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title: "Nierengesundheit schützen: Ernährung, Bewegung, Dialyse und Transplantation bei chronischer Nierenkrankheit richtig verstehen"
locale: de
category: knowledge_base
category_name: "Wissensdatenbank"
translation_status: reviewed
license: cc_by
author: "naikeu"
source_url: https://injoys.com/en/articles/kidney-health-ckd-diet-dialysis-transplant
published_at: 2026-07-09T15:57:51+09:00
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# Nierengesundheit schützen: Ernährung, Bewegung, Dialyse und Transplantation bei chronischer Nierenkrankheit richtig verstehen

> Die Nieren sind stille Organe, deshalb sind Untersuchungen entscheidend, bevor Symptome auftreten. Dieser Überblick erläutert evidenzbasiert die Kontrolle von Bluthochdruck und Diabetes, salzarme Ernährung, die Reduzierung von Phosphatzusätzen, eine angemessene Eiweiß- und Flüssigkeitszufuhr, Bewegung sowie die Optionen Dialyse und Transplantation.

## Key Points

- Die wichtigsten Ursachen einer chronischen Nierenkrankheit sind Bluthochdruck und Diabetes. Auch ohne Symptome sind die eGFR sowie Untersuchungen auf Eiweiß und Albumin im Urin wichtig.
- Die Grundlagen einer nierengesunden Ernährung sind salzarme Kost, weniger Lebensmittel, die den Blutzucker rasch ansteigen lassen, und weniger verarbeitete Lebensmittel mit vielen Phosphatzusätzen.
- Bei der Ernährung im Fall einer Nierenkrankheit geht es nicht um pauschale Verbote, sondern um die Anpassung von Eiweiß, Flüssigkeit, Kalium und Phosphat an Krankheitsstadium, Blutwerte und Dialysestatus.
- Bei Flüssigkeitszufuhr und Bewegung ist mehr nicht automatisch besser. Beides sollte an Urinmenge, Ödeme, Herzgesundheit und körperliche Leistungsfähigkeit angepasst werden.
- Dialyse und Nierentransplantation sind Behandlungsoptionen bei einer Nierenkrankheit im Endstadium. Die Wahl der Behandlung und die langfristigen Ergebnisse werden wesentlich durch das Selbstmanagement und die Nachsorge des medizinischen Teams beeinflusst.

Die Nieren filtern Abfallstoffe und überschüssige Flüssigkeit aus dem Blut und scheiden sie über den Urin aus. Außerdem sind sie an der Regulierung von Blutdruck, Elektrolyten, Säure-Basen-Haushalt und Blutarmut beteiligt. Das Problem ist, dass häufig keine eindeutigen Symptome auftreten, bis die Nierenfunktion bereits erheblich eingeschränkt ist. Entscheidend für die Nierengesundheit ist daher nicht die „Behandlung nach Auftreten von Symptomen“, sondern die Verlangsamung der Schädigung durch die Kontrolle von Blutdruck, Blutzucker, Urinwerten und Ernährungsgewohnheiten.

> Dieser Artikel enthält allgemeine Gesundheitsinformationen. Wenn bei Ihnen bereits eine chronische Nierenerkrankung, Diabetes, Bluthochdruck, Herzinsuffizienz oder Ödeme vorliegen, Sie dialysepflichtig sind oder auf eine Transplantation warten, müssen Ernährung, Flüssigkeitszufuhr, Bewegung und Medikamente gemäß den Anweisungen der behandelnden Nephrologie und einer Fachkraft für klinische Ernährung angepasst werden.

## Grundlegende Definition: Was ist eine chronische Nierenerkrankung?

Als chronische Nierenerkrankung wird im Allgemeinen ein Zustand bezeichnet, bei dem eine verminderte Nierenfunktion oder Anzeichen einer Nierenschädigung mindestens 3 Monate lang bestehen. Wichtige Kennzahlen sind die anhand einer Blutuntersuchung berechnete geschätzte glomeruläre Filtrationsrate (eGFR) sowie Albuminurie und Proteinurie, die durch eine Urinuntersuchung festgestellt werden.

| Kennzahl | Bedeutung | Warum sie wichtig ist |
|---|---|---|
| eGFR | Schätzwert dafür, wie viel Blut die Nieren in einem bestimmten Zeitraum filtern | Je niedriger der Wert, desto stärker ist die Nierenfunktion eingeschränkt. |
| Albuminurie·Proteinurie | Zustand, bei dem Eiweiß in den Urin austritt | Auch bei noch normaler eGFR ist dies ein wichtiges Anzeichen für eine Nierenschädigung. |
| Hämaturie | Zustand, bei dem Blut im Urin sichtbar ist oder mikroskopisch rote Blutkörperchen nachgewiesen werden | Glomeruläre Erkrankungen, Steine, Infektionen, Tumoren und andere Ursachen müssen abgeklärt werden. |
| Kreatinin | Stoffwechselprodukt der Muskeln, das zur Berechnung der eGFR verwendet wird | Wichtig für die Medikamentendosierung, den Einsatz von Kontrastmitteln und die Verlaufskontrolle von Erkrankungen. |

## Die größten Ursachen von Nierenschäden: Bluthochdruck und Diabetes

Die Glomeruli, die Filtereinheiten der Nieren, bestehen aus Ansammlungen feinster Blutgefäße. Ein über lange Zeit erhöhter Blutdruck belastet die Gefäße der Glomeruli kontinuierlich, während Diabetes die Glomeruli und Blutgefäße durch hohen Blutzucker und Stoffwechselstörungen schädigt. Die Koreanische Gesellschaft für Nephrologie nennt Diabetes und Bluthochdruck als zwei wichtige Ursachen chronischer Nierenerkrankungen und erklärt, dass mindestens 70% aller Fälle auf diese beiden Erkrankungen zurückzuführen sind.

Wichtig ist, dass Bluthochdruck und Diabetes einen gegenseitigen Teufelskreis bilden. Wenn sich die Nierenfunktion verschlechtert, wird die Blutdruckkontrolle schwieriger, und steigt der Blutdruck weiter, beschleunigt sich wiederum die Nierenschädigung. Beim Schutz der Nieren geht es daher nicht lediglich darum, Blutdruck- oder Diabetesmedikamente „einzunehmen oder nicht einzunehmen“, sondern um eine langfristige Strategie, bei der Blutdruck, Blutzucker, Proteinurie, Körpergewicht und Ernährungsgewohnheiten gemeinsam kontrolliert werden.

### Wer besonders untersucht werden sollte

Wenn einer der folgenden Punkte auf Sie zutrifft, sollten Sie auch ohne Symptome regelmäßige Untersuchungen von Kreatinin/eGFR im Blut sowie des Albumin-Kreatinin-Verhältnisses oder der Proteinurie im Urin in Betracht ziehen.

- Bluthochdruck, Diabetes, Adipositas, höheres Alter
- Chronische Nierenerkrankungen in der Familie
- Wiederholte Hämaturie, Proteinurie, Nierensteine oder Harnwegsinfektionen
- Langfristige Einnahme von schmerz- und entzündungshemmenden Medikamenten oder Kontakt mit nierenschädigenden Arzneimitteln
- Wenn bei einer früheren Gesundheitsuntersuchung eine verminderte eGFR, Proteinurie oder Hämaturie festgestellt wurde

## Ernährungsgrundsätze zum Schutz der Nieren

Eine nierengesunde Ernährung ist keine besondere Geheimdiät, sondern beruht weitgehend auf grundlegenden Prinzipien. Dazu gehören weniger Salz, weniger Lebensmittel, die den Blutzucker schnell erhöhen, die Bevorzugung natürlicher gegenüber verarbeiteten Lebensmitteln sowie die Anpassung von Eiweiß, Kalium, Phosphor und Flüssigkeit an das individuelle Stadium der Nierenerkrankung.

| Ernährungsfaktor | Allgemeine Richtung | Zu beachten |
|---|---|---|
| Salz·Natrium | Weniger Brühen, Ramen, gesalzene Meeresprodukte, eingelegtes Gemüse, verarbeitetes Fleisch und Soßen verzehren. | Wer an salzigen Geschmack gewöhnt ist, kann die Menge meist leichter dauerhaft reduzieren, wenn dies schrittweise statt abrupt geschieht. |
| Kohlenhydrate | Schnell aufgenommene Zucker aus zuckerhaltigen Getränken, Süßigkeiten, Weißbrot und süßen Kaffeegetränken reduzieren. | Bei Diabetes müssen die Kohlenhydrate entsprechend den Blutzuckerzielen und den Medikamenten verteilt werden. |
| Phosphatzusätze | Zutatenlisten von Cola, bestimmten verarbeiteten Fleischwaren, Schmelzkäse, Fertiggerichten sowie einigen Getränkepulvern und Kaffeemischungen prüfen. | Wenn Bezeichnungen wie „phos“, Phosphorsäure, Phosphat oder phosphate auftauchen, sollte die Verzehrhäufigkeit reduziert werden. |
| Eiweiß | Je nach Stadium der Nierenerkrankung und Dialysestatus weder zu wenig noch zu viel aufnehmen. | Der Eiweißbedarf unterscheidet sich vor und während einer Dialyse. |
| Kalium | Eine aktive Einschränkung ist nur erforderlich, wenn der Kaliumspiegel im Blut erhöht ist. | Ein pauschales Verbot von Obst und Gemüse kann die Ernährungsqualität verschlechtern. Maßgeblich sind die Blutwerte. |

### Warum sind Phosphatzusätze problematisch?

Phosphor ist ein Mineralstoff, der für Knochen und Zellfunktionen benötigt wird. Bei eingeschränkter Nierenfunktion kann er jedoch schlechter ausgeschieden werden, sodass der Phosphatspiegel im Blut steigen kann. Insbesondere Phosphate, die verarbeiteten Lebensmitteln zugesetzt werden, werden tendenziell besser aufgenommen als Phosphor aus natürlichen Lebensmitteln. Auch bei „Zero“-Getränken ist Vorsicht geboten: Enthält eine Cola Phosphorsäure, bietet sie zwar den Vorteil, keinen Zucker zu enthalten, doch hinsichtlich der Phosphoraufnahme bleibt sie problematisch.

Die praktische Umsetzung ist einfach. Prüfen Sie die Zutatenliste auf Begriffe wie Phosphorsäure, Säureregulator, Phosphat, phosphoric acid, sodium phosphate oder disodium phosphate und ersetzen Sie häufig verzehrte verarbeitete Lebensmittel durch weniger verarbeitete Produkte wie frisches Fleisch, Fisch, Eiweiß, Tofu, Gemüse und Obst. Besteht jedoch bereits eine Hyperkaliämie oder Hyperphosphatämie, muss auch die Auswahl von Gemüse, Obst und Hülsenfrüchten individuell angepasst werden.

## Häufige Irrtümer und Fakten zur Ernährung bei Nierenerkrankungen

Früher wurde Menschen mit Nierenerkrankungen häufig erklärt, sie müssten „Salz, Eiweiß, Wasser, Obst und Gemüse vollständig und streng meiden“. Übermäßige Einschränkungen können jedoch zu Appetitverlust, Mangelernährung, Muskelabbau und einer geringeren Lebensqualität führen. Ziel ist nicht ein pauschales Verbot, sondern eine Anpassung an Untersuchungsergebnisse und Krankheitsstadium.

| Irrtum | Tatsache |
|---|---|
| Bei einer Nierenerkrankung muss Eiweiß vollständig gemieden werden. | In einigen Stadien einer chronischen Nierenerkrankung vor Beginn der Dialyse kann eine Eiweißbegrenzung helfen. Eine zu geringe Aufnahme führt jedoch zu Mangelernährung und Muskelverlust. |
| Nach Beginn der Dialyse muss die Eiweißzufuhr weiter reduziert werden. | Da während der Dialyse Eiweiß verloren geht, kann sogar eine höhere Eiweißzufuhr erforderlich sein. |
| Wer viel Wasser trinkt, spült die Nieren auf jeden Fall sauber. | Der Flüssigkeitsbedarf hängt von Nierenfunktion, Urinmenge, Ödemen, Herzfunktion, Temperatur und körperlicher Aktivität ab. |
| Schäumender Urin weist immer auf eine schwere Erkrankung hin. | Vorübergehender Schaum kommt häufig vor. Wenn jedoch wiederholt Schaum auftritt, der auch nach dem Spülen lange bestehen bleibt, ist eine Untersuchung auf Proteinurie erforderlich. |
| Bei schwachen Nieren darf man keinen Sport treiben. | In den meisten Fällen hilft mäßiges Ausdauertraining bei der Kontrolle von Blutdruck, Blutzucker und Körpergewicht. Ist der Zustand instabil, sollte jedoch erst nach ärztlicher Rücksprache begonnen werden. |

### Wie sich die Eiweißzufuhr realistisch einschätzen lässt

Internationale Ernährungsleitlinien empfehlen für stabile Erwachsene mit chronischer Nierenerkrankung im Stadium 3 bis 5 vor Beginn einer Dialyse eine eiweißarme Ernährung unter medizinischer Aufsicht. Bei chronischer Nierenerkrankung ohne Diabetes werden etwa 0.55 bis 0.60g pro kg Körpergewicht und Tag genannt, bei chronischer Nierenerkrankung mit Diabetes etwa 0.6 bis 0.8g/kg/day. Bei einer dauerhaften Hämodialyse oder Peritonealdialyse können dagegen im Allgemeinen 1.0 bis 1.2g/kg/day erforderlich sein.

Würde beispielsweise bei einer 60kg schweren erwachsenen Person vor Beginn der Dialyse ein Wert von 0.6g/kg/day zugrunde gelegt, entspräche dies etwa 36g Eiweiß pro Tag. Ein Ei liefert ungefähr 6 bis 7g, 100g gegartes mageres Fleisch etwa 20 bis 30g Eiweiß. Sicherer als die Aussage „Nicht einmal ein Stück Fleisch ist erlaubt“ ist daher eine Berechnung der täglichen Gesamtmenge und eine gezielte Auswahl der Lebensmittel.

Eiklar enthält viel hochwertiges Eiweiß, während Eigelb vergleichsweise viel Phosphor enthält. Bei erhöhtem Phosphatspiegel im Blut oder notwendiger Phosphorbegrenzung müssen die Anzahl der Eigelbe sowie der Verzehr von Milchprodukten, verarbeitetem Fleisch und Cola gemeinsam angepasst werden. Einschränkungen sämtlicher Lebensmittel einschließlich Eiern sollten jedoch anhand der Blutwerte und der tatsächlichen Nahrungsaufnahme festgelegt werden. Bei Menschen mit Appetitverlust kann es schädlich sein, zunächst übermäßige Einschränkungen vorzuschreiben.

## Flüssigkeitszufuhr: weder zu viel noch zu wenig, sondern „dem Zustand entsprechend“

Wasser ist für die Nierengesundheit notwendig, doch viel zu trinken stellt die Nierenfunktion nicht automatisch wieder her. Gesunde Erwachsene können ihre Flüssigkeitszufuhr entsprechend Klima und Aktivitätsniveau auf natürliche Weise anpassen. Bei fortgeschrittener chronischer Nierenerkrankung mit Ödemen, verminderter Urinmenge oder begleitender Herzinsuffizienz kann jedoch eine Flüssigkeitsbegrenzung erforderlich sein.

Wird die Flüssigkeitszufuhr dagegen bei einer Person mit normaler Urinausscheidung und Dehydrierungsrisiko zu stark eingeschränkt, können die Nierendurchblutung abnehmen und das Risiko für Schwindel, Verstopfung und Harnsteine steigen. In der Praxis sollten Durst, Urinmenge, Ödeme, Gewichtsveränderungen, Blutdruck und Blutwerte gemeinsam beurteilt werden.

## Bewegung: Nur auszuruhen ist nicht die Lösung

Wer sich wegen schwacher Nieren ausschließlich schont, kann Muskelmasse verlieren, während sich Insulinresistenz, Blutdruck und Gewichtskontrolle weiter verschlechtern. Die Koreanische Behörde für Krankheitskontrolle und -prävention empfiehlt zur Vorbeugung und Behandlung chronischer Nierenerkrankungen täglich mindestens 30 Minuten körperliche Ausdaueraktivität mittlerer Intensität, etwa zügiges Gehen, Radfahren, Putzen oder Laufen.

Realistische Ziele sind:

- Etwa 30 Minuten zügiges Gehen pro Tag an 5 Tagen pro Woche anstreben.
- Eine mäßige Intensität, bei der man außer Atem kommt, sich aber noch unterhalten kann, ist angemessen.
- Regelmäßig wiederholbare Bewegung ist besser als Training bis zur völligen Erschöpfung.
- Bei Brustschmerzen, starker Atemnot, Schwindel, Ohnmacht, plötzlich zunehmenden Ödemen oder starkem Blutdruckanstieg sollte das Training beendet und ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
- Dialysepatienten müssen ihren Trainingsplan unter Berücksichtigung der Erschöpfung an Dialyse- und dialysefreien Tagen, des Gefäßzugangs, einer Anämie und des Herzstatus anpassen.

## Leicht zu übersehende Anzeichen einer Nierenstörung

Eine chronische Nierenerkrankung im Frühstadium kann nahezu symptomlos verlaufen. Selbst auftretende Beschwerden wie Müdigkeit, Ödeme oder Appetitverlust lassen sich häufig nur schwer von anderen Erkrankungen unterscheiden. Deshalb sollte die Beurteilung nicht allein anhand von Symptomen erfolgen, sondern durch Untersuchungen bestätigt werden.

| Anzeichen | Mögliche Bedeutung | Empfohlenes Vorgehen |
|---|---|---|
| Schäumender Urin, bei dem der Schaum auch nach dem Spülen lange bestehen bleibt | Mögliche Proteinurie | Urinuntersuchung und Bestimmung des Albumin-Kreatinin-Verhältnisses |
| Roter oder colafarbener Urin, wiederholte Hämaturie | Glomeruläre Erkrankung, Steine, Infektion usw. | Unverzüglich ärztlich abklären lassen |
| Ödeme an den Beinen am Abend, Schwellungen um die Augen am Morgen | Verminderte Ausscheidung von Flüssigkeit und Salz, Proteinurie usw. | Blutdruckmessung, Urin- und Blutuntersuchung |
| Häufiges nächtliches Wasserlassen | Verminderte Konzentrationsfähigkeit der Nieren, Diabetes, Prostataprobleme usw. | Ursache abklären lassen |
| Leichte Ermüdbarkeit, Appetitverlust, Juckreiz | Mögliche fortgeschrittene Nierenerkrankung oder Symptome von Anämie beziehungsweise Urämie | eGFR, Elektrolyte und Anämie untersuchen |
| Plötzlicher Blutdruckanstieg oder schwer kontrollierbarer Blutdruck | Mögliche gegenseitige Verschlechterung mit eingeschränkter Nierenfunktion | Blutdruckmedikamente und Nierenuntersuchungen neu bewerten |

## Dialyse ist keine Verzweiflung, sondern eine Nierenersatztherapie

Sinkt die Nierenfunktion bis zum Endstadium, kann eine Nierenersatztherapie wie Dialyse oder Nierentransplantation erforderlich werden. Eine Dialyse ersetzt die Nieren nicht vollständig, entfernt aber Abfallstoffe und Flüssigkeit, erhält dadurch das Leben und ermöglicht die Fortsetzung des Alltags. Da Dialysepatienten jedoch ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Infektionen haben, gilt weder „Jetzt ist alles vorbei“ noch „Mit der Maschine ist alles erledigt“. Ernährung, Medikamente, Gefäßpflege, Infektionsprävention, Bewegung und regelmäßige Untersuchungen müssen gemeinsam fortgeführt werden.

| Kategorie | Hämodialyse | Peritonealdialyse |
|---|---|---|
| Prinzip | Das Blut wird durch einen Filter im Dialysegerät außerhalb des Körpers geleitet, um Abfallstoffe und Flüssigkeit zu entfernen | Das Bauchfell dient als Filter, um Abfallstoffe und Flüssigkeit über eine Dialyselösung in der Bauchhöhle zu entfernen |
| Ort | Meist in einem Dialysezentrum, teilweise als Hämodialyse zu Hause | Kann zu Hause, am Arbeitsplatz, auf Reisen und an anderen Orten möglich sein |
| Häufigkeit | In der Regel 3-mal pro Woche, jeweils mehrere Stunden | Meist täglich, als CAPD oder APD |
| Vorteile | Die direkte Betreuung durch medizinisches Personal kann für ältere Menschen oder Patienten mit eingeschränkter Fähigkeit zur Selbstversorgung geeignet sein | Hohe zeitliche und räumliche Flexibilität; in manchen Fällen lässt sich das Berufs- und Sozialleben leichter aufrechterhalten |
| Zu beachten | Pflege des Gefäßzugangs, Gewichtszunahme zwischen den Dialysen, niedriger Blutdruck, Umgang mit Erschöpfung | Vorbeugung einer Peritonitis, Katheterpflege und Fähigkeit zur täglichen Selbstversorgung erforderlich |

Die Peritonealdialyse ist keine „weniger wirksame Behandlung“, sondern für geeignete Patienten eine wirksame Therapieoption. Dabei müssen jedoch frühere Bauchoperationen, starke Adipositas, Händehygiene und Fähigkeit zur Selbstversorgung, Wohnsituation und Infektionsrisiko berücksichtigt werden. Deshalb sollten die Möglichkeiten ausführlich mit dem medizinischen Team verglichen werden.

## Nierentransplantation: hoffnungsvoll, aber mit Wartezeit und notwendiger Nachsorge

Für geeignete Patienten ist die Nierentransplantation im Hinblick auf Lebensqualität und langfristige Prognose eine wichtige Behandlungsoption. Grundsätzlich wird zwischen der Transplantation einer Niere von einem verstorbenen Spender und einer Lebendnierenspende unterschieden. In Korea sind die Wartezeiten auf eine Nierentransplantation aufgrund des Ungleichgewichts zwischen Angebot und Nachfrage bei Organen lang. Aktuelle Regierungsdaten geben eine durchschnittliche Wartezeit von etwa 7 Jahren und 9 Monaten an. Statt pauschal von „durchschnittlich 14 bis 15 Jahren“ auszugehen, ist es daher genauer zu verstehen, dass die Dauer je nach Blutgruppe, Sensibilisierungsgrad, Zeitpunkt der Aufnahme auf die Warteliste, Dringlichkeit, Region und Spendersituation stark variiert.

Eine Lebendspende kann durch Familienmitglieder, Ehepartner oder Bekannte erfolgen, doch die Sicherheit und Freiwilligkeit des Spenders haben höchste Priorität. Auch bei unterschiedlichen Blutgruppen können einige Zentren mithilfe einer Desensibilisierungsbehandlung und immunsuppressiver Strategien ABO-inkompatible Transplantationen durchführen. Da jedoch Risiken wie Infektionen, Abstoßungsreaktionen und Blutungen bewertet werden müssen, ist dieses Verfahren nicht automatisch für alle Patienten möglich.

Zu den wichtigsten Maßnahmen nach einer Transplantation gehört die Einnahme von Immunsuppressiva. Werden die Medikamente eigenmächtig abgesetzt, können eine akute Abstoßungsreaktion und eine Schädigung der Funktion der transplantierten Niere auftreten. Die Unterstützung durch Ehepartner oder Familie kann nicht nur deshalb zu besseren Ergebnissen beitragen, weil „die Immunverträglichkeit besser ist“, sondern auch, weil dadurch die konsequente Medikamenteneinnahme, ambulante Nachsorge, Beobachtung von Infektionszeichen und langfristige Lebensführung verbessert werden können.

## Checkliste zum Schutz der Nieren ab heute

- Messen und dokumentieren Sie Ihren Blutdruck auch zu Hause.
- Wenn Sie Diabetes haben, kontrollieren Sie neben dem Blutzucker auch die Albuminurie im Urin und die eGFR.
- Lassen Sie Brühen stehen und reduzieren Sie die Häufigkeit von Soßen, Würzpasten, verarbeitetem Fleisch und Ramen.
- Prüfen Sie die Zutatenlisten auf Phosphate und Zusatzstoffe der phosphate-Gruppe.
- Eiweiß sollte nicht „pauschal verboten“, sondern entsprechend dem Krankheitsstadium und Dialysestatus berechnet werden.
- Schmerz- und Entzündungshemmer, traditionelle pflanzliche Arzneimittel, Extrakte und Nahrungsergänzungsmittel können die Nieren belasten. Vermeiden Sie daher eine eigenmächtige langfristige Einnahme.
- Streben Sie täglich etwa 30 Minuten mäßig intensives Gehen an. Bei Herzerkrankungen, Anämie oder starken Ödemen sollten Sie jedoch erst nach ärztlicher Rücksprache beginnen.
- Schieben Sie Untersuchungen bei schäumendem Urin, Hämaturie, plötzlich auftretenden Ödemen oder unkontrollierbarem Blutdruck nicht auf.

## Fazit

Die wirksamste Methode zum Schutz der Nieren besteht nicht in besonderen Aufbaulebensmitteln, sondern in der konsequenten Kontrolle von Bluthochdruck und Diabetes, der Reduzierung salziger und verarbeiteter Lebensmittel sowie der Anpassung von Eiweiß, Phosphor und Flüssigkeit an das eigene Stadium der Nierenerkrankung. Auch nach der Diagnose einer Nierenerkrankung besteht kein Grund, sofort zu verzweifeln. Durch die systematische Nutzung von Früherkennung, Ernährungsanpassung, medikamentöser Behandlung, Bewegung sowie Dialyse- oder Transplantationsoptionen lässt sich das Fortschreiten des Funktionsverlusts verlangsamen und die Lebensqualität erhalten.

## FAQ

### Ist es für die Nierengesundheit gut, viel Wasser zu trinken?
Grundsätzlich viel zu trinken ist nicht immer richtig. Gesunde Menschen können sich beim Trinken nach ihrem Durst und ihrem Aktivitätsniveau richten. Wenn jedoch eine chronische Nierenerkrankung fortgeschritten ist und die Urinmenge abnimmt oder Ödeme beziehungsweise eine Herzinsuffizienz vorliegen, kann eine Flüssigkeitsbeschränkung erforderlich sein.

### Bedeutet schäumender Urin immer, dass eine Nierenerkrankung vorliegt?
Vorübergehender Schaum kann auch durch den Urinstrahl, den Zustand der Toilette oder Flüssigkeitsmangel entstehen. Wenn jedoch wiederholt schäumender Urin auftritt, dessen Schaum auch nach dem Spülen lange bestehen bleibt, besteht die Möglichkeit einer Proteinurie. Daher ist eine Urinuntersuchung ratsam.

### Müssen Menschen mit chronischer Nierenerkrankung vollständig auf Eiweiß verzichten?
Nein. In einigen Stadien vor Beginn der Dialyse kann die Eiweißzufuhr unter ärztlicher Aufsicht reduziert werden, eine übermäßige Einschränkung führt jedoch zu Mangelernährung und Muskelabbau. Während der Dialyse kann der Eiweißbedarf dagegen steigen.

### Darf man kein Fleisch und keine Eier essen?
In den meisten Fällen geht es nicht um einen vollständigen Verzicht, sondern um eine Anpassung innerhalb der täglichen Gesamtzufuhr an Eiweiß und Phosphor. Eiweiß kann eine hochwertige Proteinquelle sein, während Eigelb relativ viel Phosphor enthält und daher entsprechend dem Phosphatspiegel im Blut angepasst werden sollte.

### Kann auch Cola Zero schädlich für die Nieren sein?
Auch wenn sie wenig Zucker enthält, kann der Phosphorkonsum steigen, wenn die Cola Phosphorsäure enthält. Achten Sie nicht nur darauf, ob es sich um ein Zero-Produkt handelt, sondern prüfen Sie in der Zutatenliste auch Angaben wie Phosphorsäure, Phosphate oder phosphoric acid.

### Sollte man bei schwachen Nieren auf Sport verzichten?
In den meisten Fällen hilft mäßiges Ausdauertraining bei der Kontrolle von Blutdruck, Blutzucker und Gewicht mehr als bloße Schonung. Bei Brustschmerzen, starker Atemnot, Schwindel, schwerer Anämie oder einer instabilen Herzerkrankung sollte jedoch medizinischer Rat eingeholt werden.

### Ist eine chronische Nierenerkrankung unbedenklich, wenn keine Symptome auftreten?
Im Frühstadium können nahezu keine Symptome auftreten, sodass die Erkrankung möglicherweise erst spät erkannt wird, wenn man sie nur anhand der Symptome beurteilt. Bei Bluthochdruck, Diabetes, höherem Alter, familiärer Vorbelastung oder früherer Proteinurie sind regelmäßige eGFR- und Urinuntersuchungen wichtig.

### Kann man nach Beginn der Dialyse keinen normalen Alltag mehr führen?
Eine Dialyse erfordert erhebliche Veränderungen der Lebensführung, bedeutet aber nicht, dass man seinen Alltag vollständig aufgeben muss. Da sich Hämodialyse und Peritonealdialyse unterscheiden, sollte die Wahl unter Berücksichtigung von Beruf, Alter, Fähigkeit zur Selbstversorgung, familiärer Unterstützung und Gesundheitszustand getroffen werden.

### Ist die Peritonealdialyse eine schwächere Behandlung als die Hämodialyse?
Nein. Die Peritonealdialyse ist ein wirksames Nierenersatzverfahren, bei dem das Bauchfell als Filter verwendet wird. Selbstmanagement und Infektionsprävention sind wichtig. Für geeignete Patienten kann die größere Flexibilität im Berufs- und Sozialleben sowie beim Reisen von Vorteil sein.

### Ist eine Nierentransplantation nur bei gleicher Blutgruppe möglich?
Eine Transplantation bei kompatibler Blutgruppe ist grundsätzlich vorteilhafter. Einige Patienten können jedoch durch eine Desensibilisierungsbehandlung und immunsuppressive Strategien eine ABO-inkompatible Transplantation erhalten. Da damit jedoch Risiken verbunden sind und bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein müssen, ist eine Beurteilung durch ein Transplantationszentrum erforderlich.

### Darf man Nahrungsergänzungsmittel einnehmen, die gut für die Nieren sein sollen?
Bei Menschen mit chronischer Nierenerkrankung können bestimmte Heilkräuter, Extrakte, hoch dosierte Mineralstoffe und Vitamine, Proteinpräparate sowie Schmerz- und Entzündungshemmer die Nieren belasten. Vor der Einnahme eines neuen Produkts ist es ratsam, dem behandelnden Arzt die Zutatenliste zu zeigen.

### Wie lange ist die Wartezeit auf eine Nierentransplantation in Korea?
Die durchschnittliche Wartezeit variiert je nach statistischer Grundlage und Zeitpunkt. In jüngsten Regierungsangaben wird eine durchschnittliche Wartezeit auf eine Nierentransplantation von etwa 7 Jahren und 9 Monaten genannt. Im Einzelfall kann sie jedoch je nach Blutgruppe, Sensibilisierungsstatus und Zeitpunkt der Aufnahme in die Warteliste stark variieren.

## Sources

- [Nationales Gesundheitsinformationsportal der Korea Disease Control and Prevention Agency: Chronische Nierenerkrankung](https://health.kdca.go.kr/healthinfo/biz/health/gnrlzHealthInfo/gnrlzHealthInfo/gnrlzHealthInfoView.do?cntnts_sn=5457)
- [Nationales Gesundheitsinformationsportal der Korea Disease Control and Prevention Agency: 10 gesunde Lebensgewohnheiten bei chronischer Nierenerkrankung](https://health.kdca.go.kr/healthinfo/biz/health/ntcnInfo/healthSourc/thtimtCntnts/thtimtCntntsView.do?thtimt_cntnts_sn=46)
- [Korean Society of Nephrology: Ursachen und Symptome einer chronischen Nierenerkrankung](https://ksn.or.kr/general/disease/?sn=4)
- [NIDDK: Gesunde Ernährung für Erwachsene mit chronischer Nierenerkrankung](https://www.niddk.nih.gov/health-information/kidney-disease/chronic-kidney-disease-ckd/healthy-eating-adults-chronic-kidney-disease)
- [Academy of Nutrition and Dietetics Evidence Analysis Library: Makronährstoffe bei CKD](https://www.andeal.org/topic.cfm?cat=5558&menu=5303)
- [National Kidney Foundation: Dialyse](https://www.kidney.org/kidney-topics/dialysis)
- [National Kidney Foundation: Arten der Peritonealdialyse](https://www.kidney.org/kidney-topics/peritoneal-dialysis)
- [Nationales Institut für die Verwaltung von Organen, Geweben und Blut: Statistisches Jahrbuch zur Spende und Transplantation von Organen usw.](https://www.konos.go.kr/board/boardListPage.do?boardId=30&page=sub4_2_1)
- [KDI-Zentrum für Wirtschaftsbildung und -information, Nara Economy: Erläuterungen zum ersten Gesamtplan für die Spende und Transplantation von Organen usw.](https://eiec.kdi.re.kr/publish/naraView.do?cidx=15403&fcode=00002000040000100005&sel_month=12&sel_year=2025)
- [Annals of Surgical Treatment and Research: Ergebnisse von Nierentransplantationen in Südkorea](https://astr.or.kr/DOIx.php?id=10.4174%2Fastr.2024.106.1.11)
- [Frontiers in Immunology: ABO-inkompatible Nierentransplantation](https://www.frontiersin.org/journals/immunology/articles/10.3389/fimmu.2017.00234/full)

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