sparverträge gelten als vergleichsweise sicher, ihre erwartete Rendite ist jedoch häufig niedriger als die von Aktien. Anleihen gelten als sicherer als Aktien, können aber abhängig von den Zinsen und der Bonität des Emittenten ebenfalls Verluste verursachen.

### 3. Liquidität

Liquidität beschreibt, wie leicht sich eine Anlage bei Bedarf in Bargeld umwandeln lässt. Geld für Lebenshaltungskosten, Notfälle oder Ausgaben innerhalb von 1 bis 2 Jahren wird üblicherweise in liquiden Produkten wie Einlagen, Sparverträgen oder Geldmarktprodukten gehalten. Werden langfristiges Anlagekapital und kurzfristig benötigtes Geld gemeinsam investiert, müssen Anlageprodukte bei dringendem Geldbedarf möglicherweise unter Inkaufnahme von Verlusten verkauft werden.

## Warum ist es riskant, alles an einer Stelle zu investieren?

Konzentrierte Anlagen sind besonders anfällig für einzelne Ereignisse. Eine Verschlechterung der Geschäftsergebnisse eines Unternehmens, regulatorische Änderungen in einer Branche, eine Rezession in einem Land oder der starke Wertverlust einer bestimmten Währung können das gesamte Vermögen erheblich beeinträchtigen.

Diversifikation trägt wirksam dazu bei, solche Einzelrisiken zu reduzieren. Selbst wenn beispielsweise der Aktienkurs eines Unternehmens fällt, können andere Unternehmen, Anleihen, Einlagen und ausländische Vermögenswerte den Gesamtverlust teilweise abfedern. In Situationen wie einer Finanzkrise, in der alle Vermögenswerte gleichzeitig fallen, lassen sich Verluste jedoch auch durch Diversifikation nur schwer vermeiden.

## Wo und wie viel investieren: grundlegende Reihenfolge der Entscheidungen

Die für eine Person geeigneten genauen Anteile hängen von Einkommen, Alter, Schulden, Anlageerfahrung, Anlagezeitraum und familiärer Situation ab. Die folgende Reihenfolge bietet einen allgemeinen Rahmen für die Zusammenstellung eines Portfolios.

### Schritt 1: Notgroschen und kurzfristig benötigtes Geld zuerst trennen

Vor einer Anlage empfiehlt es sich, plötzlich benötigtes Geld, etwa die Lebenshaltungskosten für 3 bis 6 Monate, separat in sicheren und liquiden Anlagen aufzubewahren. Auch innerhalb eines Jahres benötigte Mietkautionen, Ausbildungskosten, Hochzeitskosten oder Krankenhauskosten eignen sich kaum für Anlagen mit hohem Risiko.

### Schritt 2: Anlageziel und Zeitraum festlegen

Die Gewichtung der Vermögenswerte fällt unterschiedlich aus, je nachdem, ob das Geld in 1 Jahr benötigt wird oder mindestens 10 Jahre lang als Altersvorsorge angespart werden soll.

- Geld, das innerhalb von 1 bis 2 Jahren benötigt wird: Schwerpunkt auf Sicherheit und Liquidität, etwa Einlagen, Sparverträge und kurzfristige Anleihen
- Anlagekapital für 3 bis 5 Jahre: Mischung aus Einlagen, Anleihen und einigen riskanteren Vermögenswerten
- Langfristiges Anlagekapital für mindestens 10 Jahre: Der Anteil aktienbasierter Vermögenswerte kann vergleichsweise höher sein

### Schritt 3: Eigene Risikoneigung prüfen

Wer bei einem Preisrückgang von 10% vor Sorge nicht schlafen könnte, für den ist ein offensives Portfolio möglicherweise ungeeignet. Wer dagegen über langfristige Anlageerfahrung verfügt und kurzfristige Schwankungen aushalten kann, hat Spielraum für einen höheren Anteil riskanter Vermögenswerte.

### Schritt 4: Zielgewichtung der Vermögenswerte festlegen

Die folgende Tabelle dient als Lehrbeispiel. Sie ist keine Empfehlung zum Kauf bestimmter Produkte, und die tatsächlichen Anteile müssen an die persönliche Situation angepasst werden.

| Anlegertyp | Bargeldähnliche Anlagen und Einlagen | Anleihen und Rentenprodukte | Aktien und Aktienprodukte | Fremdwährungen, Rohstoffe und alternative Anlagen | Möglicherweise geeignete Situation |
|---|---:|---:|---:|---:|---|
| Sicherheitsorientiert | 40~60% | 25~45% | 0~20% | 0~10% | Wenn Wertschwankungen des Kapitals stark abgelehnt werden oder der Zeitpunkt der Verwendung des Geldes nahe ist |
| Ausgewogen | 20~40% | 25~40% | 30~50% | 0~10% | Wenn eine gewisse Volatilität akzeptiert und eine höhere Rendite als bei Einlagen erwartet wird |
| Offensiv | 10~25% | 10~30% | 50~80% | 0~15% | Wenn ein langer Anlagezeitraum besteht und starke Preisschwankungen ausgehalten werden können |

### Schritt 5: Auch innerhalb der Anlageklassen weiter diversifizieren

Nach Festlegung des Aktienanteils kann dieser zusätzlich verteilt werden, statt alles auf einen Titel zu konzentrieren, etwa auf inländische und ausländische Aktien, große und kleine bis mittlere Unternehmen sowie verschiedene Branchen. Auch Anleihen lassen sich nach kurz-, mittel- und langfristigen Laufzeiten, Staats- und Unternehmensanleihen sowie Anleihen in Won und Fremdwährungen diversifizieren.

## Arten der Diversifikation

### Diversifikation nach Anlageklassen

Das Kapital wird auf Vermögenswerte mit unterschiedlichen Eigenschaften wie Einlagen, Anleihen, Aktien, Fonds, Fremdwährungen und Rohstoffe verteilt. Die Diversifikation nach Anlageklassen bildet die grundlegendste Struktur eines Portfolios.

### Regionale Diversifikation

Wer ausschließlich inländische Vermögenswerte hält, kann stark von der koreanischen Wirtschaftslage und dem Wert des Won beeinflusst werden. Werden einige ausländische Aktien oder Anleihen einbezogen, lässt sich die Abhängigkeit von regionalen Konjunkturverläufen verteilen. Auslandsanlagen bringen jedoch zugleich ein Wechselkursrisiko mit sich.

### Währungsdiversifikation

Wer neben dem Won auch einige Fremdwährungsanlagen wie Dollar hält, kann sich teilweise gegen einen Wertverlust des Won absichern. Umgekehrt können bei einem starken Won Wechselkursverluste entstehen.

### Zeitliche Diversifikation

Wird ein großer Betrag nicht auf einmal, sondern in mehreren Teilbeträgen investiert, verteilt sich der Kaufzeitpunkt. Dazu zählen regelmäßige Sparanlagen oder periodische Käufe. Bei Anleihen kann zudem das Zinsänderungsrisiko gesenkt werden, indem die Laufzeiten auf kurz-, mittel- und langfristige Anlagen verteilt werden.

### Diversifikation nach Produktzahl und Kostenmanagement

Auch wenn Diversifikation vorteilhaft ist, müssen nicht übermäßig viele Produkte gehalten werden. Bei einer zu großen Zahl von Produkten steigen Gebühren, Steuern und Verwaltungsaufwand, während die Gesamtstruktur schwerer zu überblicken ist. Entscheidend ist nicht, viele Produkte zu kaufen, sondern Vermögenswerte mit unterschiedlichen Risiken effizient zu kombinieren.

## Anpassung an Alter und Lebenszyklus

Im Allgemeinen steigt mit einem längeren Anlagezeitraum der Spielraum, kurzfristige Schwankungen auszuhalten. Je näher dagegen der Ruhestand oder der Zeitpunkt der Verwendung des Geldes rückt, desto weniger Zeit bleibt, um Verluste wieder auszugleichen. Daher wird häufig eine Strategie eingesetzt, bei der mit zunehmendem Alter der Anteil riskanter Vermögenswerte reduziert und der Anteil von Einlagen, Anleihen und bargeldähnlichen Anlagen erhöht wird.

Es reicht jedoch nicht aus, das Portfolio ausschließlich anhand des Alters festzulegen. Zusätzlich muss berücksichtigt werden, ob ein stabiles Einkommen vorhanden ist, hohe Schulden bestehen, Angehörige versorgt werden müssen und bereits Immobilien- oder Altersvorsorgevermögen vorhanden ist.

## Portfoliobeispiel: Wenn monatlich 1 Million Won investiert werden

Das folgende Beispiel dient dazu, die Anlagestruktur zu veranschaulichen. Tatsächliche Anlageentscheidungen müssen an die eigene finanzielle Situation und Risikotoleranz angepasst werden.

| Anlegertyp | Beispiel für die monatliche Aufteilung von 1 Million Won | Erläuterung |
|---|---|---|
| Sicherheitsorientiert | 500.000 Won in Einlagen und bargeldähnliche Anlagen, 350.000 Won in Rentenprodukte, 150.000 Won in Aktienprodukte | Verringerung der Kapitalschwankungen und Schwerpunkt auf zinstragenden Vermögenswerten |
| Ausgewogen | 300.000 Won in Einlagen und bargeldähnliche Anlagen, 300.000 Won in Rentenprodukte, 350.000 Won in Aktienprodukte, 50.000 Won in Fremdwährungen und alternative Anlagen | Gleichzeitige Berücksichtigung von Sicherheit und Wachstum |
| Offensiv | 150.000 Won in Einlagen und bargeldähnliche Anlagen, 200.000 Won in Rentenprodukte, 600.000 Won in Aktienprodukte, 50.000 Won in Fremdwährungen und alternative Anlagen | Streben nach langfristigem Wachstum bei gleichzeitiger Beibehaltung eines minimalen Sicherheitspuffers |

Dieses Beispiel ist lediglich ein Hilfsmittel zum Verständnis der Gewichtungen. Es sollte vermieden werden, auch kurzfristig benötigtes Geld für Lebenshaltungskosten vollständig zu investieren oder bei hoher Verschuldung den Anteil riskanter Vermögenswerte übermäßig zu erhöhen.

## Rebalancing: Wiederherstellung der festgelegten Gewichtung

Im Laufe der Zeit verändern sich die Preise der Vermögenswerte und damit auch die ursprünglich festgelegten Anteile. Wenn Aktien beispielsweise stark steigen und sich ihr Anteil von 40% auf 60% erhöht, nimmt auch das Gesamtrisiko des Portfolios zu. Als Rebalancing bezeichnet man den Vorgang, einen Teil davon zu verkaufen und den Anteil von Anleihen oder Einlagen zu erhöhen oder neu investiertes Geld in untergewichtete Vermögenswerte zu lenken, um die Zielgewichtung wiederherzustellen.

Es gibt zwei übliche Methoden des Rebalancings.

- Regelmäßige Überprüfung: Die Gewichtungen werden alle 6 Monate oder einmal jährlich geprüft.
- Schwellenwertmethode: Eine Anpassung erfolgt, wenn die Gewichtung mindestens 5 Prozentpunkte vom Zielwert abweicht.

Zu häufiges Rebalancing kann die Transaktionskosten und Steuern erhöhen. Daher muss auch das Verhältnis von Kosten und Nutzen berücksichtigt werden.

## Checkliste vor der Diversifikation

- Sind Lebenshaltungskosten und Notgroschen vom Anlagekapital getrennt?
- Wird Geld, das innerhalb von 1 bis 2 Jahren unbedingt benötigt wird, nicht in riskante Vermögenswerte investiert?
- Wurde die Möglichkeit eines Kapitalverlusts bei Aktien, Anleihen, Fonds und Einlagen verstanden?
- Ist der Anteil eines einzelnen Titels, einer Branche oder eines Landes am Gesamtvermögen nicht übermäßig hoch?
- Wurden Verwaltungsgebühren, Vertriebsprovisionen und die Währungsabsicherung von Fonds und ETF geprüft?
- Ist die angestrebte Anlagerendite realistisch?
- Wurde im Voraus festgelegt, bis zu welchem Umfang Verluste ausgehalten werden können?
- Besteht ein Plan, das Portfolio mindestens einmal alle 6 Monate bis 1 Jahr zu überprüfen?

## Zusammenfassung

Das Ziel der Diversifikation besteht nicht darin, hohe Gewinne sicherzustellen, sondern Risiken so zu verteilen, dass auf den schwer vorhersehbaren Finanzmärkten eine einzige falsche Entscheidung nicht das gesamte Vermögen ruiniert. Dazu müssen die Eigenschaften von Einlagen, Anleihen, Aktien und Fonds verstanden und die Zielgewichtungen unter gemeinsamer Berücksichtigung von Rendite, Sicherheit und Liquidität festgelegt werden.

Insbesondere bei einem längeren Anlagezeitraum kann mit einem langfristigen Zinseszinseffekt gerechnet werden. Es ist jedoch nicht angemessen, auch kurzfristig benötigtes Geld in riskante Vermögenswerte zu investieren. Ein gutes Portfolio entspricht den eigenen Zielen, der persönlichen Risikoneigung, dem Einkommen, Alter und Zeitpunkt der geplanten Verwendung des Geldes und ist so strukturiert, dass es regelmäßig verwaltet werden kann.

## FAQ

### Verhindert Diversifikation einen Verlust des eingesetzten Kapitals?
Nein. Diversifikation ist eine Methode, um Risiken zu verringern, die auf bestimmte Wertpapiere oder Vermögenswerte konzentriert sind, nicht um Verluste vollständig auszuschließen. Wenn der gesamte Markt fällt, kann auch ein diversifiziertes Portfolio Verluste erleiden.

### Auf welche Vermögenswerte sollten Anfänger ihre Investitionen zuerst verteilen?
Üblicherweise werden zunächst die Notfallreserve und kurzfristig benötigte Mittel in Einlagen oder liquiden Vermögenswerten zurückgelegt. Anschließend werden je nach Anlagehorizont und Risikotoleranz Einlagen, Anleiheprodukte und Aktienprodukte kombiniert.

### Sind Einlagen und Ratensparprodukte vollkommen sicher?
Einlagen und Ratensparprodukte unterliegen zwar keinen so starken Marktpreisschwankungen wie Aktien, doch bei einer vorzeitigen Kündigung können die Zinsen geringer ausfallen, und es besteht auch ein Kreditrisiko des Finanzinstituts. Es empfiehlt sich, zu prüfen, ob und bis zu welcher Höhe eine Einlagensicherung besteht.

### Sind Anleihen sicherer als Aktien?
Anleihen weisen im Allgemeinen häufig eine geringere Volatilität als Aktien auf, sind jedoch nicht risikofrei. Steigen die Zinsen, können die Anleihekurse fallen. Kann der Emittent Kapital und Zinsen nicht zurückzahlen, können Verluste entstehen.

### Führt eine Anlage in Fonds automatisch zu Diversifikation?
Da Fonds in verschiedene Vermögenswerte investieren können, ist eine Diversifikationswirkung möglich. Bei einem Fonds, der sich auf eine bestimmte Branche oder ein bestimmtes Land konzentriert, bleibt das Risiko jedoch hoch. Die enthaltenen Vermögenswerte, die Anlagestrategie, die Gebühren und das Wechselkursrisiko müssen geprüft werden.

### Sind mehr Anlageprodukte immer besser?
Nicht unbedingt. Zu viele Produkte können die Gebühren und den Verwaltungsaufwand erhöhen und es erschweren, das Gesamtrisiko zu überblicken. Wichtiger als die Anzahl der Produkte ist, ob die Anlageklassen und Risikofaktoren angemessen verteilt sind.

### Sollte man mit zunehmendem Alter den Aktienanteil reduzieren?
Da mit dem Näherrücken des Zeitpunkts, zu dem das Geld benötigt wird, weniger Zeit bleibt, Verluste auszugleichen, wird häufig eine Strategie angewandt, bei der der Anteil risikoreicher Vermögenswerte reduziert wird. Der angemessene Anteil hängt jedoch von Einkommen, Schulden, Altersvorsorge und Anlagehorizont ab.

### Wie oft sollte ein Rebalancing durchgeführt werden?
Üblicherweise wird das Portfolio alle 6 Monate oder einmal im Jahr überprüft oder angepasst, wenn die Abweichung von der Zielgewichtung mindestens einen bestimmten Wert erreicht. Zu häufiges Rebalancing kann die Transaktionskosten und Steuern erhöhen, weshalb Vorsicht geboten ist.

### Braucht man auch bei einem niedrigen Gehalt ein Portfolio?
Ja. Wenn man sich bereits bei kleinen Anlagebeträgen angewöhnt, zwischen Notfallreserve, sicheren Vermögenswerten und risikoreichen Vermögenswerten zu unterscheiden, lässt sich das Vermögen auch dann leichter systematisch verwalten, wenn es später größer wird.

## Sources

- [Investor.gov – Diversifikation](https://www.investor.gov/introduction-investing/investing-basics/glossary/diversification)
- [Investor.gov – Vermögensallokation](https://www.investor.gov/introduction-investing/investing-basics/glossary/asset-allocation)
- [Der Nobelpreis – Fakten zu Harry M. Markowitz](https://www.nobelprize.org/prizes/economic-sciences/1990/markowitz/facts/)
- [Der Nobelpreis – Fakten zu James Tobin](https://www.nobelprize.org/prizes/economic-sciences/1981/tobin/facts/)

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